Augaben des Newsletters, die vor 2005 erschienen sind, können Sie hier laden :


Über die Wirkung und Herstellung
von Bergamotte-Öl berichtet die
Ausgabe 14 | Herbst/Winter 2004

Über wichtige Aspekte des Melissenöls
lesen Sie unter anderem in der
Ausgabe 13 | Sommer 2004

Ätherische Öle lindern Leiden
alter Menschen; Ausgabe 12

Abenteuer Rosenholz-Öl
Ein interessantes Öko-Projekt am
Amazonas; Ausgabe 11

Kennen sie den Unterschied
zwischen Ravensara- und
Ravintsara? Ausgabe 10

Wie ätherische Öle gegen Haarausfall helfen können
Ausgabe 9

Ätherische Öle bei Babies
richtig angewendet; Ausgabe 8

Mit Duft auffallen - Werbepost
der besonderen Art; Ausgabe 7


Vor 2002
waren die Newsletter kaum mehr als eine längere E-Mail, kaum jemand an Gesundheitsthemen Interessiertes besaß einen Internetanschluss. So lohnte sich der Aufwand für eine richtige Zeitschrift kaum. Das hat sich inzwischen verändert, über 1200 Menschen haben das Online-Magazin abonniert. Hier nur noch einige Meldungen, die nichts an Aktualität eingebüßt haben:

RARITÄT. Wegen entsprechender Nachfragen: Kursteilnehmerinnen haben eine Quelle für die langgesuchte, wirklich wundervolle sanfte Mentha aquatica (Wasserminze) aufgetan: sie ist bestellbar bei "Maienfelser Naturkosmetik" Telefon (07945) 2582, Fax (07945) 1571, info@der-maienfelser.de, www.der-maienfelser.de

GOOD NEWS.
  Eine gute Nachricht habe ich für alle Freunde des ätherischen Öles vom Rosenholz-Baum (Aniba rosaeodora): Bislang wurde der stattliche Baum zwecks Ölgewinnung gefällt. So fielen unendlich viele Baumriesen im Amazonas. Die meisten Firmen hatten, als das bekannt wurde, das Öl aussortiert. Manche führen es noch, es entsteht dann aus Abfällen der Möbelindustrie (aber muss man diese unterstützen?!) Nun gibt es ein Projekt in meinem früheren Heimatland Brasilien, in dem das ätherische Öl aus den Blättern und Zweigen dieses Baumes destilliert wird. Es duftet fast genauso gut wie das Öl aus dem Holz, ich habe ein Fläschchen zum Schnuppern geschenkt bekommen. Vielleicht kommt es bald in nennenswerten Mengen auf den deutschen Markt.

RARITÄT.
  Ich habe auf meiner „Tournee“ eine Firma gefunden, die das seltene ätherische Öl der Cannabis sativa (Hanf) in kleinen Mengen in Deutschland verkauft. Duftet sehr krautig, grün, mal abgesehen vom hohen Preis eher nix für die Duftlampe. Eher was für SammlerInnen oder Naturparfum-Freaks. Enthält übrigens kein THC, also Highwerden davon geht nicht! Bei Interesse mich anmailen, ich verrate dann die Firma!

PRELLUNGEN.
  Meine KursteilnehmerInnen wissen es schon: das sehr gut verträgliche aber recht streng duftende ätherische Öl der Immortelle oder Strohblume (Helicrysum italicum) ist ein geradezu wundersames Mittel gegen blaue Flecken, stumpfe Verletzungen, Prellungen; es verfügt über stark antikoagulierende Eigenschaften. Besonders gut wirkt es zusammen mit Arnika-Salbe (Weleda, Wala): also die Salbe auf die Verletzung auftragen und einen Tropfen (bei großen Verletzungen 2-3 Tropfen) ätherisches Immortelle-Öl (pur) auf das Fett geben und vorsichtig verreiben. Durch einen sehr hohen Gehalt an krampflösenden Estern kann diese Anwendung auch Schmerzen und Schockgefühle lindern.Ein praktischer Arzt verriet mir kürzlich, dass dieses Öl sehr gut zur Vorbereitung, Abhärtung und Nachbehandlung der benachbarten Hautareale bei Bestrahlungen eingesetzt werden kann und wird. Helicrysum-Öl kommt in verschiedenen Chemotypen vor, deshalb mögen die Wirkungen variieren.

