Ein überaus sympathischer Wissenschaftler, den wir jeweils öfters live erleben durften und der sowohl für unseren Unterricht als auch für manche Rezeptideen reichlich Inspiration lieferte, verließ diese Welt: Prof. Dr. Hanns Hatt starb am 20. April 2026 im Alter von 78 Jahren. Das ist ein gewaltiger Verlust, für die wissenschaftliche Welt im Allgemeinen, denn er war tatsächlich noch so etwas wie ein Universalgelehrter aus früheren Epochen, denn er scheute nie den Blick über den Tellerrand und bildete sich permanent fort, auch auf Gebieten, die nicht direkt seinem Fachgebiet entsprachen. Der Teil unserer Branche, der eher wissenschaftlich orientiert und „fakten-hungrig“ ist, wird seine regelmäßigen Vorträge auf allen wichtigen Konferenzen auch schmerzlich vermissen.
Morgen plaudern Sabrina Herber und ich in unserer 167sten Podcast-Folge über viele unserer Erlebnisse als Zuschauerinnen und auch als Co-Referentinnen auf diversen Aromatherapie-Konferenzen: Einfach um einen besonderen Menschen und Forscher zu ehren und um einige seiner interessanten, witzigen, „merkenswertesten“ Momente mit interessierten Menschen zu teilen.
Wie kam er dazu, tiefer als fast jeder andere Forscher in die Welt der Riechzellen einzusteigen, gilt diese doch nach wie vor als ziemlich anRÜCHig? In einem hörens- und sehenswerten Gespräch mit Evelyn Deutsch schilderte er 2019, wie er einst Schmetterlinge sammelte, dann durfte er am Max-Planck-Institut Seewiesen seine Diplomarbeit zum Thema Schmetterlinge schreiben („Wie finden die männlichen Nachfalter ihre Mädels in der Dunkelheit“) und so entwickelten sich immer mehr Forschungsschwerpunkte daraus (genau wie sich eine verpuppte Raupe auf höchst wundersame Weise zum Schmetterling entwickelt!). Er wurde nach 2008 auch einem Laienpublikum mit dem Buch „Das Maiglöckchen-Phänomen“* bekannt, dazu gab es in Folge etliche Talkshow-Sendungen mit ihm.

Seine Forschungsschwerpunkte lagen in der Neuro- und Sinnesphysiologie, insbesondere in der Aufklärung von Struktur und Funktion menschlicher Riechrezeptoren, wozu er mehr als 200 Fachpublikationen veröffentlicht hat. In seinem Labor wurde unter anderem erstmals der aktivierende Duft für einen menschlichen Riechrezeptor charakterisiert und kurz darauf der erste Riechrezeptor bei der Fruchtfliege Drosophila funktionell beschrieben.
Wesentliche Erkenntnisse seiner Forschungsarbeiten bestanden darin zu zeigen, dass Riechrezeptoren nicht nur in der Nasenschleimhaut vorkommen, sondern in vielen anderen Geweben des menschlichen Körpers verteilt sind: Haut, Darm, Lunge, Herz sowie in Spermien wurden sie nachgewiesen, dort registrieren sie chemische Signale aus der Umgebung, der Nahrung oder von aufgetragenen Substanzen.
Besonders bekannt ist der Nachweis eines Riechrezeptors für den synthetischen Maiglöckchenduft Bourgeonal (OR17-4) in menschlichen Spermien, dessen Aktivierung die Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit der Spermien beeinflusst. Vieles dazu ist in seinem Buch Niemand riecht so gut wie du nachzulesen.
In großem Umfang wurden Riechrezeptoren auch in nahezu allen untersuchten Körpergeweben gefunden, unter anderem in Prostatazellen, Hautzellen und verschiedenen Organen, was sie zu potenziellen neuen Angriffspunkten für Diagnose- und Therapieansätze macht. Hatt und seine Arbeitsgruppe kultivieren dazu originale menschliche Gewebezellen wie Schilddrüsenzellen, Magenzellen oder Gehirntumorzellen und testen systematisch Tausende von Duftmolekülen, um passende Liganden für die jeweiligen Rezeptoren zu finden.

