Fabeln ätherische Öle betreffend (Teil 1)

Eliane Zimmermann Schule für Aromatherapie

Seit über einem Jahrzehnt stolpere ich regelmäßig über Behauptungen zur Aromatherapie und Aromapflege, die für mich nicht einleuchtend klingen. Einiges davon konnte ich bislang klären und gerade rücken. Das mache ich vor allem für mich und mein wissensbegieriges Hirn sowie für meine KursteilnehmerInnen. Doch ich teile solche Aktualisierungen des noch jungen Wissens rund um ätherische Öle auch gerne mit Menschen, die sich ebenso daran erfreuen, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Seit über 30 Jahren bin ich in dieser duften Materie nun zu Hause, doch manchmal ist es wirklich frustrierend, wie viele Wissenslücken ich bei mir noch aufdecke. Umso erstaunlicher finde ich, dass es immer mehr Menschen gibt, die allen Ernstes glauben und davon überzeugt sind, dass sie eine verantwortungsvolle berufliche Tätigkeit nach wenigen Wochenenden Produktschulung ausüben können (in welchen Beruf oder bei welcher ernst gemeinsten Tätigkeit geht das überhaupt???).

Überhaupt spielt GLAUBE in unserer Branche eine immer stärkere Rolle: Menschen werden mit Hilfe einer spannenden Rhetorik dazu bewegt Dinge zu glauben, die schlichtweg nicht den Tatsachen entsprechen. Die Beispiele sind zahlreich, denn immer mehr MissionarInnen sind auf dem duften Weg unterwegs. Von einer seriösen Ausbildung, geschweige denn von evidenzbasiertem Wissen, sind diese Schnellschuss-ExpertInnen tatsächlich Galaxien entfernt, das erlebt wohl jede von uns Dozentinnen tagtäglich in Gesprächen und auch anhand der E-Mail-Anfragen, die wir alle regelmäßig erhalten. Da ich in grauer Vorzeit Sektenbeauftragte meines Gymnasiums war, bin ich sensibilisiert und auch sehr beunruhigt über diese Strömungen.

Als ich in die Naturdüfte-Welt einstieg, und freilich auch bereits davor, gab es nur recht übersichtliches Wissen über ätherische Öle, die meisten Informationen gab es aus der Parfümbranche, die auch heute immer noch eine Großkunde bei Ätherisch-Öl-Produzenten und entsprechenden Großhändlern ist.

Man wusste damals bereits recht viel beispielsweise über die Zusammensetzung, die Verträglichkeit und die psychische Wirkung von Duftstoffen, differenzierte jedoch eher selten, ob diese natürlichen Ursprungs sind oder isolierte und synthetische Rohstoffe. Was man nicht wusste, entnahm man gerne mehr oder weniger anerkannten Kräuterbüchern. Diese berichteten jedoch fast ausnahmslos nur über Kräuterauszüge.

Die meisten Pioniere der Aromabranche kannten schlichtweg kaum den Unterschied zwischen alkoholischen und wässrigen Heilkräuterauszügen und destillierten ätherischen Ölen. Destillation in gigantischen Mengen gibt es einfach noch nicht sehr lange. Therapieähnliche Anwendungen der destillierten Naturdüfte s ind noch jung (siehe Link zum Film unten). Schriftliche Hinweise dazu, die durch viel Ausprobieren zu Zufall entstanden sind, gibt es es seit den Vierziger Jahren, damals auch zunächst nur auf Französisch. Es wurde falsch übersetzt und Fehler wurden ohne Nachzudenken abgeschrieben und immer wieder kopiert. So entstanden Fabel wie die folgende Mär, zum Glück ist sie nur noch sehr selten zu finden. Heute sind wir in diesem Bereich sehr viel fortgeschrittener, auch wenn trotz unzähliger Studien noch sehr vieles im Unklaren bleibt. Darum werde ich in dieser Serie einige Märchen über ätherische Öle klar stellen.

