Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

Neben ätherischen Ölen und schönen Büchern sind Naturkosmetik-Produkte meine Leidenschaft. Ich verwende seit über 20 Jahren natürliche Pflegeprodukte und kenne fast jedes Döschen, Tiegelchen und Düftchen, das ich Ihnen auf diesen Seiten vorstelle. Nur die schwarze Haarfarbe ist noch nicht an mich herangekommen! Leider kann man über das Internet die schönen Naturdüfte nicht vermitteln und auch nicht das samtig-weiche Hautgefühl, welches mit den kostbaren natürlichen Ölen erreicht werden kann.

Wer sich den Kosmetikmarkt aufmerksam anschaut kann erkennen, dass diese angeblichen Schönheitsförderungs-Produkte alles andere als schön sind. Zunehmend finden wir flüssiges und kein geschreddertes Plastik in Kosmetik, egal ob in Lotionen, Scrubs oder sahnig anzusehenden Waschprodukten. Ein Desaster für die Umwelt, für unser aller Trinkwasser! Immer noch zahlen wir viel viel, manchmal sogar extrem viel Geld für billigste Mineralölderivate wie Vaseline und allerlei Silikonverbindungen. Von Stöffchen, die Mikroentzündungen verursachen, damit die Haut schön fältchenfrei und aufgeplustert wird, ganz zu schweigen. •{Diese Seite enthält Produktempfehlungen, bei deren Bestellung mir eine kleine Provisionssumme zur Unterhaltung dieser Website zukommt, danke für Ihre Unterstützung!}•

::  Eines der haarsträubendsten Gebiete ist der Markt der DEODORANTS bzw Antiperspirants. Weil die Achselhöhlen extrem aufnahmefähig für bestimmte Giftmoleküle sein können. Immer wenn ich die teils riesigen Deodorant-Regale in deutschen Drogeriemarkt-Ketten durchforste (schon beschämend, was unsere „Zivilisation“ allein auf diesem kosmetischen Sektor anzubieten hat), wird mir ganz anders in Anbetracht der in den INCI-Deklarationen nachzulesenden gesundheitsgefährdenden Moleküle. Es ging darum, Produkte zu finden, die einerseits frei von Aluminiumsalzen sind und auch dem Gehalt von Parabenen wollte ich auf die Spur kommen. Letztere verschwinden derzeit aus der französischen Kosmetik, ja sie werden geradezu angeprangert (die Werbung unten links besagt: Es steckt soviel Liebe in diesem Topf, dass noch niemals Platz für Parabene oder Konservierungstoffe darin war [schmunzel]). Im Jahr 2004 wurden diese recht gut verträglichen und beliebten Konservierungsstoffe im kranken Gewebe von Brustkrebspatientinnen gefunden, sie können hormonartig wirken. Da nicht sein kann was nicht sein darf kamen aber bald – vor allem von kosmetisch orientierter Industrieseite – Entwarnungen. Auch das deutsche Institut für Risikobewertung, das gerne Inhaltsstoffe von ätherischen Ölen auf die Gefahrenliste stellt, sieht keinen Handlungsbedarf. In Frankreich scheinen die Konsumentinnen das anders zu sehen, mir ist jedenfalls aufgefallen, dass die weltweit bekannteste Marke sogar explizit damit wirbt, dass diese Stoffe nicht in einem ihrer Produkte enthalten sind.

Egal wie frau persönlich die Gefahr durch solche Abkömmlinge eines Duftstoffes einschätzt, sie sollte sich jedoch mal Gedanken machen, was Antiperspirants mit 24-, 36- oder gar 72-Stunden-Wirkung an ihrem Körper anrichten. Ein für viele kleine und fettlösliche Moleküle gut aufnahmebereites Gewebe (reichlich Poren und Öffnungen der Schweißdrüsen und Haare/Haarkanäle, die den Weg nach innen ebnen, egal ob sie vorhanden sind ob abrasiert werden) wird tagtäglich mit künstlichen Duftstoffen traktiert. Viele davon, die teilweise verbotenen Moschusketone, reichern sich stetig im fettreichen Brustgewebe an und sind nicht zu knapp in der Muttermilch nachweisbar. Zudem verschließen die typischen Deowirkstoffe wie diverse Aluminiumsalze diesen Weg nach außen, sie unterbinden also ein wichtiges Entgiftungsprinzip des Körpers. Hier bitte mal nachdenken: Das was raus soll/muss, darf nicht ausreichend raus und das was nicht reingehört, wird tagtäglich nachgeliefert.

