Ich versuche in meinen Fortbildungen immer wieder klar zu machen, dass wir Aroma-Leute FÜR einen Menschen arbeiten und nicht allzu sehr GEGEN seine Symptome, welchen kompliziert klingenden Namens auch immer, ankämpfen sollten. Ich versuche auch immer die Nase der betreffenden Perosn zu befragen, die momentanen Duftvorlieben in meine unterstützende Öleauswahl einzubeziehen. Am Beispiel Schwindel möchte ich das illustrieren.

Es galt ein Konzept für eine rüstige Rentnerin zusammen zu stellen, die seit vielen Jahren an lästigen Schwindelanfällen leidet. Die „Schulmedizin“ konnte ihr bislang nicht wirklich helfen, homöopathische Mittel wirkten „nur einigermaßen“. Schwindel kann insbesondere bei älteren Menschen unnötige Stürze verursachen, diese können eine Kette von leichten oder gar lebensbedrohlichen Zuständen nach sich ziehen (beispielsweise Brüche und Operationen mit anschließendem MRSA-Befall). Diese Bekannte hatte vor Jahrzehnten einen Unfall, der ihre Halswirbelsäule geschädigt hatte, vermutlich kommen ihre Symptome daher. Ein (inzwischen bestens überstandener) recht schwerer Schlaganfall vor einigen Jahren tat sein Übriges.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für AromatherapieIch muss dazu sagen, dass ich mich bislang noch nie mit diesem Thema beschäftigt hatte. Ich lehre jedoch stets, auf die Sprache der KlientInnen zu achten. Wenn beispielsweise öfters das Wort „zu“ fällt (im Sinne von zu hoch, zu dick, zu rot, zu angespannt), stammt der Symptomen-Komplex vermutlich aus einer Dysbalance: Irgendetwas ist gründlich aus dem Lot geraten.

Auch die Körpersprache kann dieses Nicht-in-seiner-Mitte-ruhen andeuten. In diesem Falle greife ich gerne zu

  • Rosengeranienöl (Pelargonium asperum oder P. graveolens bei Farfalla oder bei Feeling) oder
  • Indianernessel (Monarda fistulosa Ct. Geraniol, von Jophiel, nur in der Schweiz von Florentia) und/oder zu
  • Basilikumöl (Ocimum basilicum Ct. Linalool bei Farfalla oder Ct. Methylchavicol bei Feeling).

So schnürte ich also ein Paket aus harmonisierenden, entkrampfenden und auch sanft durchblutungsfördernden Düften. Eine der Mischungen soll als Salbe rund um die Ohren und im Bereich der  Halsschlagadern aufgetragen werden (Gleichgewichtssinn regulieren und bessere Versorgung der lokalen Durchblutung), darin ist anregendes Rosmarinöl (Farfalla Feeling) und auch den feinen sanft anregend wirksamen Duft aus den Nadeln der Balsamtanne (Farfalla) enthalten:

Sheabutter bzw Kokosfett in einem sehr saueren Schraubglas im nicht zu heißen Wasserbad sanft schmelzen, dann Jojobaöl dazu geben. Nach Abkühlen die ätherischen Öle hinzufügen, umrühren, fest werden lassen. 2-3x täglich rund um die Ohrmuscheln einreiben, jedoch nicht abends, es kann stark anregend wirken. Wem das zu umständlich erscheint, nimmt statt der ersten beiden Zutaten nur 30 ml Johanisskrautöl oder gar nur Olivenöl.

Die zweite Rezeptur kann als Körperöl wie eine Bodylotion verwendet werden oder nur auf Arme oder Füße (oder wie es beliebt) eingerieben werden. Ich habe das inzwischen leider seltene nordafrikanische Myrtenöl rein gegegeben, Myrte (Myrtus communis Ct. Myrtenylacetat bei Feeling) gilt in der englischsprachigen Welt als DAS Öl bei Schwindel (meistens nur erhältlich Myrte grün: Farfalla):

  • 50 ml Bio-Jojobaöl
  • 10 Tropfen Myrte
  • 10 Tropfen eines Lieblings-Zitrusöles (oder mehrerer, zusammen 10 Tr.)
  • 5 Tropfen Rosengeranie

Alles gut mischen, jeden Morgen und eventuell abends nach Belieben einreiben, mindestens auf die inneren Unterarme inkl. Pulsbereich, ggfs den ganzen Körper.

Die dritte Kombination von Ölen habe ich als erfrischendes und doch entspannend wirksames Decolletéspray zubereitet, damit kann die aktive Rentnerin immer etwas in ihrer Nähe versprühen und gleichzeitig davon einatmen (im Winter könnte es auch eine Heizungsauflage-Mischung sein):

  • 50 ml Wodka
  • 15 Tropfen eines Lieblings-Zitrusöles (oder mehrerer, zusammen 15 Tr.)
  • 10 Tropfen Rosengeranie

Alles in einer Braunglas-Sprühflasche mischen, nach Bedarf im Raum versprühen, gerne auch mal etwas vom Sprühstoß einatmen.

statt gegen Symptome lieber für den Menschen arbeitenDas erste Feedback: Die sehr unternehmungslustige Frau war auf einer Gartenausstellung und konnte ihre Freude kaum fassen, als sie bemerkte, dass sie nun wieder hoch hinauf in Bäume hinein schauen kann, ohne dass eine unfreiwillige Karussel-Fahrt droht. Klar, diesem Hobby nachzugehen und die damit verbundene Freude mögen für einen „Schulmediziner“ eher lächerlich erscheinen, doch für diesen speziellen Menschen ist durch die sehr disziplinierte Anwendung der Naturdüfte wieder ein wichtiges Stück Lebensqualität zurück gekehrt. Und sie bemerkte noch: Ich rieche nun soooo gut! Was will man mehr: Aromapflege als wundervolle Ergänzung zur medizinischen Betreuung („komplementär“ und nicht „alternativ“ stattdessen). Die verblüffenden nächsten Feedbacks sind hier nachzulesen.

Idealerweise sollten ergänzende folgende hochwertige Tinkturen von Ceres eingenommen werden:

  • Ginkgoblätter-Urtinktur
  • Mistel-Urtinktur
  • Wilde Möhren-Komplex

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