Ein wichtiges Feld war die Erforschung von Riechrezeptoren in Krebszellen, da in Tumorzellen oft andere Duftrezeptoren exprimiert werden als in gesunden Zellen desselben Gewebes. So konnten in Prostatakarzinomzellen, Melanomzellen, Brustkrebszellen und Darmkrebszellen bestimmte Riechrezeptoren in großer Menge nachgewiesen werden, was auf veränderte chemosensorische Eigenschaften von Krebszellen hinweist.
In Prostatakarzinomzellen zeigte Prof. Hanns Hatt, dass die Aktivierung eines Veilchenduft-Rezeptors durch einen entsprechenden Duftstoff die Teilungsrate der Tumorzellen verringern und ihr Wachstum bremsen kann (zum Artikel von 2009 über Ionon und die Prostata).
Diese Befunde unterstützen die Vorstellung, dass Krebszellen bestimmte Riechmoleküle, etwa terpenartige Substanzen aus ätherischen Ölen, „riechen“ können und darauf funktionell reagieren. Langfristig eröffnen solche Ergebnisse die Perspektive, Riechrezeptoren in Tumorzellen als neuartige Zielstrukturen zu nutzen, etwa um Tumorwachstum durch gezielt ausgewählte Duftmoleküle zu modulieren oder Krebsgewebe diagnostisch von gesundem Gewebe zu unterscheiden.

*Nach heutigem Stand gilt die ursprüngliche Interpretation („Spermien riechen Bourgeonal über einen klassischen Riechrezeptor‑Signalweg“) weitgehend als widerlegt. Bourgeonal beeinflusst Spermien zwar, tut dies aber vor allem über die direkten CatSper‑Kalziumkanäle und nicht über einen funktionellen olfaktorischen Signalweg wie in der Nase: „Das Ende des Maiglöckchen-Phänomens“ in der Spermienforschung? – Spermien können keine Düfte riechen vom 24. Februar 2012
Ursprünglich wurde in frühen Arbeiten berichtet, dass sich in menschlichen Spermien der Riechrezeptor hOR17‑4/OR1D2 befindet und dass Bourgeonal („Maiglöckchenduft“) diesen Rezeptor aktivieren kann. In vitro führte Bourgeonal zu einem Anstieg des intrazellulären Kalziums und zu gerichteter Bewegung von Spermien zur Duftquelle; Undecanal blockierte diesen Effekt, was als Hinweis auf einen „Riechrezeptor‑Mechanismus“ gedeutet wurde. In etwas späteren Arbeiten (u.a. Max-Planck-Institut caesar, Bonn) wurde geprüft, ob der olfaktorische Signalweg (Rezeptor → cAMP‑Anstieg → nachgeschaltete Kaskade) in Spermien überhaupt vorhanden ist, fanden aber keinen entsprechenden cAMP‑Signalweg nach Bourgeonal‑Gabe. Bourgeonal öffnet die CatSper‑Kalziumkanäle in der Spermienmembran direkt, ohne die typischen Schritte eines Riechrezeptor‑Signalwegs zu durchlaufen (Quelle: Max-Planck-Institut).
Außerdem wirken Bourgeonal und andere Duftstoffe nur bei um mehr als den tausendfach höheren Konzentrationen als das physiologische Hormon Progesteron, das sonst CatSper aktiviert. Inzwischen gilt die Einschätzung und der Konsens, dass das „Maiglöckchen‑Phänomen“ primär ein Laborartefakt war: Spermien besitzen zwar den entsprechenden Riechrezeptor (OR1D2/hOR17‑4), aber sie nutzen keinen vollständigen olfaktorischen Signalweg zur Navigation wie Riechzellen in der Nase. Denn Bourgeonal kann Spermienfunktion beeinflussen, indem es CatSper‑Kanäle aktiviert und so Kalziumsignale und Motilität verändert, jedoch erst in unphysiologisch hohen Konzentrationen.
Daher gilt: Bourgeonal „aktiviert“ Riechrezeptoren in Spermien nicht in dem Sinne, dass Spermien Düfte riechen oder chemotaktisch über einen olfaktorischen Signalweg gesteuert würden; der direkte CatSper‑Effekt ist der zentrale, experimentell gesicherte Mechanismus.