Ein drittes Problem steckt in eher hochpreisigen Deos (und Gesichtscremes): Triclosan, streng genommen ein Medikament zur Mikrobennabwehr. Es erhöht vermutlich die Resistenz bestimmter Bakterien gegen einige Antibiotika. Es ist übrigens auch in Funktionswäsche, Teppichen, Handdesinfektionsmittel etc enthalten. Alles in allem sind moderne Deos also ungünstige Chemiecocktails ausgerechnet an extrem sensiblen Stellen unseres Körpers. Und tagtäglich angewendet. Die unmittelbare Nähe zum sehr empfindlichen Brustgewebe, das durch seine gute Durchblutung und seinen hohen Anteil an Körperfett, besonders anfällig für „molekulare Angriffe“ zu sein scheint, sollte Frauen wirklich mal zum Reflektieren bringen, ob wir uns dem „Hygieneterror“ so ganz mit Haut und Haaren beugen sollten. Natürlich soll niemand schweißeln oder gar stinken und ab und zu mal ein 24-Stunden-Deo zu benutzen ist sicher nicht allzu schädlich. Niemand möchte oder sollte beim Bewerbungsgespräch vor sich hin müffeln. Doch muss es wirklich dauernd, immer, ständig sein? Keine Pause zum „Durchatmen“ für das empfindliche Gewebe? Wenigstens sollten die Überreste abends aus den Achseln gewaschen werden, damit diese Hautpartie nachts zur Ruhe kommt. Und ab und zu, vielleicht am Wochenende oder im Winter, sollten wir uns „chemiefreie“ Deos gönnen. Vielleicht wäre ein häufigerer Einsatz von Wasser und Seife (und Waschlappen) auch nicht schlecht, gerade heutzutage, wo es fast überall gut zugängliche Bäder/Waschmöglichkeiten gibt, ist ja streng genommen so eine Deo-Versiegelung gar nicht nötig. Die in den letzten zehn Jahren wirklich erschreckend hochgeschnellte Zahl an Brustkrebserkrankungen gibt jedenfalls mir sehr zu denken.

Es wäre auch sinnvoll, die Kleidung zu überdenken: Manche Synthetik-Klamotten entwickeln im Handumdrehen üble Gerüche, auch Baumwolle ist nicht ideal für StarkschwitzerInnen. T-Shirts und Tops aus Wolle (und oder Seide) von artgerecht gehaltenen Schafen, beispielsweise von Hess Natur, sind zwar zunächst in der Anschaffung teurer, doch man braucht insgesamt weniger Kleidung zu kaufen, weniger die Waschmaschine zu bemühen (oft hilft Lüften über nacht) und man muss weniger Anti-Stink-Kosmetik kaufen 😉 .

Besonders der Winter (Neujahres-Vorsatz!) könnte also eine gute Zeit zu sein, mal ein selbst gemachtes Deo auszuprobieren. Allerdings muss frau sich auf zwei bis drei Wochen einer stärkeren „Entgiftung“ einstellen, also ist eventuell öfters waschen angesagt, es kann ein regelrechter Entzug stattfinden. Zudem stoppt es nicht die Transpiration, also feucht wird es schon. Nur die den Geruch produzierenden Bakterien werden eliminiert oder zumindest sehr in ihrer Arbeit eingeschränkt. Möglicherweise wird sich die Nase dennoch etwas rümpfen, denn sie hat ja den eigenen Körpergeruch immer durch eine „chemische Brille“ wahrgenommen. Die schnellste und einfachste Methode ist die Herstellung eines Sprays.

Deos ohne krebsverdächtige Parabene und ohne ohne demenzfördernde Aluminiumverbindungen gibt es inzwischen viele, wir müssen nur ausprobieren, welche bei unserer persönlichen Bakterienbesiedlung und dem entsprechenden pH-Wert gut wirken. Sinnvoll ist es erfahrungsgemäß, zwei oder drei im Bad stehen zu haben und gelegentlich zu wechseln, entweder alle paar Tage oder nach einer aufgebrauchten Packung eine andere Marke einzusetzen.

Mein absoluter Liebling ist und war seit der Einführung vor etlichen Jahren das Deo-Spray Daily Pleasure vom Schweizer Anbieter Farfalla, sowohl was den dezenten frischen Duft anbelangt als auch die überzeugende Wirkung. In den Bewertungen klagt jemand, dass es kein Antiperspirant ist, da muss ich geradezu lachen. Genau das will Naturkosmetik nicht, Poren verschließen und die physiologisch wichtige Funktion des Schwitzens unterbinden! Im Hochsommer muss ich freilich tagsüber mal zu einem Waschbecken gehen, mich frisch machen und nachsprühen. Sicher nicht so bequem wie 24 Stunden Porenverschluss, doch meine Gesundheit ist es mir wert. Wir leben in so luxuriösen Zeiten, dass wir fast überall und fast immer kostenlos fließend Wasser und sogar Seife sowie Handtücher benutzen dürfen. Was wollen wir mehr?! (Um Müll zu sparen, habe ich manchmal sogar einen Mikrofaser-Waschlappen dabei, der gut abtrocknet.) Farfalla hat noch ein Frangipani-Produkt, ein unparfümiertes Deo und einen Männerduft als Roll-on im Programm. Diese Deos sind auch bei Evelyn Deutsch Aromapflege erhältlich, wo man gleichzeitig ätherische Öle, Selbermach-Rohstoffe und Labor-Utensilien bestellen kann.

