Was hat denn dieser Jüngling mit Aromatherapie zu tun? Sehr viel! Heute sprach er mit mir, denn ich jätete ein bisschen auf meiner Kräuterspirale und war wieder einmal erstaunt, wie knackig das Bohnenkraut noch aussieht, als wäre nie Winter gewesen. Dieses stark duftende Heil- und Würzkraut heißt Satureja im Gattungsnamen und hortensis oder montana im Artennamen, je nachdem ob es ein Gartenbohnenkraut ist oder ein Bergbohnenkraut.

Es ist dem Satyr gewidmet. Sein ätherisches Öl ist in seiner antimikrobiellen Wirkung stark und kraftvoll. Es reguliert das Immunsystem. Und fördert die Durchblutung bei steifen und schmerzenden Gelenken. Und ihm werden aphrodisische Eigenschaften zugeschrieben.


Womit wir wieder beim Satyr wären, aber das lest ihr besser hier nach. In der klinischen Aromatherapie wird das Öl bei Pilzinfektionen verwendet, vor allem der Füße. Denn es ist durch seinen hohen Anteil am Phenol Carvacrol sehr hautreizend, wenn man es nicht korrekt verdünnt oder wenn man es auf Schleimhäuten verwendet.

Auch als Fußbad bei nahenden Erkältungen ist es eine wertvolle Abwehrmaßnahme. Und 2 Tropfen in 50 ml Olivenöl sind eine gute Gewürzmischung für grüne Bohnen, man beträufelt diese, wenn sie fertig gegart sind, mit einigen Tropfen dieser Mixtur.

Der knackige Satyr ist übrigens in der Glyptothek München zu bewundern.