Bereits 2004 forderten Marc Spehr und Hanns Hatt: „Schlussendlich ist viel wissenschaftlicher Einsatz nötig, um die Identität und die Quelle von endogenen hOR17-4-Liganden im weiblichen Fortpflanzungstrakt zu entdecken. Bourgeonal und andere synthetische Aktivatoren sind nur Schablonen für die Suche nach den natürlichen Spermien-Lockstoffen“ (Spehr M, Hatt H. hOR17-4 as a potential therapeutic target. Drug News Perspect. 2004;17(3):165–171. doi:10.1358/dnp.2004.17.3.829014). Doch obwohl die Befruchtung von Eizellen ein solch elementares Thema in der Biologie – und der Medizin – ist, hat sich anscheinend noch keiner die Mühe gemacht, mit Gaschromatografie oder Massenspektrometrie festzustellen, was Frau an Lockmitteln so produziert.“

Neben präziser Forschung nach strengen Vorgaben beschäftigte sich Prof. Hanns Hatt auch mit Alltags-Düften und -Aromen, so wirkte er an der Konzeption von Parfüms mit, welche aufgrund der theoretischen Erkenntnisse bestimmte Reaktionen beim menschlichen Empfinden unterstützen sollen: ‚Knowledge‚ und vier Düfte von ‚Amatrius‚ (welche für meine Nase durchaus sehr synthetisch duften, wenn auch gelungene Kompositionen sind). Auf drei Riechstoffe, welche „Moschus-Rezeptoren“ aktivieren, meldeten er und sein Team sogar erfolgreich Patente an (Polycyclen, Makrocyclen und Nitromoschusverbindungen). Er betonte auf einem Vortrag, dass er, seit er so viele Details über Riechmoleküle und Riechrezeptoren weiß, nie mehr Parfüms direkt aus seine Haut sprühe, sondern allenfalls auf seine Kleidung, denn viele der Auswirkungen erschienen ihm heikel.
Auch mit den kleinen sensorischen „Explosionen“, die guter Rotwein im Mund auslösen kann, beschäftigte er sich. Prof. Hanns Hatt war derjenige, der die Bedeutung eines neu identifizierten Aromastoffs sensorisch absichern konnte: In seinem Duftlabor ließ er Probanden den isolierten Stoff riechen und konnte zeigen, dass genau dieses Molekül das typische Barrique-Aroma auslöst. Ohne seine Riechtests und die Einordnung aus Sicht der Duftforschung wäre die chemische Entdeckung des Chemikers Thomas Hofmann nur ein Laborbefund geblieben; Hatt machte sie zum nachvollziehbaren Geruchserlebnis und damit praktisch relevant für Weinbau und Sensorik.
Thomas Hofmann hatte das charakteristische Barrique-Bouquet von Rotwein chemisch entschlüsselt. Entscheidend ist dabei eine einzige Substanz, die Gallussäure, die in Eichenholzfässern entsteht und in sehr geringer Konzentration den typischen, edel-holzigen Barrique-Ton hervorruft. Frühere Vermutungen, dass ein komplexes Gemisch vieler Aromastoffe oder spezielle Röstaromen verantwortlich seien, erwiesen sich im Experiment als weniger bedeutsam. Hofmann und sein Team isolierten und identifizierten die Gallussäure mithilfe sensorischer Tests mit geschulten Verkostern, die den Barrique-Geschmack eindeutig dieser Verbindung zuordnen konnten. Die Ergebnisse erklären, warum selbst kleine Unterschiede in Ausbau, Fassart und Lagerdauer den Geschmack von im Barrique gereiften Weinen stark beeinflussen und könnten Winzern helfen, das gewünschte Aroma gezielter zu steuern.
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Sehr, wirklich sehr empfehlenswert, geradezu unbedingt empfehlenswert sind die vier Vorlesungen an der Uni Mainz im Rahmen der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 16.4.2019 • 7.5.2019 • 21.5.2019 • 4.6.2019 . In der erst vergangenen Dezember ausgestrahlten Sendung im WDR (2025) ‚Ausgerechnet Parfüm‘ ist Dr. Hanns Hatt ab Minute 14 im Gespräch zu sehen. Vor exakt 10 Jahren (Juni 2016) wurde dieser kurzweilig-kurze und humorvolle Vortrag Immer der Nase nach – Wie Düfte unser Leben bestimmen über die Nase, die NIE schläft, auch über die Riechfähigkeiten von Embryonen und riechtechnisch nicht kompatible Partner, in alpha – dem Bildungskanal ausgestrahlt.