CELLULITE ADE.
  Meine ehemaligen KursteilnehmerInnen kennen schon meine Empfehlung: Neben der Massage mit Centella-Mazerat mit ätherischen Ölen die Einnahme von Centella-asiatica-Kapseln, bislang meines Wissens nach nur in Brasilien, dem Land der knackigen Pos, erhältlich bzw. verbreitet. Nun bin ich in Irland fündig geworden, eine 100-Kapsel-Packung kostet gut DM 30 (von Solgar, www.solgar.com). Centella gehört in der indischen Natur-Medizin Ayurveda seit Jahrhunderten zu den Rasayanas, den Verjüngungs- und Reinigungsmitteln. Wissenschaftlich gesehen kurbelt Centella, das hübsch anzusehende indische Wassernabel-Kraut, den Kollagenstoffwechsel kräftig an, so dass das wabbelige Bindegewebe wieder mehr Struktur bekommt. Gleichzeitig werden „Gewebeschlacken“ vermehrt ausgeschieden, sofern man während der Einnahmezeit reichlich Wasser/Kräutertees zu sich nimmt. Also ein idealer Begleiter zur Frühjahreskur. Wirkt allerdings nicht für „ewig“, man macht die Kur zweckmäßig vor der Bikini-Zeit und wiederholt sie dann ein- bis zweimal jährlich. Doch das Ergebnis an Oberschenkeln und Po kann sich wirklich sehen lassen.

BUCHTIPP.
  Zwei wunderschöne Bücher von Christine Kiehs-Glos bereichern die Bibliothek (oder den Nachttisch) jedes/jeder Aroma-Öle-FreundIn: das erste heißt "Iris - eine Heilpflanze verwandelt das Wasser", das Neueste heißt "Wildrose - eine Heilpflanze verwandelt das Feuer". Beide sind sehr persönlich geschrieben und trotzdem beleuchten sie die jeweilige Pflanze wissenschaftlich exakt (botanisch, naturheilkundlich). Beide Bücher enthalten verzaubernde Fotos, die vielleicht noch künstlerische Talente zu wecken vermögen... Beide kosten DM 29,90 und sind bei Edition Aethera/Verlag Freies Geistesleben erschienen.

SOMMER-ÖL.
  Immer noch viel zu unbekannt ist die Strahlenschutz-Wirkung vom fetten Öl entweder des Fruchtfleischs oder der Kerne desSanddornstrauchs (Hippophae rhamnoides). Das gilt für Astronauten,Vielflieger und auch die/den gemeine(n) SonnenanbeterIn gleichermaßen. Durch innere und äußere Anwendung dieses kostbaren, stark orangefarbenen und fruchtig schmeckenden Öles wird  - Studien zufolge - der Körper und insbesondere die Haut besser mit den Folgeschäden der zerstörenden Anteile des Lichtes fertig (breit gefächerte antioxidative Wirkung). Insbesondere zum Schutz und zur Regenerierung der umliegenden Hautflächen bei Radiotherapie (z.B. Bestrahlung bei Krebs) ist dieses fette Öl geeignet. Ansonsten ist es durch einen hohen Anteil an Palmitin- und Palmitoleinsäureein unglaublich hautpflegendes Öl, da diese beiden Fettsäuren dem Hauttalg sehr ähnlich sind. Mittlerweile kann das das Öl sowohl in purer Form erworben werden (z.B. Primavera Life, Martina Gebhardt Naturkosmetik, Venus) als auch verdünnt (z.B. Weleda) als auch in naturkosmetischen Produkten (z.B. CMD). Ausführliche Infos finden Sie z.B. im Buch "Sanddorn-Öl" aus dem Windpferd Verlag und in der Broschüre "Sanddorn-Fruchtfleisch-Öl" von Hans von Arnsberg aus dem Oleum Heilsam Verlag ISBN 3-935162-00-06.

SOMMER-FRISCHE.
  Wer es nicht so fettig mag, dem verrate ich ein einfaches "kosmetisches" Haus-Rezept, das ich seit 15 Jahren nach der Gartenarbeit/Sonnenbad und auch bei den Kindern anwende: einfach 30 bis 50 Tropfen Lavandin kbA (eher frischmachend) oder Lavendel fein (eher beruhigend) in 100 ml Aloe Vera-Gel geben, in eine Sprayflasche geben (oder bereits in Sprühflasche kaufen z.B. von Santaverde) und NACH dem Sonnenbad auf die (gerötete) Haut vernebeln. Das erfrischt insgesamt und regeneriert die Hautzellen.

