Geruchssinn als Indikator für ein langes oder kurzes Rest-Leben

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Wer über einen intakten Geruchssinn verfügt, hat (ab Mitte 50) noch lange zu leben. So in etwa lautet das Fazit einer größeren Studie, die von Dr. Jayant Pinto von der Universität Chicago an über 3000 Menschen durchgeführt hat. Der erste Durchlauf der Untersuchung erfolgte in den Jahren 2005 bis 2006. 39 Prozent der 3005 Probanden zwischen 57 und 85 Jahren, die fünf Gerüche nicht identifizieren konnten, waren beim zweiten Durchlauf des Experiments – 2010-2011 – verstorben; demgegenüber starben „nur“ 19 Prozent der StudienteilnehmerInnen, welche den Riechtest bestanden hatten, innerhalb dieser fünf Jahre. Den Link zur kostenlosen Studie und weitere Details aus dem englischsprachigen Abstract finden Sie HIER.

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Eliane Zimmermann
Über Eliane Zimmermann 743 Artikel
Seit 1992 gebe ich fundiertes Wissen über Aromatherapie weiter, am liebsten inmitten der subtropischen Pflanzenwelt meiner Wahlheimat Irland. Ich schrieb sieben Bücher zum Thema :||: In my aromatherapy school I have been educating since 1992, I published seven books Mehr Infos zur Autorin finden Sie hier

9 Kommentare

  1. Das ist doch spannend, oder? Ich finde es so toll, der Geruchssinn (noch) Forschungsthema ist. Und die Erkenntnisse aus dieser Studie sind durchaus weiterer Forschungen würdig!
    Vielleicht hilft es auch, dass wieder mehr Menschen bei der Einschätzung von Haltbarkeiten auf ihre Nase hören und nicht nur auf das MHD. Ist vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber ich finde es sehr wichtig (Stichwort Eigenverantwortung)!
    Eliane, Dir vielen Dank, dass Du immer wieder auch die Forschung ins Spiel bringst!

    Liebe Grüße
    Susanne

    • Ernsthaft? Ich kann mir vorstellen, dass man ähnliche Ergebnisse erhält, wenn man die Hörfähigkeit untersucht. Je älter der Proband, desto schlechter ist sein Hörvermögen und je wahrscheinlicher ist sein baldiges Ableben.
      Wenn 25% der über 85jährigen Anosmiker sind, warum geben wir uns dann in den Seniorenheimen so viel Mühe mit der Aromapflege?
      Ich sehe diese Studie kritisch und hoffe nicht, dass ich Ihnen mit meiner Meinung auf den Schlips getreten bin. Ich wollte Sie nicht persönlich kritisieren.

      • Hallo Goodrun,
        danke für Ihren Kommentar auf meinem Blog, ich freue mich, wenn überhaupt mal mehr als 5 Menschen ihre Meinung auf meinem Blog schreiben, ich fühle mich ganz und gar nicht auf den Schlips getreten! Ich finde diese Studie nur hoch-interessant, weil ich nach 30 Jahren Aromatherapie weiß, wie wichtig der Geruchssinn für uns Menschen ist. Etliche neurodegenenerative Erkrankungen kündigen sich mit dem Schrumpfen des Hippocampus an, der Riechen und Erinnerungen verarbeitet, damit wäre eine verkürzte Rest-Lebenszeit eingeläutet. Menschen, die ihr Essen nicht mehr riechen können, essen Verdorbenes oder Unverträgliches oder zu wenig, da der Appetit fehlt, auch ein möglicher Faktor der Verkürzungen gegenüber Riechern.
        Da man inzwischen weiß, dass sehr viele Organe bzw. Körperzellen auf Geruchsreize reagieren können, also sozusagen riechen können, macht es fast nichts, wenn man Anosmiker behandelt, die Geruchsinformation wird dennoch vom Körper verarbeitet. Vielleicht mit weniger Genuss aber sie kommt an. Also weiter so, egal was den jeweiligen Menschen noch an Lebenszeit vergönnt ist!

  2. Hallo, Eliane,
    Danke für den Kommentar. Dass Aromatherapie auch bei Anosmotikern wirkt war auch mein erster Gedanke beim Lesen von Goodruns Beitrag. Ich weiß leider nicht mehr, wo ich es gelesen habe. „Aromatherapie in Wissenschaft und Praxis“???

  3. Liebe Eliane,
    ich sage Dir ein dankeschön für diesen tollen Bericht. Ich freue mich tagtäglich über meine „gute Nase“ – so oder so -. Ob es nun der Duft der Gartenerde, der Blüten- und Kräuterdüfte, der Duft nach einem Regenschauer …. etc. sind. Auch schlechte Düfte entgehen mir nicht. Ich hoffe, dass mir mein Geruchssinn noch recht lange erhalten bleibt.
    Herzliche Grüße
    Bastelfee Alberte

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