Viele frühere Blog-Artikel samt einiger Pressemeldungen der Uni Bochum über spannende Forschungsergebnisse von Prof. Dr. Hanns Hatt sind hier auf dieser Seite nachzulesen.
Im Folgenden meine bereits vergangenes Jahr angefertigte Liste von Studien rund um Riechrezeptoren am und im menschlichen Körper (mit und ohne Krebs-Wachstum), welche ich immer wieder zu Rate ziehe (damit ich nicht so viel suchen muss, denn mein Computer ist voll von vielen dieser Arbeiten und Texte, in ganz unterschiedlichen verstreuten Dateien); die meisten sind in den verlinkte früheren Blogartikeln vorgestellt und erklärt:
Weidinger D, Jamal Jameel K, Alisch D, Jacobsen J, Bürger P, Ruhe M, Yusuf F, Rohde S, Störtkuhl K, Kaufmann P, Kronsbein J, Peters M, Hatt H, Giannakis N, Knobloch J. OR2AT4 and OR1A2 counterregulate molecular pathophysiological processes of steroid-resistant inflammatory lung diseases in human alveolar macrophages. Mol Med. 2022 Dec 12;28(1):150. doi: 10.1186/s10020-022-00572-8. PMID: 36503361; PMCID: PMC9743598.
Lee SJ, Depoortere I, Hatt H. Therapeutic potential of ectopic olfactory and taste receptors. Nat Rev Drug Discov. 2019 Feb;18(2):116-138. doi: 10.1038/s41573-018-0002-3. PMID: 30504792.
Chéret J, Bertolini M, Ponce L, Lehmann J, Tsai T, Alam M, Hatt H, Paus R. Olfactory receptor OR2AT4 regulates human hair growth. Nat Commun. 2018 Sep 18;9(1):3624. doi: 10.1038/s41467-018-05973-0. PMID: 30228264; PMCID: PMC6143528.
Weber L, Schulz WA, Philippou S, Eckardt J, Ubrig B, Hoffmann MJ, Tannapfel A, Kalbe B, Gisselmann G, Hatt H. Characterization of the Olfactory Receptor OR10H1 in Human Urinary Bladder Cancer. Front Physiol. 2018 May 16;9:456. doi: 10.3389/fphys.2018.00456. PMID: 29867524; PMCID: PMC5964926.
Weber L, Maßberg D, Becker C, Altmüller J, Ubrig B, Bonatz G, Wölk G, Philippou S, Tannapfel A, Hatt H, Gisselmann G. Olfactory Receptors as Biomarkers in Human Breast Carcinoma Tissues. Front Oncol. 2018 Feb 15;8:33. doi: 10.3389/fonc.2018.00033. PMID: 29497600; PMCID: PMC5818398.
Jovancevic N, Khalfaoui S, Weinrich M, Weidinger D, Simon A, Kalbe B, Kernt M, Kampik A, Gisselmann G, Gelis L, Hatt H. Odorant Receptor 51E2 Agonist β-ionone Regulates RPE Cell Migration and Proliferation. Front Physiol. 2017 Nov 30;8:888. doi: 10.3389/fphys.2017.00888. PMID: 29249973; PMCID: PMC5714887.
Weber L, Al-Refae K, Ebbert J, Jägers P, Altmüller J, Becker C, Hahn S, Gisselmann G, Hatt H. Activation of odorant receptor in colorectal cancer cells leads to inhibition of cell proliferation and apoptosis. PLoS One. 2017 Mar 8;12(3):e0172491. doi: 10.1371/journal.pone.0172491. PMID: 28273117; PMCID: PMC5342199.
Gelis L, Jovancevic N, Bechara FG, Neuhaus EM, Hatt H. Functional expression of olfactory receptors in human primary melanoma and melanoma metastasis. Exp Dermatol. 2017 Jul;26(7):569-576. doi: 10.1111/exd.13316. Epub 2017 Apr 21. PMID: 28191688.