SELBERMACHEN.
Der @roma-newsletter ist zwar einige Tage zu spät dran, denn am 24. Juni war der Johannistag (und die Tage werden nun schon wieder kürzer...), doch noch können die gelben Blüten des heilkräftigen Johanniskrauts (Hypericum perforatum) im Garten und am Wegesrand gesammelt werden und zu schmerzstillendem Rot-Öl verarbeitet werden. Die Blüten werden in ein helles, sehr sauberes Schraubglas gegeben, vorsichtig mit bestem Olivenöl aus erster Pressung vermengt (bis alles bedeckt ist) und drei bis vier Wochen an einem sonnigen Platz stehengelassen. Danach abseihen und in dunklen Fläschchen aufbewahren. Nun haben Sie ein gutes Hausmittel (und Basisöl für entsprechende ätherische Öle) gegen Muskelschmerzen, Rückenschmerzen, Ohrenschmerzen und wieder: ein prima After-Sun-Öl. Das und vieles mehr können Sie in dem wirklich sehr empfehlenswerten Buch von Susanne Fischer-Rizzi "Medizin der Erde" nachlesen.

ANTI-MUFF-KAMPAGNE.
Einer Boulevardzeitung zufolge werden demnächst Londons muffig riechende U-Bahnstationen mit Rosen-, Jasmin- und Fruchtaromen beduftet. Die speziell für diesen Zweck komponierte Duftmischung heißt "Madeleine". Übrigens genießt der einst gruftartige Übergang von Terminal A zu Terminal B des Frankfurter Flughafens seit einigen Jahren diese olfaktorische Verschönerung. Damit einem nicht schon vorm Flug die Panik überfällt.

BELEBUNG.
  Eine Krankenschwester, die in einer psychiatrischen Einrichtung arbeitet, berichtete mir von dem Einsatz eines einzigen Bades mit natürlichem ätherischen Lavendel-Öl bei einem älteren Herrn, der durch Alzheimer Demenz schon nicht mehr aktiv am Leben um sich herum teilnahm. Es wirkte auf sie und ihre KollegInnen wie ein Wunder, dass der Mann "aufwachte" und für Stunden aktiv wurde, Zigaretten rauchte wir früher, sich mit seiner Tochter unterhielt und fröhlich mit seinem Rollstuhl über den Gang flitzte. Allerdings war er auch in der Lage, über seine desolate Lage zu reflektieren ("Was ist bloß mit mir passiert, dass ich meine eigene Tochter nicht mehr erkenne?"). Und das gab uns zu denken. Wenn Düfte so machtvoll Reaktionen auslösen können, müssen wir sie behutsam einsetzen bzw. in einem solchen gravierenden Fall eigentlich auch nur, wenn der betreffende Mensch psychologische Hilfe erwarten kann. Dieser Bericht deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen im Altenheim und mit anderen Berichten über Alzheimer-Patienten. Jedenfalls stecken hier hoffnungsvolle Ansätze, diesen Patienten wieder zu mehr Würde und Teilnahme am Leben zu verhelfen. Mal ganz abgesehen von der Möglichkeit, die meistens enorm gestressten Angehörigen sinnvoll zu unterstützen.

REISELEKTÜRE.
  Wer noch "aromatische" Lektüre für den Reisekoffer sucht, dem sei der anspruchsvolle Roman "Eukalyptus" des Australiers Murray Ball ans Herz gelegt: Ein Farmer mit einem großen Besitz in New South Wales (dort, wo der beste "Tea Tree" wächst) möchte seine hübsche Tochter unter die Haube bringen und verkündet, dass derjenige Ellen zur Frau bekommt, der alle Eukalyptusbäume auf seinem Stück Land mit (botanischen) Namen benennen kann. Da der Vater ein leidenschaftlicher Sammler dieser vielseitigen Baumart ist, ein schier unmögliches Unterfangen. Doch Ellen hat ihren eigenen Kopf...

FICHTENWALD IM LUXUSBAD.
@roma-Newsletter-Leserin Kordula Verhoeven entdeckte auf einer Sanitär-Messe eine futuristisch aussehende Duschkabine (Entrada 5000) mit entsprechenden Installationen für farbige Lichtquellen, Infrarot-Strahlern und Duft-Düsen (sieht aus wie im Cockpit!). Deren Möglichkeiten werden unter anderem so angepriesen: "Wovon möchten Sie in Ihrer Dusche träumen? von blühenden Rosen oder einem morgenfrischen Fichtenwald? Einfach die passende Aroma-Essenz in das Duftelement füllen -per feinster Ultraschallkaltvernebelung zaubern die ätherischen Öle im Innern Ihrer Dusche eine Welt der schönen Düfte." Hört sich gut an!

