Rosenhydrolat lindert Angst bei Hämodialyse

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

Angst ist ein steter Begleiter bei schweren Krankheiten, Angst befindet sich meistens im Gepäck, wenn jemand ins Krankenhaus „einziehen“ muss und erst recht, wenn jemand aufgrund eines Notfalles eingeliefert werden muss. Die Angst ist manchmal fast riechbar (Angstschweiß), dazu kommen Gerüche, die nach Operation, Desinfektion, Medikamenten, Ausscheidungen, Verkeimung und gar Verwesung riechen.

In einem der Ur-Heimatländer der Rosendestillation Iran untersuchte man bei Patienten mit Nierenversagen im Endstadium, wie sich Rosenhydrolat auf deren Ängste auswirkt. In einer randomisierten Arbeit wurden 46 Hämodialyse-PatientInnen in zwei Gruppen aufgeteilt: In der einen Gruppe wurde vier Wochen lang Rosenhydrolat eingeatmet, in der Kontrollgruppe wurde nichts in diese Richtung unternommen. Vor dem Experiment, nach zwei Wochen und nach vier Wochen wurde das Ausmaß der Angstsymptome anhand einer international anerkannten standardisierten Skala protokolliert (Spielberger Angstskala). Den Link zur Studie und weitere Details aus dem englischsprachigen Abstract finden Sie HIER.

Eliane Zimmermann AiDA Schule für Aromatherapie

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In der „Rosengruppe“ leitete man die PatientInnen an, drei Tropfen eines auf 25% verdünntes Rosenhydrolat auf ein sauberes und saugfähiges Baumwolltaschentuch zu geben. Dieser Duft sollte vier Wochen lang vor dem Schlafengehen 15 bis 20 Minuten eingeatmet werden und auch jeweils 15 bis 20 Minuten vor jeder Dialyse-Sitzung.

rose_phenylethanol_beschrDie regelmäßige Inhalation von Rosenwasser führte zu einer signifikanten Reduktion (P < 0.001) sowohl der „Angst als Zustand“ (in diesem Moment > STATE) als auch der „Angst als Eigenschaft“ (im Allgemeinen > TRAIT) im Vergleich zur Kontrollgruppe. Die Wissenschaftler schlussfolgern daraus, dass Rosenhydrolat den emotionalen und spirituellen Zustand von Patienten während der Hämodialyse verbessern kann.

Diese Wirkung hat sicherlich nicht nur einen psychologisch-placebomäßigen, sondern auch einen rationalen Hintergrund, denn gutes Rosenhydrolat enthält einen nicht unerheblichen Anteil an stimmungsaufhellendem Phenylethanol (Phenylethylalkohol). Synthetisches „Rosenwasser“, das oft in Apotheken erhältlich ist, hat vermutlich nicht diese deutliche Wirkung. Farzaneh Barati, Ahmad Nasiri, Negarin Akbari, Gholamreza Sharifzadeh. The Effect of Aromatherapy on Anxiety in Patients. Nephrourol Mon. 2016 September; 8(5):e38347 diese Studie vom September 2016 kann hier (klick!) kostenlos herunter geladen werden.

Eliane Zimmermann
Über Eliane Zimmermann 738 Artikel
Seit 1992 gebe ich fundiertes Wissen über Aromatherapie weiter, am liebsten inmitten der subtropischen Pflanzenwelt meiner Wahlheimat Irland. Ich schrieb sieben Bücher zum Thema :||: In my aromatherapy school I have been educating since 1992, I published seven books Mehr Infos zur Autorin finden Sie hier

1 Kommentar

  1. Danke für die Info. Ich bin zwar kein Dialysepatient, aber ein Angstpatient und ich gehe schon seit gut einem Jahr nicht mehr ohne einen Taschenzerstäuber Rosenhydrolat aus dem Haus. Morgens nehme ich eine „Gesichtsdusche“ – ist nicht nur gut für die Seele, sondern auch für Haut.

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