Massage – Gesundheit für Körper und Seele

Die Verdünnung der Öle

Für Aromamassagen müssen ätherische Öle stark verdünnt werden: eine grobe Richtlinie ist das prozentuale Vorkommen des Öles in der lebenden Pflanze, dieses beträgt in den meisten Fällen ein Prozent. In besonderen Fällen kann man als geschulte Person auch 3%-ige Verdünnen (oder leicht darüber) einsetzen. Nicht-medizinisch geschulte Personen dürfen ätherische Öle, egal als wie „rein“ sie deklariert werden, NIEMALS in höheren Dosierungen einsetzen, schon gar nicht unverdünnte ätherische Öle auf die Haut aufbringen. Wer jemals Duft- und Heilpflanzen angebaut, gepflegt, geerntet und destilliert hat, weiß, wovon ich spreche. Unverdünnte Öle auf die Haut bedeuten nicht nur ein unverantwortliches Handeln sondern auch eine unnachhaltige Haltung und Respektlosigkeit gegenüber der Natur. Wer etwas anderes behauptet, ist nicht mit den Lebensbedingungen von Ätherisch-Öl-Pflanzen vertraut, hat (noch) keinen wirklichen Kontakt zur Natur, legt Wert auf Geldverdienen durch den Verkauf von „Öleware“.

Die Berührung

Berührung, der Kontakt von Haut zu Haut, von der Hand des einen Menschen zum Körper des anderen Menschen – das ist die älteste Form der Kommunikation und auch der Heilkunst. Der direkte manuelle Kontakt zu einem Menschen, sei er erkrankt oder einfach nur ein wenig gestresst, gehört zu den grundlegenden Bedürfnissen des Menschen. Ein Neugeborenes verkümmert ohne ausreichende Streicheleinheiten, ganz ohne diese Zuwendung kann es sogar sterben. Es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass Stress und Angst die Anfälligkeit für Krankheiten stark erhöhen können. Belastende Lebenssituationen können sogar zum Tod führen. Heute wissen wir aus der Psychoneuroimmunologie, dass das Immunsystem durch Berührungen positiv beeinflusst wird. Der Zustand der tiefen Entspannung während der Massage lässt im Gehirn die langsamen, wohltuenden Alphawellen vorherrschen. Das führt zu einem tranceartigen Zustand, in dem der Körper seine Regenerationsfähigkeiten besser ausnutzen kann als im Betawellen-Zustand, der für Aufmerksamkeit und Schnelligkeit sorgt. Endorphine , die schmerzlindernd wirken und ein Gefühl der Zufriedenheit oder gar der Euphorie entstehen lassen, werden während einer ruhigen Massage vermehrt produziert. Beim Massieren werden vor allem drei Gewebearten beeinflusst: die Haut, das Unterhautbindegewebe (Faszie) und die Muskulatur mit dem Bandapparat.
Die Haut ist Sinnes-, Schutz- und Ausscheidungsorgan gleichermaßen. Zudem stellt sie die Barriere zwischen der Innen- und der Außenwelt dar, zwischen dem Ich und dem Anderen.
An der Haut kann das geschulte Auge viel über den inneren Zustand eines Menschen erkennen. Der Bewegungsapparat und vor allem die Muskulatur sind die Werkzeuge für die Fortbewegung und alle Arten von Aktivitäten. Sie werden jede Sekunde beansprucht, ob man es merkt oder nicht. Selbst wenn wir still liegen, herrscht noch höchste Betriebsamkeit in unserem Körper.
Das Bindegewebe ist einerseits das Bindeglied zwischen den festen Bestandteilen des Körpers (Knochen, Gelenke, Muskeln, Organe) und andererseits stellt es mit dem Unterhautbindegewebe eine Verbindung zwischen der äußeren Haut und dem Muskel-Bänder-Gefäß-Nervenapparat her. Hier ist unsere "Mülldeponie", da hier "Abfälle" aus dem Stoffwechselgeschehen abgelagert werden können. Dadurch kann das Unterhautbindegewebe hart werden, zudem unverschieblich und sogar schmerzhaft. Kleine Kristalle können sich ablagern oder knorpelartige Strukturen entstehen. Auch kleine Knötchen und bindegewebige Platten können sich entwickeln und führen zu Beeinträchtigungen der gesunden Funktionen.
Indem wir Muskeln und das darunterliegende Bindegewebe massieren, können wir nach und nach Verhärtungen auflösen, der "Körperpanzer" kann wieder lernen, loszulassen. Auch seelische Prozesse können so ganz sanft aufgearbeitet werden.
Bei der Wiederherstellung des gesunden Zustandes ist die Gewährleistung eine guten Durchblutung wichtig, denn nur so wird jedes Gewebe optimal versorgt und kann sich regenerieren. Das schlackstoffreiche, sauerstoffarme Blut wird besser abtransportiert. Gerade wenn der Klient sich nicht mehr ausreichend aktiv bewegen kann, stellt die Massage ein ideales Mittel zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden dar. Die ätherischen Öle unterstützen die entspannenden und reinigenden Prozesse sehr stark. Massage ergänzt in idealer Weise Entspannungsübungen und sportliche Aktivitäten.
Viele ätherische Öle leiten seelische Prozesse ein, so dass die Aroma-Massage ein wirklich ganzheitliches Arbeiten fördert. Die Öle ermöglichen manchmal sogar erst, dass sich ein chronisch angespannter Mensch dieser Methode öffnen kann, um nach und nach optimal davon profitieren zu können.
Wichtig bei einer wirklich heilsamen, entspannenden Massage sind allerdings einige Voraussetzungen wie beispielsweise ein ruhiger, gut durchwärmter Raum, dezente Beleuchtung, professionelles Arbeiten. Und es gibt auch einige Vorsichtsmaßnahmen bzw. Kontraindikationen zu beachten.