CELLULITE ADE NICHT FÜR DEUTSCHE FRAUEN.
Offensichtlich wollen viele Frauen ihre Cellulite loswerden. Umso ärgerlicher war dann die Feststellung einiger @roma-Newsletter-Leserinnen, dass www.solgar.com die begehrten Kräuterpillen nicht nach Deutschland liefert. Schade. Bleibt nur die "Handarbeit", nämlich 2x tägliche Massage mit Centella-Mazerat (von Maienfelser oder Oshadi) mit einer 5%-prozentigen Verdünnung folgender ätherischer Öle (zu gleichen Teilen): abends Atlaszeder, Orange, Geranie, morgens Zypresse, Grapefruit, Rosmarin. Wirkt nach eigener Erfahrung auch sehr gut. Dazu aus der Apotheke der Centella-Tee (Hinweis an die ApothekerInnen: heißt in der Bestellung "Hydrocotyle asiatica") 3x täglich eine Tasse (mit Säften oder anderen Kräutern den nicht so attraktiven Geschmack aufpäppeln). Umständlicher aber nicht minder wirksam als die Kapseln.

FORSCHER ZWEIFELN AN AROMATHERAPIE.
@roma-Newsletter-Leserin Carola Emrich ist wieder im Internet fündig geworden (diese Meldung geisterte auch durch die irische Presse). Allerdings frage ich mich, seit wann Ylang Ylang-Öl belebend wirkt, zumindest in normaler Dosierung! Also: “Ätherische Öle sollen Placebo bewirken”
München (pte, 19. Apr 2001 11:22) - Die positive Kraft der Aromatherapie existiert nur im Kopf. Dies behaupten Forscher der Universität München http://www.uni-muenchen.de, die festgestellt haben, dass Wasser den selben Effekt wie teure Öle hat. Voraussetzung sei allerdings, dass Patienten von einer tatsächlichen Behandlung ausgehen.
Die Forscher testeten Pfefferminz-, Jasmin-, und Ylang-Ylangöle, von denen sie eine belebende Wirkung vermuteten. Dazu trugen Versuchspersonen einen Mundschutz, der bei einigen mit ätherischen Ölen, bei anderen mit reinem Wasser besprüht wurde. Die Wissenschaftler fanden allerdings keinen signifikanten Unterschied in der Reaktionszeit zwischen Menschen, die ein ätherisches Öl erhielten, und jenen, die mit Wasser behandelt wurden. Dies impliziere, dass eine Aromatherapie einen Placeboeffekt bewirke, wodurch Patienten tatsächlich "gesünder" werden, wenn sie an ein Wunderheilmittel glauben, so die Forscher. Jene Testpersonen, die eine hohe Bewertung für die stimulierende Wirkung abgaben, zeigten allerdings eine bessere Reaktionszeit durch die belebenden Öle. "Das bedeutet, dass Personen, die an den Effekt glauben und einen Duft als angenehm empfinden, schneller reagieren", so der Psychologe Josef Ilmberger von der Universität München. Im nächsten Schritt plant Ilmberger einen Test, der die Wirkung von ätherischen Ölen bei Massagen in die Haut messen soll, wie BBC berichtet. Richard Tonkin vom Research Council for Complementary Medicine relativiert allerdings die deutsche Studie. "Die Kraft der Einbildung ist in der Medizin ein großer Faktor. Das Problem von Placebos ist, dass sie von den meisten Menschen als Fälschung betrachtet werden. Sie haben aber einen praktischen Effekt, indem sie bei Patienten den Selbstheilungsprozess vorantreiben", so Tonkin.

VIRTUELLE REISEN UND GÄRTEN.
Wer nicht in die Sommerfrische ausfliegen kann oder will, kann sich ja mal die Vielfalt der Duftpflanzen im Internet ansehen:
www.rosenhof-schultheis.de
www.blumenschule.de
www.apothekergarten.de
www.syringa-samen.de
www.staudengaissmayer.de
www.ruehlemanns.de


ROSSGESUNDHEIT.   Doch auch Pferde werden krank. Eine Kursteilnehmerin verarztet ihr schwer lungengeschädigtes Pferd seit geraumer Zeit mit Schwarzkümmelöl (Nigella sativa) im Fressen. Mittels Laboruntersuchungen kann eine stete Verbesserung der Lungenfunktion des Tieres beobachtet werden, sein Allgemeinbefinden hat sich deutlich zum Positiven entwickelt.

