Cardamom, Elettaria cardamomum (L.) Maton

Zingiberaceae, Ingwergeächse

Nach Safran und Vanille gehört Cardamom zu den teuersten Gewürzen der Welt. Dennoch ist in den arabisch sprechenden Ländern und auch im gesamten indischen Raum eine gute Küche ohne das aromatische Gewürz undenkbar. Auch ein guter Kaffee und der würzige Chai („Yogi-Tee“) würde ohne Cardamom nicht schmecken.
Die ingwerähnliche Pflanze an sich ist unauffällig, dafür sind ihre Blüten spektakulär, so dass sie oft als Zimmerpflanze in unseren Supermärkten angeboten wird. Das ätherische Öl wird jedoch in Europa genau so selten eingesetzt wie das Gewürz. Sein an Eukalyptus erinnerndes frisch-würziges Aroma wird durch einen Anteil von bis zu 45 Prozent an 1,8-Cineol (Eukalyptol) geprägt. Das kostbare Öl ist somit ein idealer Bestandteil in Mundölen und Gurgelmischungen, es wirkt nicht nur keimtötend und schleimlösend, sondern neutralisiert auch schlechten Atem.
Die 35 Prozent Monoterpenester (v.a. Terpinylacetat) wirken entkrampfend und entspannend auf Bauchschmerzen durch Stress, überhaupt ist Cardamomöl ein guter Helfer bei vielerlei Stresssymptomen. Konzentrationsstörungen durch Ängste und starke Anspannungen lassen sich durch das Öl auch wirksam beheben.

Cardamom

Übung | Geben Sie drei Tropfen Cardamomöl in 10 ml Sesamöl und speicheln Sie einige Tropfen dieser Mischung ein, wenn Sie das Bedürfnis nach frischem Atem haben, beispielsweise nach ausgedehnten Knoblauchschwelgereien.


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