Ein Geschenk, das immer gut ankommt, ist ein beduftetes Buch (tja, mal etwas das nicht mit dem Kindle geht ūüėČ ). Man tropft etwas √§therisches √Ėl auf ein paar Streifen K√ľchenpapier oder Papiertaschentuch und legt sie so zusammengefaltet an einige Stellen in ein passendes Buch, so dass keine √Ėleflecken auf dem Papier entstehen. In eine Plastikt√ľte gut einwickeln und mindestens eine Woche ziehen lassen. L√§sst sich f√ľr’s kleine Budget auch prima mit Briefpapier machen oder – noch preiswerter und doch effektiv – mit einem Packen buntem Kopierpapier, eventuell in allen Farben des Regenbogens.

Ich habe mit dem bedufteten Buch Iris, das ist ein wundersch√∂nes spirituelles M√§rchen von Hermann Hesse, immer wieder erstaunte Komplimente bekommen. Die Original-Zeichnungen von Peter Dorn in der handgeschriebenen Ausgabe vom Silberschnur Verlag hatte ich vor fast 25 Jahren life gesehen, auf matten Packpapier pastellig gezeichnet sahen sie umwerfend aus, in der gedruckten Version geht nat√ľrlich etwas vom Zauber verloren. Doch es fragte schon mal jemand ungl√§ubig: ich bilde mir ein, diese sch√∂ne Iriszeichnung duftet…. Das in Alkohol gel√∂ste Iris√∂l von Primavera ist f√ľr diesen Zweck besonders geeignet: es ist erschwinglich, bereits verd√ľnnt ¬†und damit nicht f√§rbend und fein-pudrig-holzig-veilchenartig duftend. Ein Tupfer Vanille w√ľrde auch noch zum Buch passen (Vorsicht, Papier gut einschlagen, sonst Fleckengefahr, aufpassen auch bei den preiswerteren und nicht so fein duftenden Iris-Absolues).

Zitrus- und Nadel√∂le sind f√ľr beduftete Papiere nicht gut geeignet, da sie nach Oxidation, die in so feinen √Ėleschichten recht schnell erfolgt, unangenehm terpentinig¬†riechen werden.