Da Gürtelrose eine häufige Beschwerde ist, die nicht nur Alt sondern auch Jung überfällt, hier noch ein Nachschlag zum vorherigen Post. Besagte Dame aus Berlin wird im Juli 100, ich hatte sie sieben Jahre zu jung gemacht! Schaut mal auf den Fuß, der sie bald ein Jahrhundert durch die Welt trägt. Ihre Wohnung befindet sich im dritten Stockwerk ohne Aufzug und sie geht noch fast ejden Tag die vielen Stufen. In diesem biblischen Alter darf man schon mal das eine oder andere Wehwehchen haben (finde ich, nicht sie!).

Nun ist es der immer wieder kehrende (und auch genau so schnell verschwindende) Schmerz entlang der Nervenstränge, ausgelöst durch die Herpes zoster-Viren, der sie plagt. In den meisten Fällen ist dabei die Aromatherapie effektiver als die Schulmedizin, deren VertreterInnen oft nur hilflos zuschauen müssen, wie sich die Patienten vor Schmerzen winden.


Meine Rezeptur lautet:

  • 25 ml Calophyllum inophyllum-Öl
  • 12 ml Traubenkernöl
  • 12 ml Schwarzkümmelöl
  • 60 Tropfen Ravintsara (Cinnamomum camphora Ct. Cineol)


Man kann Calophyllum-Öl auch pur verwenden, die Verdünnung wird meistens wegen des recht hohen Preises vorgenommen. Der Calophyllumbaum säumt Straßen auf zahlreichen Insel im Pazifischen Raum, er wird dort oft Tamanu genannt. Das fette Öl aus seinen nussartigen Früchten ist mit ätherischen Öl und Harzen angereichert, welche ihm einen curry- oder maggiartigen Duft verleihen. Das Öl wird bei kühlen Temperaturen ähnlich fest wie Olivenöl; es ist zwei Jahre und mehr haltbar und eher nicht preiswert, bei Feeling kosten 30 ml 25 Euro, bei Wadi bekommt man 50 ml für 14 Euro. Man kann bei Wadi auch die fertige Gürtelrose-Mischung bestellen, von einem Apotheker zubereitet.

Zu der deutlich antiviralen Wirkung gesellt sich noch eine ausgezeichnete Wirkung bei eitrigen Wunden, Kollegin Waltraud hat kürzlich darüber berichtet. Auch eine 10%-ige Zugabe in Venenpflege-Produkten unterstützt deren Wirkung.

Wer häufig an Zosterschmerzen leidet, sollte sich noch das antiviral wirksame und entzündungshemmende Melissenhydrolat zulegen und vor Auftragen des Öles großzügig auf die betroffenen Stellen sprühen. Beides hilft auch recht gut bei Lippenbläschen, die ja auch von Herpesviren ausgelöst werden.

Fotos: Gudrun Scholl

 

Unser Podcast zum Thema Herpes:

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von open.spotify.com zu laden.

Inhalt laden