Seit ich im Februar dieses Jahres auf der Biofach-Messe die neue Rohkostbewegung kennen lernen und diverse Leckereien kosten durfte, bin ich erstaunt, was man alles naturbelassen essen kann. Und dass diese LEBENSmittel auch noch außergewöhnlich schmackhaft sein können . Und dass diese neue Küche nix mit „Körnerfressen und Salatblättermümmeln“ zu tun hat (ich bin nicht so der Rübensalat- und Schrotmüsli-Fan). Und dazu auch noch ur-gesund ist: Die Zutaten sind fast immer absolut unverändert, nichts wird auf über 40 Grad erhitzt, vielmehr werden viele Rezept-Zutaten in speziellen Mixern zerkleinert, raffiniert gewürzt und im Dörrgerät getrocknet.

Nachdem ich nun einige fertige Produkte probiert und genossen habe und inzwischen eine große Bestellung mit Kakao Nibs (zerkleinerte, fermentierte/nicht geröstete Kakaobohnenstückchen – ich bin nun mal ein Schokoholic 😉 ) und anderen naturreinen Leckereien bestellt hatte, versuche ich mich immer öfters an eigenen Kreationen. Meine aromatischen und schnell gemachten „Trüffipan-Pralinen“ will ich euch nicht vorenthalten, auch wenn es sich derzeit noch um Prototypen handelt, die noch mehr verfeinert werden könnten.

Ich habe also einige Zutaten aus unserem gut sortierten Müsliregal mit dem Mixstab zerkleinert. Das geht nur bedingt gut, ein spezielles Gerät wie von Keimling wäre sicherlich besser (ich muss erst abwarten, ob sich das für uns rentiert, ob uns ein Teil der Ernährung so zubereitet gut tut und auf Dauer schmeckt, alte Gewohnheiten sind zäh).

Ein knappe Tasse Bio-Cashewnüsse werden für mindestens eine Stunde in Wasser eingeweicht, dieses bekam später der Hund). Ich habe noch einige Walnusshälften dazu gegeben. Danach habe ich eine knappe Tasse natives Bio-Kokosfett (mit Bounty-Geschmack, einfach nur lecker) und etwas native Kakaobutter (feiner Duft nach Kakao) langsam auf unserem Bollerofen geschmolzen. Das wurde dann alles zusammen mit einer knappen Tasse Bio-Kakao Nibs und circa 2 Esslöfflen Agavensirup mit dem Pürierstab so fein es geht zerkleinert. Da es etwas zu feucht/klebrig war, habe ich noch feinst gemahlene Bio-Mandeln und etwas Blütenpollen dazugegeben. Dazu 2 Tropfen kbA-Orangenöl, 10 Tropfen kbA-Vanille-Essenz, 1 Tropfen Ingweröl, 1/2 TL Bio-Zimtpulver, 1 Messerspitze Bio-Gewürznelkenpulver.

Das Ergebnis ist knetbar, wie etwas fettiges Marzipan, ich habe Häufchen davon in Eiswürfelförmchen aus Silikon gedrückt (und zwei dicke Datteln damit gefüllt). Nach einigen Stunden im Kühlschrank waren die herben „Vollwert-Pralinen“ schön fest. Mit mehr Kakaobutter werden sie knackiger, mit mehr Kokosfett werden sie „elastischer“. Selbst unser kleiner Süßschnabel fand sie lecker, obwohl ich mit Süß wirklich gespart habe. Wer etwas mehr über diese moderne Form der Rohkost erfahren möchte, kann das im Buch „Rohkost“ von Doreen Virtue und Jenny Ross machen. Mehr Infos über Kakaobutter und Kokosfett sowie Bestellmöglichkeiten auf meiner kleinen Öle-Shopseite.

PS Rohe Kakaobohnen und natives Kokosfett sind nur in großen Mengen etwas für die Hüften, Kokos kann durch leichte Ankurbelung des Stoffwechselgeschehens sogar beim Abnehmen helfen. Die besten Infos zu all den neueren Erkenntnissen bezüglich des Kakaos sind alle auf Englisch, bei Geist und Körper habe ich aber auch einen ziemlich informativen Text gefunden. Das nette und informative Büchlein zu Kokos: Kokosfett -Ideal für Gesundheit, Genuss und Gewicht