Auch beim Ätherische-Öle-Anbieter Primavera, mit deren hervorragenden Produkten ich seit den achtziger Jahren vertraut bin, gibt es Deos, ist ja klar, auch sie haben die besten Naturdüfte in Bioqualität im Lager! Wie wäre es mit Lavendel & Bambus oder mit dem Duft von Ingwer und Limette?

Die junge Marke Ben & Anna aus Berlin, liebevoll konzipiert von einem vegan lebenden Päarchen, bietet neuerdings plastikfreie Hülsen für ihre Deosticks auf der Basis von geruchsneutralisierendem „Natron“ an (korrekt: Natriumhydrogencarbonat [NaHCO3]), sie produzieren auch ganz unterschiedliche Duftrichtungen wie beispielsweise Lavender & Sage, Nordic Timber (holzig-herb) und Ylang-Ylang & Calendula. Das Sortiment dieser jungen deutschen Gesund-Kosmetik-Pioniere ist auch bei Bio-Naturel erhältlich.

Weleda versorgte mich mit einem der ersten naturkosmetischen Deos überhaupt, ich liebe den zitrusfrischen Duft von ‚Citrus‚, umweltfreundlich in der Glasflasche und inzwischen sogar in der etwas preiswerteren Nachfüllflasche erhältlich, neuerdings ergänzt ein Deo die wundervoll duftende erfolgreiche Granatpfel-Serie, Männer (und viele Frauen!) bevorzugen vermutlich das herbere neue Deo-Roll-on ‚Men‚.

Ich komme immer wieder auf die genialen (inzwischen leider sehr hochpreisigen) Produkte von Dr. Hauschka zurück, sie haben zwei Deos als Roll-ons im Sortiment: Salbei-Minze-Deomilch und Rosen-Deomilch.

I & M auch aus Berlin stellt seit „ewigen“ Zeiten feinste Naturkosmetik her, ihre Deo-Creme Tausendschön Grapefruit ist für Fans der sahnigen Produkte einen Versuch wert.

Von der bewährten nicht zu teuren Naturkosmetik-Marke Lavera finden wir eine Auswahl von über einem Dutzend Deos, egal ob als Roll-on oder als Spray (auch in Glasflaschen fast ohne Plastik!). Ich verwende ab und zu Lavera Basis sensitiv, doch es gibt auch blumigere oder fruchtigere Duftnoten wie das Orangen-Roll-On in dieser Serie.

Logona hat auch ein paar schöne Deos im Sortiment, beispielsweise Roll-on-Deo Energy mit Zitrone- und Ingwerduft und den herberen Männerduft mit Koffein und Ginkgo. Die Bewertungen sind genau 1:1 lobend und vernichtend (Ende Januar 2018), doch diese Diskrepant reflektiert sehr gut, dass unsere Haut und unsere Schweißbildung sehr unterschiedlich sind, je nachdem was wir essen und wo wir gerade im Hormone-Karussel stehen sowieso.

Die bewährte Marke Santé hat auch etliche Deo-Varianten im Programm wie beispielsweise Goji Power und eher herb-männlich Bio-Aloe, dazu noch einige weitere Produkte.

Ich mag den Duft der Speick-Produkte sehr gerne, gelegentlich rutscht aus deren bewährter Serie etwas in meinen Einkaufswagen, beim Versand-Riesen haben sie sogar erstaunlich gute Bewertungen, beispielsweise Speick Natural Deo Roll-on und Speick Thermal sensitiv Spray.

:: Hier werden Sie fündig, wenn Sie eine Rezeptur für ein selbst hergestelltes Deo suchen. Wenn Sie Ihre Kosmetik ohnehin ab und zu im Internet bestellen, würde ich mich freuen, wenn Sie über meine Produktbeschreibungen auf den jeweiligen Seiten „einsteigen“ würden, mit den kleinen Provisionsbeiträgen helfen Sie, diese Seite am Laufen zu halten. [Vorgeschriebener Hinweis: Diese Seite enthält WERBUNG]

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