Wolf S, Gelis L, Dörrich S, Hatt H, Kraft P. Evidence for a shape-based recognition of odorants in vivo in the human nose from an analysis of the molecular mechanism of lily-of-the-valley odorants detection in the Lilial and Bourgeonal family using the C/Si/Ge/Sn switch strategy. PLoS One. 2017 Aug 1;12(8):e0182147. doi: 10.1371/journal.pone.0182147. PMID: 28763484; PMCID: PMC5538716.
Gelis L, Jovancevic N, Veitinger S, Mandal B, Arndt HD, Neuhaus EM, Hatt H. Functional Characterization of the Odorant Receptor 51E2 in Human Melanocytes. J Biol Chem. 2016 Aug 19;291(34):17772-86. doi: 10.1074/jbc.M116.734517. Epub 2016 May 18. PMID: 27226631; PMCID: PMC5016170.
Wolf S, Jovancevic N, Gelis L, Pietsch S, Hatt H, Gerwert K. Dynamical Binding Modes Determine Agonistic and Antagonistic Ligand Effects in the Prostate-Specific G-Protein Coupled Receptor (PSGR). Sci Rep. 2017 Nov 22;7(1):16007. doi: 10.1038/s41598-017-16001-4. PMID: 29167480; PMCID: PMC5700038.
Kalbe B, Schulz VM, Schlimm M, Philippou S, Jovancevic N, Jansen F, Scholz P, Lübbert H, Jarocki M, Faissner A, Hecker E, Veitinger S, Tsai T, Osterloh S, Hatt H. Helional-induced activation of human olfactory receptor 2J3 promotes apoptosis and inhibits proliferation in a non-small-cell lung cancer cell line. Eur J Cell Biol. 2017 Jan;96(1):34-46. doi: 10.1016/j.ejcb.2016.11.004. Epub 2016 Dec 5. PMID: 27939274.
Kalbe B, Schlimm M, Wojcik S, Philippou S, Maßberg D, Jansen F, Scholz P, Luebbert H, Ubrig B, Osterloh S, Hatt H. Olfactory signaling components and olfactory receptors are expressed in tubule cells of the human kidney. Arch Biochem Biophys. 2016 Nov 15;610:8-15. doi: 10.1016/j.abb.2016.09.017. Epub 2016 Sep 28. PMID: 27693121.
Kalbe B, Knobloch J, Schulz VM, Wecker C, Schlimm M, Scholz P, Jansen F, Stoelben E, Philippou S, Hecker E, Lübbert H, Koch A, Hatt H, Osterloh S. Olfactory Receptors Modulate Physiological Processes in Human Airway Smooth Muscle Cells. Front Physiol. 2016 Aug 4;7:339. doi: 10.3389/fphys.2016.00339. PMID: 27540365; PMCID: PMC4972829.
Manteniotis S, Wojcik S, Brauhoff P, Möllmann M, Petersen L, Göthert JR, Schmiegel W, Dührsen U, Gisselmann G, Hatt H. Functional characterization of the ectopically expressed olfactory receptor 2AT4 in human myelogenous leukemia. Cell Death Discov. 2016 Jan 25;2:15070. doi: 10.1038/cddiscovery.2015.70. PMID: 27551494; PMCID: PMC4979481.
Manteniotis S, Wojcik S, Göthert JR, Dürig J, Dührsen U, Gisselmann G, Hatt H. Deorphanization and characterization of the ectopically expressed olfactory receptor OR51B5 in myelogenous leukemia cells. Cell Death Discov. 2016 May 9;2:16010. doi: 10.1038/cddiscovery.2016.10. PMID: 27551504; PMCID: PMC4979495.
Flegel C, Vogel F, Hofreuter A, Schreiner BS, Osthold S, Veitinger S, Becker C, Brockmeyer NH, Muschol M, Wennemuth G, Altmüller J, Hatt H, Gisselmann G. Characterization of the Olfactory Receptors Expressed in Human Spermatozoa. Front Mol Biosci. 2016 Jan 7;2:73. doi: 10.3389/fmolb.2015.00073. PMID: 26779489; PMCID: PMC4703994.
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Maßberg D, Simon A, Häussinger D, Keitel V, Gisselmann G, Conrad H, Hatt H. Monoterpene (-)-citronellal affects hepatocarcinoma cell signaling via an olfactory receptor. Arch Biochem Biophys. 2015 Jan 15;566:100-9. doi: 10.1016/j.abb.2014.12.004. Epub 2014 Dec 13. PMID: 25513961.