Literatur-Tipps: - Aroma-Massage von Susanne Fischer-Rizzi, Irisiana Verlag - TouchLife - Massage, die schön macht von Frank Boaz Leder und Kali Sylvia Gräfin von Kalckreuth, fit fürs Leben Verlag - Sanfte Massagen mit ätherischen Ölen von Monika Werner, GU Ratgeber

Indian Head Massage

Unser Name „Schampoo“ erinnert an das wohlige Massieren der Kopfhaut, das manche Friseure bei uns noch andeuten. Die Indische Kopfmassage oder
„Champi“ ist ein wichtiger Bestandteil der Ayurveda Medizin, insbesondere als traditionelle Form der Selbsthilfe und Vorbeugung vor stressbedingten Krankheiten. „Jede“ Mutter pflegt(e) mit der Kopfhaut-Massage (teilweise mit bedufteten Kokos-Öl-Mischungen) die Gesundheit ihrer Familie. Auch bei Barbieren/ Friseuren in Indien ist die wohltuende Anwendung noch verbreitet. Unsere Redewendungen „mir liegt eine Last auf den Schultern“, „mir brummt der Schädel“ und „jeder hat sein Päckchen zu tragen“ erinnern daran, was wir unseren Schultern und dem Kopf ständig zumuten. Die neunzig Muskeln im Kopf- und Gesichtsbereich werden in unseren Breiten eher durch eine stressgeplagte und unzufriedene Mimik als durch ein befreiendes Lachen „trainiert“.

Mit einfachen Mitteln viel erreichen.

Die Indian Head Massage ist
> einfach zu lernen
> sicher & schmerzfrei
> überall anwendbar
> bestens für sensible Menschen geeignet
Zudem ist kein lästiges Entkleiden nötig.

Seit 1981 praktiziert und lehrt in Großbritannien der Physiotherapeut Narendra Mehta diese dort mittlerweile sehr bekannte und beliebte Ergänzung zur Aromatherapie. Diese Anti-Stress-Behandlung wirkt je nach Befindlichkeit erfrischend und revitalisierend oder auch stark entspannend auf den ganzen Körper. Bei manchen Beschwerden kann sie zudem lindernd wirken:

• bei Spannungs-Kopfschmerzen
            durch verstärkte Durchblutung im Kopfbereich
            durch verstärkten Lymphfluss im Kopfbereich
• bei Schulterverspannung
            durch erhöhten Muskeltonus und mehr Beweglichkeit
• bei Sinusitis, Tinnitus
            durch verstärkte Durchblutung im Kopfbereich
            durch verstärkten Lymphfluss im Kopfbereich
• bei Schlaflosigkeit
            durch Aktivierung des Parasympathikus
• bei Augenprobleme
            durch verstärkte Durchblutung im Kopfbereich
• bei Haarausfall
            durch verbesserte Versorgung im Kopfbereich
            durch vermehrte Ausscheidung von Toxinen
• bei Konzentrations-Störungen
            durch verstärkte Durchblutung im Kopfbereich
            durch verstärkten Lymphfluss
• bei Angstzuständen
            durch Aktivierung des Parasympathikus

Ich gebe regelmäßige Eintages-Kurse zur Einführung in diese wundervolle Technik,
Termine sind hier zu finden.



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