Ätherische Öle in Nahrungsmitteln und zum Kochen

Viele Lebensmittel enthalten mehr oder weniger beträchtliche Anteile an ätherischem Öl: die meisten Gewürzkräuter (Basilikum, Bohnenkraut, Rosmarin etc), die Gewürze (Zimt, Nelke, Anis etc), die Schalen von Zitrusfrüchten (die in vielen Ländern mit verspeist werden, in Europa nur als Zitronat oder Orangeat), aber auch Tomaten, Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Gemüsefenchel, Lauch und Zwiebeln. Viele Kohlarten sowie Rettich und Radieschen enthalten Senföle, die ähnlich zusammengesetzt sind. Die Bitterstoffe in Artischocken, Chicoree und Endivie gehören von ihrer Chemie her zu den Sesquiterpenlactonen, das sind Bestandteile von ätherischen Ölen. Selbst die Carotinoide, also viele gelbe Farbstoffe in Gemüsen und Früchten sind mit ätherischen Ölen verwandt: Mit 40 C-Atomen zählen sie zu den Tetraterpenen. Etwa 30 Prozent aller untersuchten Pflanzenarten enthalten ätherische Öle. Es gibt Stimmen, die behaupten, der Mensch können ohne ätherische Öle nicht leben, zumindest verringern sie gesundheitsschädigende Oxidationsprozesse und sind somit für den Erhalt der Gesundheit notwendig.

In unserer hektischen Zeit vergessen wir manchmal, uns ausreichend mit Obst und Gemüse zu versorgen. Schlucken vielleicht sogar künstliche Vitaminpräparate. Mit dem Zusatz von bestimmten ätherischen Ölen können wir gesunde und schmackhafte Speisen und Getränke zaubern. Die Aufnahme von ätherischen Ölen geschieht ohnehin fast tagtäglich durch aromatisierte Getränke (Cola, Limonade) und Speisen (Joghurt, Eis, Fertiggerichte, Süßigkeiten, Salatdressings).
Zwei schöne Bücher zur Aromaküche sind 2012 erschienen:

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Duftküche (klick!) von Aromaküche-Pionierin Maria Kettenring (Kneipp Verlag 19,99 Euro) und

Aromaküche – Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen (klick!) von Sabine Hönig und Ursula Kutschera (Stocker Verlag 19,90 Euro) Mein Vorwort kann hier gelesen werden.

Hier eine leckeren Geschmacksprobe aus meiner Wahlheimat Irland, (hier werden Scones jeden Morgen in guten Bed and Breakfast gebacken und auch zum 5-o’clock-tea serviert (mit frisch geschlagener Sahne):

Rosen-Scones (Rezept für 6 scones)

140 g Mehl
1 TL (Weinstein)Backpulver
1 Prise Salz
30 g Butter
30 g Zucker
40 ml Milch (oder Buttermilch)
20 ml Rosenhydrolat
2 Tr. Zitronen- oder Zedratöl


Rosen-Essig

1 Flasche Apfelessig
1 Tropfen Rosenblütenöl
vermischen und einige Tage ziehen lassen, ab und zu leicht schütteln.
Rosenessig kann schussweise in Mineralwasser gegeben werden, er kann tropfenweise einen Salat aromatisieren, er kann jedoch auch nach der Haarwäsche für glänzende Haare sorgen (10 ml in dem nassen Haar gut verteilen, kurz einziehen lassen und ausspülen).


Rosen-Bowle

150 g Zucker mit
1 Schnapsglas Weinbrand und
20 ml Rosenhydrolat und
1 Tropfen Rosenblütenöl
mischen für einige Stunden ziehen lassen.
Kurz vor dem Servieren je eine Flasche eisgekühltes Mineralwasser und Sekt dazugeben und darin eine Handvoll duftender Rosenblütenblätter (ungespritzt) schwimmen lassen.


Lecker-Limo
auch bekannt als Lümmel-Limo, da sie auch bei Kindern beliebt ist

70 ml naturtrüber Apfelsaft
20 ml Bio-Himbeersirup (aus echten Früchten)
10 ml Rosenhydrolat
5 Tropfen Vanilleextrakt
1 Tropfen Zedratöl (oder Zitronenöl)

sehr gut verschütteln/verrühren und in einem schönen Glaskrug mit circa 1 Liter Wasser (still oder mit Kohlensäure) aufgießen
Im Sommer kann man einige ungespritzte Blüten und Blütenblätter von Ringelblume (orange), Borretsch (blau) und Rose (rot/pink) in Eiswürfeln einfrieren und damit das Getränk „cool“ dekorieren.


Anti-Ageing-Fitnessdrink

1 Tropfen Orangenöl
gut in 2 Esslöffeln Johannisbeer- oder Sanddornsirup vermischen
mit 1 Liter stillem oder sprudelndem Wasser aufgießen



Im Buch "Aromatherapie" von Eliane Zimmermann (Irisiana) befinden sich weitere Rezeptideen für die schmackhafte und gesunde Aroma-Küche.



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