Flegel C, Manteniotis S, Osthold S, Hatt H, Gisselmann G. Expression profile of ectopic olfactory receptors determined by deep sequencing. PLoS One. 2013;8(2):e55368. doi: 10.1371/journal.pone.0055368. Epub 2013 Feb 6. PMID: 23405139; PMCID: PMC3566163.
Neuhaus EM, Zhang W, Gelis L, Deng Y, Noldus J, Hatt H. Activation of an olfactory receptor inhibits proliferation of prostate cancer cells. J Biol Chem. 2009 Jun 12;284(24):16218-16225. doi: 10.1074/jbc.M109.012096. Epub 2009 Apr 23. PMID: 19389702; PMCID: PMC2713531.
Abbildungen: Labor Foto von Julia Koblitz auf Unsplash, Vortrag in Eppan „Immer der Nase nach“ (mit Grafik im Hintergrund): Doris Karadar
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Sehr traurig. Eine so spannende Persönlichkeit!
Danke für den tollen Beitrag!
Danke für diese Rückmeldung!
Liebe Eliane,
Danke für deinen einfühlsamen und ausführlichen Beitrag zum Tod von Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt. Ein großer wissenschaftlicher und ganzheitlicher Denker.
Wir hatten das Glück, dass wir persönliche Übertragungen und tiergehenden Austausch mit ihm pflegen durften.
Er lud mich z. B. ein die Aromaküche vor vielen Jahren in Bochum an der Uni mit einigen seiner Studenten zu praktizieren und gemeinsam zu genießen. Mit Oliva Maitra, Innenarchitektin, besuchten wir ihn im Institut und er gab uns wertvolle Inspirationen, für die Bedeutung von Zahnarztpraxen gegen Angst. Es war immer sehr persönlich und voller Interesse, was wir in diesem Bereich der Aromatherapie und Aromakultur praktizierten.
Wie du schreibst, er hatte soviele Interessen und einen sehr offenen Geist, was für eine Inspiration und ein großer Verlust für die Riechwelt,
Das letzte Mal als ich ihn sprach war im Herbst 25, mit der Bitte für ein Vorwort zu unserem jetzt erschienen Buch NaturResileinz indem ätherische.Öle, Anker setzen und Verbindungen schaffen. Er bedauerte es sehr nicht mitwirken zu können, da er nicht mehr richtig lesen konnte, es war zu beschwerlich für ihn, wir wollten nach dem Erscheinen in Austausch gehen, dazu ist es dann nicht mehr gekommen.
In großer Dankbarkeit und Verbundenheit, Sein Wirken tragen wir weiter und schenkt uns die Kraft weiter auf dem Weg der Naturdüfte, Aromatherapie und Aromakultur zu gehen. Maria M. Kettenring
Danke liebe Maria, dass du meine Zeilen ergänzt. Ach wie schrecklich, dass er Probleme mit den Augen hatte, ein Albtraum für jemanden, der das Allerkleinste, das „die Welt zusammenhält“ jahrzehntelang beobachtete…
Ein respektvoller Nachruf für einen außergewöhnlichen Menschen. Ich durfte ihn mehrfach live erleben und Prof Hatt hat mich jedes Mal aufs Neue fasziniert.
Er wird sehr fehlen.🖤
Danke liebe Anna. Er war wirklich sehr, sehr besonders, im allerpositivsten Sinn.
Danke Eliane, für diesen sehr schönen und informativen Nachruf! Ich bin immer wieder beeindruckt, was du alles an Studien zusammen trägst!
Danke! Ja, vor einem Jahr war bereits ein ähnlicher Artikel geplant und ich wollte mir einen Überblick verschaffen, über seine Studien, die unsere Arbeit betreffen.
Habe gerade heute Vormittag eine Podcastfolge mit ihm gehört.(SWR, 2025)
Einer der Menschen die fehlen werden. 😒
Er muss also vergangenes Jahr noch fit gewesen sein,
🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤🖤
Genau, unfassbar traurig, ich komme mir vor als hätte ich diesen Artikel in einem doofen Traum geschrieben und beim Aufwachen ist er wieder für eine Konferenz angekündigt.