In einer Studie wurde etwas wissenschaftlich bewiesen, das jedermann und jederfrau ganz anders erlebt. Man hat hat den Luftwiderstand in 31 Nasen (26 männlich, 5 weiblich, Alter zwischen 20 und 51 Jahren) gemessen (Rhinometrie). Einfach so, zweitens vor und nach 5-minütiger sportlicher Betätigung auf einem Ergometer und drittens auch nachdem man die Probanden jeweils fünf Minuten Kampfer-, Eukalyptus- und Menthol-Dämpfe (Foto: Mentholkristalle) durch eine Atemmaske hat inhalieren lassen.

Objektiv öffnete sich die Luftpassage nicht nach dem Einatmen der traditionell als entstopfend und befreiend beschriebenen Duftstoffe, subjektiv berichteten die meisten Probanden von einem angenehm kühlenden Effekt  bei der Einatmung. Nach dem Sport war die Atmung signifikant erleichtert – objektiv gemessen – doch subjektiv wurde das nicht so empfunden [Burrow A, Eccles R, Jones AS. The effects of camphor, eucalyptus and menthol vapour on nasal resistance to airflow and nasal sensation. Acta Otolaryngol (1983)96: 157-161].

Womit wir mal wieder sehen: Wissenschaftliche Studien sind nicht alles! Manche Dinge helfen, obwohl sie – rein wissenschaftlich betrachtet – nicht helfen können, siehe die vom Establishment so verachtete komplementäre Krebstherapie, sie kann DOCH helfen.

Ich jedenfalls bleibe bei meinen bewährten Nasenbefreiungsmixturen im Falle einer verstopften Nase (toi, toi, toi, lange nichts gehabt!!!) und in ganz schlimmen Fällen greife ich sogar zu Tigerbalsam ;-), es ist ideal für Reisen, 1 g davon enthält:

  • Kampfer (racemisch) 0,250g
  • Menthol 0,079g
  • Nelkenöl 0,015g
  • Pfefferminzöl 0,160g
  • Cajeputöl 0,130g
  • sowie Hartparaffin und weißes Vaselin

(Rezeptur von Klosterfrau, Köln)

PS: Hier ist der schöne Kommentar von Elli zu „Ätherische Öle sind steril„, einfach wunderbar!
Der Beitrag ist ja schon 1 Jahr alt und ich weiß nicht mehr ob ich darauf geantwortet habe.Ich kann nur sagen, ja es stimmt. Eine lustige Begebung auf Station. Wir hatten eine MRSA Patientin, isoliert natürlich. Als ich nachmittags im Zimmer war, fand ich auf dem Tisch eins unserer Sekretröhrchen. Es enthielt eine gelbliche Flüssigkeit. Ich nahm an, es sei Urin, den jemand vergessen hatte mit raus zu nehmen. Also schickte ich ihn in die Bakteriologie unseres hauses. Erst am nächsten Tag, als es bei uns etwas ruhiger war, viel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war unser Mandel/ Lavendelmix, der dort gelegen hatte, weil man keine ganze Flasche in ein MRSA Zimmer stellen wollte. Nach 2 Tagen Kam der Befund. Urin??? Kein Keimnachweis
Das war ein unfreiwilliger Test auf Keimfreiheit
Elli