Fabel 1: Zitronenöl, Vitamine und Antiaging

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieZitronenöl enthält KEINE Vitamine wie beispielsweise Vitamin C (Ascorbinsäure), denn dieses ist wasserlöslich. Ätherische Öle enthalten keine nennenswerten Anteile an wasserlöslichen Molekülen, denn sie sind von Natur aus fettlöslich (lipophil). Doch genau so wie Zitronensaft dieses wunderbare Antiaging-Vitamin enthält, so enthält der Saft auch Spuren von Vitamin K (obwohl dieses lipophil ist) sowie etliche andere Vitamine und Mineralien. Nichts davon ist im Zitronenöl enthalten.

Auch wenn es keine klare Beweislage gibt, dass Zitronenöl antioxidativ und „verjüngend“ wirkt, können wir bei Betrachtung des „Verhaltens“ des Haupt-Inhaltsstoffes von Zitronenöl (aus der geraspelten Schale gewonnen) davon ausgehen, dass sehr frisches Zitronenöl tatsächlich eine gewisse antioxidative, auf neudeutsch Antiaging-Wirkung aufweist. Denn dieses Molekül namens d-Limonen (korrekter: (R)-(+)-Limonen und D-(+)-Limonen), es ist bis zu circa 75 Prozent im Zitronenöl enthalten, hat eine hohe Affinität zu Sauerstoff-Molekülen. Ob es diese in der angebrochenen Öleflasche wie magisch anzieht oder im Körper des Öleanwenders, scheint keinen großen Unterschied zu machen. Laut einigen Meinungen könnten limonen-haltige ätherische Öle darum freie Sauerstoffradikale, die uns krank machen können, wenn sie im Übermaß in unserem System zugange sind, „anziehen und eliminieren“.

Doch ich konnte bislang keine hundertprozentige Evidenz dafür finden (was nichts heißt, ich bin keine Wissenschaftlerin, sondern „nur“ eine stets hinterfragende Aromatherapeutin!). In einer  Studie aus 2018 konnte allerdings diese Radikalefänger-Eigenschaft für ein Zitrusöl aus der Citrus myrtifolia Raf. (Chinotto) nachgewiesen werden, deren ätherisches Öl unterscheidet sich im Wesentlichen von Zitronenöl durch seinen Gehalt an Linalyacetat, enthält jedoch auch reichlich d-Limonen [Plastina P, Apriantini A, Meijerink J, Witkamp R, Gabriele B, Fazio A. In Vitro Anti-Inflammatory and Radical Scavenging Properties of Chinotto (Citrus myrtifolia Raf.) Essential Oils. Nutrients. 2018 Jun 18;10(6)].

Der heutig immer mehr nachgebetete Unsinn, ständig mehrere Tropfen Zitronenöl in Wasser zu geben und zu trinken, basiert auf purer Unkenntnis über Nahrungsmittelzusätze, über die Zusammensetzung dieses Öles und über Dosierungsempfehlungen. Wasser vermischt sich nicht mit lipophilen Substanzen! Und Kohlensäure im Wasser ist kein Emulgator, sie lediglich die Tropfen des ätherischen Öles etwas „zerschießen“, doch die entstehenden kleineren Tropfen können immer noch reizend auf die Schleimhäute von Mund, Speiseröhre und Magen wirken. Insbesondere bei Kindern, denen dieser Unsinn immer öfter zugemutet wird, weil Zitronenöl als Wundermittel bei Infektanfälligkeit gilt. Selbstverständlich enthalten auch kommerzielle Cola-Getränke und Bitter Lemon Zitrusöl, doch nur winzige Mengen! Also bitte, warum nicht wieder zurück zur guten alten Limonade, mit ausgepresstem Bio-Zitronensaft und ggfs etwas Zucker, zahnfreundlichem Birkenzucker (Werbung) oder Agavensirup?! Damit kommen wir gleich zur nächsten Fabel:

Fabel 2: Zitronenöl und die angeblich anregende Wirkung

„Zitronenöl wirkt anregend, insbesondere auf Kinder.“ Diesen Satz habe ich so weder an mir noch bei meinen Klienten und Kindern erfahren. Auch kann diese Behauptung nicht von den Inhaltsstoffen dieses ätherischen Öles abgeleitet werden. Weder wirken das bis zu dreiviertel im ätherischen Öl enthaltene d-Limonen anregend (man denke nur an die Studien mit Orangen– oder Bergamotteöl, mit ähnlicher Zusammensetzung, diese belegten, dass beide Öle ganz klar leicht beruhigend und angstlösend wirken). Weiterhin sind einige andere Monoterpene sowie kleine Mengen an Monoterpenolen enthalten, diese wirken nicht zwangsläufig anregend. Doch es sind auch kleine Mengen an entspannend wirksamen Furocumarinen, Monoterpenaldehyden und sogar beruhigenden Monoterpenestern enthalten!

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDie vermeintlich anregende Wirkung kommt vermutlich von der frischen Duft-Impression: Osmologisch betrachtet ist es ein Öl, das den Kopfbereich erfrischt, klarer macht. Frühe Konzentrations-Experimente konnten das auch zeigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jemand von Zitronenöl nicht schlafen kann oder völlig aufgekratzt wird. Ich spreche bei solche Ölen gerne von beruhigender Erfrischung und erfrischender Beruhigung. Zitronenöl kann beim entspannten Nachdenken helfen WERBUNG auch beim unzappeligen Erledigen der Hausaufgaben und beim unaufgeregten Absolvieren von herausfordernden beruflichen Aufgaben. Man wird nicht aufgekratzt, so wie möglicherweise bei der Anwendung von Pfefferminzöl, Rosmarinöl oder oder gar Kampferöl. Es kann durch dieses Öl  müheloser werden, seine Ziele besser zu fokussieren als ohne das Öl. Freilich gibt es immer wieder Menschen, die ganz anders und sogar gegenteilig reagieren! Übrigens kann das Einnehmen von Vitamin C am Abend den Schlaf von empfindlichen Menschen stören, darum ist es gut möglich, dass die Fabel vom „anregenden Zitronenöl“ tatsächlich aus der alten nicht korrekten Übernahme her rührt: „Zu viel Zitronensaft am Abend hindert am Einschlafen“.

Fabel 3: Johanniskrautöl und vermeintliche Gefahren

Seit der Invasion des Pharmamarktes mit isolierten, hoch konzentrierten und wirklich effektiven sowie lukrativen Johanniskraut-Medikamenten, geistert das Gespenst vom gefährlichen Johanniskrautöl unter Aromapflegenden und Aromatherapeutinnen. Dazu schrieb ich diesen Blogbeitrag.

Fabel 4: René-Maurice Gattefossé und sein Unfall

Wie eine richtige Geisterstory weht der Mythos um den Chemiker und Parfüm-Entwickler René-Maurice Gattefossé (1881-1950) durch unsere Branche, erst kürzlich las ich sie 😉 : Er habe seine Hand verbrannt, sie in einem Pott Lavendelöl „gelöscht“ und gekühlt, daraufhin keine Schmerzen gehabt und somit die Aromatherapie „wiederentdeckt“ (angeblich von den alten Ägyptern, die zwar mit aromatischen Substanzen arbeiten, aber keine reinen ätherischen Öle in unserem Sinne zur Verfügung hatten). Laut einem der Pioniere der neuzeitlichen Aromatherapie Robert Tisserand – er hat immerhin die Übersetzung von Gattefossés französischsprachigem Buch „Aromathérapie“ (1937) ins Englische (1993) ausführlich begleitet und kommentiert – verhielt sich die Sache völlig anders. Der genaue Wortlaut ist auf „Tisserand’s Space“ auf der Website seiner ehemaligen Firma nachzulesen.