BESUCH DER DRITTEN ART. Eine Aromapraktikerin und Krankenschwester mit eigener Praxis, die Babymassage und zusammen mit einer Hebamme Beratungen für schwangere Frauen anbietet, bekam im Frühsommer Besuch von einem Apotheker. Er inspizierte ihre Praxis für die Regierung Oberpfalz und stellte ihr auch wiederholt „Fangfragen“, um zu checken, ob sie denn etwa unerlaubte Heilkunde betreibe. Er konfiszierte einige (fette!) Öle einer bekannten Aroma-Öle-Firma und verließ sie mit fast drohenden Tönen, sie werde noch von ihm hören. Kürzlich kamen noch ein Arzt und eine Hygiene-Beauftragte des lokalen Gesundheitsamtes vorbei und fragten sie aus, unter anderem nach ihrer Ausbildung. Sie stellten dann zum Glück fest, dass, solange sie ihre Massagen nur zu Entspannungszwecken mache, nichts einzuwenden sei. Fast schmeichelnd beendete der Arzt seinen Besuch mit: „Dann scheint, dass diese Eliane wohl fundiertere und gute Ausbildungen vermittelt ... als es zur Zeit auf diesem „esoterischen" Markt gibt“.

STINKENDE ÜBELTÄTER UND DUFTENDE WINDFÄNGER. Mein Sohn bekam kürzlich ein (englisches) Buch "Shrek", mit dem die Kinder sich olfaktorisch amüsieren können: 40 Bösewichter stinken durch Rubbeln an der entsprechenden Zeichnung wirklich fürchterlich, einer schlimmer als der andere! (ISBN 0-14-131339-0, www.penguin.com). Anders dagegen die schicken Gardinenstoffe "fresh & free" von Indes Wohntextil: dank einer speziellen Stoffausrüstung mit Molekülen auf Glukosebasis nimmt das Gewebe üble Gerüche auf, bindet sie und gibt gespeicherte wohlriechende Düfte frei. Laut Hersteller sind die Gewebe dermatologisch und toxikologisch unbedenklich, durch eine 30 Grad-Wäsche kann die Wirkung stets reaktiviert werden.

WEBTIPPs.   @roma.newsletter-Leserin Heike Degen-Hientz hat eine spannende Web-Site mit zig Artikeln über das Riechen und Gerüche entdeckt: www.olfaktorik.de Und gehen Sie fast buchstäblich hinein in das Labor der Firma Soluna, die spagyrische Naturmedizin herstellt: www.soluna.de : eine sehr faszinierend gemachte Website mit 180-Grad-Blick in die Produktionsstätte von Kräuterelixieren.

HUST UND SCHNIEF. „Mann allein zuhaus. Greift zu ätherischen Ölen seiner aromakundigen Frau. Salbei-Öl in die Duftlampe. Viel hilft viel. Hund bekommt epileptischen Anfall.“ Das Ganze wurde, da kein Zusammenhang bekannt war und sich die menschlichen Erkältungssymptome besserten, wiederholt, das an Epilepsie leidendende Haustier krampfte wieder. Für alle, die es bislang nicht glauben wollten und leichtfertig mit Salbeiöl unbekannter Herkunft umgehen, zeigt diese unfreiwillige Tierexperiment, dass das Monoterpenketon Thujon im Salbeiöl wirklich neurotoxisch wirken KANN.

DER SOMMER KOMMT. Auch wenn wir jetzt noch in Schnee und Eis stecken: Die Stechmücken sind bald wieder da. Nun haben zwei Forscher von der Iowa State University ( www.iastate.edu ) nachgewiesen, dass Extrakte aus Nepeta cataria (Katzenminze), wesentlich wirksamer und dabei unbedenklicher bei der Insektenbekämpfung wirken als das Insektizid DEET. Viele von Ihnen haben sicherlich diese hübsche, lavendelähnliche Staude im Garten, deren Inhaltsstoff Nepetalacton auch Fliegen und Kakerlaken erfolgreich abwehrt. Das ätherische Öl ist bei guten Firmen erhältlich, allerdings meistens der zitronenduftende Chemotyp mit nur 10 Prozent Nepetalacton. Ob dieser in der Untersuchung verwendet wurde, ist nicht bekannt.

SCHNUPPER-ALARM. Auf der Website des „Spiegel“ war kürzlich die interessante Geschichte einer kuriosen Jobmöglichkeit in der Hauptstadt nachzulesen: Biologie-Studentin Maren Sunderhoff erschnuppert nicht nur die Dezipol-Stärke in einem Raum, sondern vor allem die Luftqualität von Arbeitsplätzen (der Wert Dezipol bestimmt die Geruchsstärke, so wie Dezibel für Lärm oder Lux für Licht). Die 25-Jährige jobbt als Testriecherin im Hermann-Rietschel-Institut für Heizungs- und Klimatechnik der Technischen Universität Berlin. „Was nach Spielerei klingt, ist ernsthafte Forschung. Die Wissenschaftler haben nur ein Ziel: bessere Luft! Dafür kommt das sensibelste Messgerät zum Einsatz, dass die Geruchsforschung kennt - die menschliche Nase.“ erfähren wir. „Ihr blasses, schmales Näschen wirkt unscheinbar, ist aber eine austrainierte Spürnase. Wochenlang hat Maren daran gearbeitet, das Stiefkind unter den Sinnen zu schärfen - immer wieder geübt, verschiedene Geruchsstärken zu unterscheiden, ihre Nase förmlich geeicht. Konstante Geruchswerte von Aceton halfen dabei. Dann, nach vielen Stunden Schnüffelei war sie soweit: fit fürs Labor.“ Übrigens bringt der Job mehr Geld als Hamburger zu verkaufen, nämlich EUR 10 pro Stunde.

WISSENSCHAFTLICHE VERGLEICHSTESTS. Die meisten Aroma-InteressentInnen haben schon von der Studie von Professor Göbel, Universität Kiel gehört: Er verglich die Wirkung von Paracetamol und ätherischem Pfefferminz-Öl bei (künstlich induziertem=vergleichbarem und wiederholbarem) Spannungskopfschmerz. Wer sich ausführlicher darüber informieren möchte, surfe doch mal zur durchaus interessanten Website von Lichtwer Pharma (www.lichtwer.de).

CYBER-DÜFTE. Warum immer nur Bildchen oder Klänge? Wer von uns duftinteressierten Menschen hätte nicht gerne auch mal eine Duftmail auf dem Computer...? Mittels eines „iSmell-Device“, eines Gerätes, das an ein Modem erinnert, ist das seit einiger Zeit möglich (wenn man bzw. Firma das nötige Kleingeld investiert). Die in Oakland (Kalifornien) ansässige Firma DigiScents macht es mit ihrer Software „Sniffer“ möglich, tausende von Gerüchen aus dem Computer abzurufen. Autofirmen und Videospiel-Hersteller zeigten großes Interesse, diese neue Technologie anzuwenden. In Deutschland hat sich die Düsseldorfer Firma Aerome dieses faszinierenden Gebietes, das vor allem in der Werbebranche großen Anklang findet, angenommen.

DAVID GEGEN GOLIATH. Was kann eine kleine, ehrliche mittelständische Firma schon ausrichten gegen einen großen Konzern? Nichts – und so wurde dem „duften“ Familienbetrieb „La Florina“ nach jahrelangem Rechtsstreit endgültig der Firmen- und Markenname zum 31.12.2001 durch die markenrechtliche Abmahnung eines Kosmetikkonzerns mit ähnlichem Namen aberkannt. Das bekannte Logo von La Florina (Frauenfigur) wird bestehen bleiben, jedoch seit dem 1. Januar 2002 lautet der neue Firmen- und Produktname: „Light of Nature“ („Im Lichte der Natur“). Diesen Leitspruch des bekannten Arztes und Heilers Paracelsus haben die FirmeninhaberInnen gewählt, da deren künftiges Schwergewicht auf spagyrischen Produkten liegt und sie verstärkt in diesem Bereich arbeiten werden. In Zusammenarbeit mit ihrer „Academia Hermetica“ wird eine Reihe von Seminaren und Ausbildungen in den Bereichen Alchemie, Spagyrik, Pflanzenkunde, Aromatherapie, Kosmetik und ähnliche Themen angeboten.


© AiDA 2008
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