Außerdem: Welcher ersthaft arbeitende und um sein Leben bemühte Chemiker würde einen ganzen Pott, in den Arme oder Hände rein passen, in sein Labor stellen…??? Lavendelöl ist eine hoch brennbare Flüssigkeit!

Laut seiner eigenen Schilderung in seinem Buch ‚Aromatherapie‘ (WERBUNG deutsche Übersetzung aus dem AT Verlag  vergriffen, noch 5 Exemplare beim Bücherriesen sind zu haben, zwei Exemplare habe ich bei Medimops gesichtet) war Gattefossé, dessen Körper wegen einer Chemikalienexplosion im Jahr 1910 (oder nur die Arme? „after a laboratory explosion covered me with burning substances“) richtig brannte, ins Freie gestürzt und wälze sich im Gras, um die Flammen zu ersticken. Danach entwickelte sich an beiden Händen ein Wundbrand (der durch das Bakterium Clostridium perfringens ausgelöst wird (siehe Buchseite links) – dieses kommt beispielsweise im Boden vor). Seinerzeit verstarben noch ein Viertel der infizierten Menschen an der sich sehr rasch ausbreitenden Gangrän, zumindest war sie ein Grund zur Amputation der befallenen Gliedmaße in den Kriegen vor dem zweiten Weltkrieg. Diese Erkrankung war dem Kriegs-Teilnehmer Gattefossé sicherlich in schlimmster Erinnerung.

Gattefossé vermerkte in seinem Buch, dass „nur eine Spülung mit Lavendelöl“ die bekannte Gasbildung im Gewebe stoppte. Er entwickelte sodann ein übermäßiges Schwitzen, doch am nächsten Tag setzte die Heilung ein. Und nur dank des Lavendelöles konnte er weitere Pioniere wie Jean Valnet und Marguerite Maury in dieser duftenden Wissenschaft unterrichten. Sein Sohn Henri-Marcel sowie sein Schwiegersohn Emile Mahler haben dieses Forschungsfeld maßgeblich weiter geführt. Valnets und Maurys Bücher lösten dann in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Aromatherapy-Boom in Großbritannien aus. Aber das ist eine andere Geschichte. Übrigens würde ich allen NeueinsteigerInnen den wunderbaren alten Film über Gattefossés Wirken ans Herz legen (38 Minuten, teilweise in schwarzweiß mit über 100 Jahre alten Filmaufnahmen, mit langsam und deutlich auf englisch gesprochenen Erklärungen).

Das sind die ersten vier Fabeln, munter zusammengestellt mit keiner spezifischen Gewichtung etwa nach „Schwere des Fehlers“ oder so ähnlich. Weitere Fabeln samt ihren Aufklärungen gibt es demnächst an dieser Stelle und auf meinem Seminar in der Vivere Schule für Aromapflege in der letzten Märzwoche (22./23. März bei Idar Oberstein, westlich von Koblenz und eine gute Stunde von Frankfurt entfernt mitten im schönen Hunrück).

Ich würde mich über Kommentare freuen und gerne noch ein paar mehr Fabeln, die ihr gefunden habt, in dieser Reihe versuchen aufzuklären oder sie zu verifizieren. Foto Gattefossé: www.gattefosse.com

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Eliane Zimmermann
Über Eliane Zimmermann 753 Artikel
Seit 1992 gebe ich fundiertes Wissen über Aromatherapie weiter, am liebsten inmitten der subtropischen Pflanzenwelt meiner Wahlheimat Irland. Ich schrieb sieben Bücher zum Thema :||: In my aromatherapy school I have been educating since 1992, I published seven books Mehr Infos zur Autorin finden Sie hier

9 Kommentare

  1. Liebe Eliane, danke für diesen prima Artikel. Freue mich auf deine Fortsetzung. Ich reibe mir oft verwundert manchmal auch entsetzt die Augen, was sich so alles tut. Um so wichtiger ist deine Arbeit.
    Seit zwei Jahrem im Ruhestand erfreue ich mich an der Natur und all den wunderbaren Ölen die mich seit 25 Jahren begleiten. Mittlerweile findet,nicht nur bei den Ölen ein maßloser,inflationärer Ausverkauf statt. Mein Bedarf an Jasminöl und Champaga steigt. Liebe duftende Grüße von Doris

      • Ja, so wundervoll diese Tröster für die zerknitterten Seelchen. Es betrübt mich aktuell sehr, wenn Menschen äth. Öle vermarkten und so viel an Unsinn erzählen. Auch nach 25 Jahren bin ich immer wieder am lernen und staunen.
        Deine Arbeit ist so wertvoll und wichtig.
        Grüße aus dem tiefen Wald
        Doris N

  2. Liebe Eliane,
    Danke für diese wundervollen Beitrag, er macht Lust auf mehr. Es ist wichtig, dass vernünftige Aufklärung in Sachen Aromatherapie/Aromapflege betrieben wird, damit „Du weißt schon wem“ mit Fakten entgegengetreten werden kann. Wie gut, dass wir da auf Deinen unermüdlichen Wissensdurst zählen können.
    Zum Johanniskrautmazerat habe ich etwas unter den betreffenden Artikel geschrieben.
    Liebe Grüße

  3. Liebe Eliane… DANKE! für diese aufklärenden Fabeln; bin schon auf die Fortsetzung gespannt. In meinem Bereich – Parfum, Parfumhitorsie“ – wundere ich mich auch immer wieder über wiedergkäute, leider unreflektierte Geschichten (teils dubios mythologisch). Ich bin an den letzten Seiten für mein neues ART PARFUM Buch bei dem ich einige „Filetstückchen“ aus der Parfumhistorie bringe. Unser Blick – gerade der von Frauen – sollte tiefer und zeitgemäßer zugleich sein – ein Beispiel:

    Heute schrieb ich über die Myrte… die Brautmyrte: Jungfrauen sind keineswegs immer nur zarte Wesen. Jungfräuliche Kräfte können durchaus etwas Wildes haben; gehören sie doch zu unseren Urkräften – Eigenschaften die man in früheren Zeiten mit der Myrte verband. Dabei sind die Kräfte der Jungfräulichkeit und der Gebärfähigkeit weitgehend die gleichen Kräfte, nämlich die der jungen Weiblichkeit. Die Myrte wurde der Schönheits- und Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Ihr zu Ehren flocht man Myrtenzweige in Brautsträuße ein; ein gewundener Myrtenkranz schmückte dabei die junge Braut.
    Ein geschlossener Myrtenkranz wurde auch als Symbol des Hymens einer Jungfrau verstanden; man hatte dabei die Lebenskräfte der Gebärfähigkeit einer jungen Frau im Sinn. Dagegen existierte – auch heute noch – eine Fixierung des Hymens aus einer patriarchalischen Einseitigkeit heraus. Vorstellungen betrieben in Mitteleuropa vorwiegend durch den Einfluss der katholischen Kirche, in anderen Gegenden der Erde u.a. durch den Islam bzw. durch alle altertümlichen und patriarchalischen Stammeskulturen. Man bildete sich ein, ein Recht auf diese männliche Fixierung zu haben; mit allen negativen Begleiterscheinungen für die Frau.
    (Textauszug aus „ART PARFUM – Neue Wege zu altem Wissen“, Autorin Beate Nagel, Buch erscheint im Frühling 2019)

    Mit herzlichem Gruß in diese feine Runde! Beate

    • Liebe Beate, wow, das ist ein wunderschöner Text über diese wunderschöne Pflanze, die hier in Südwest-Irland in mehreren Varianten vorkommt, unter anderem eine Myrte mit herzförmigen Blättern Myrtus obcordata, und die ganz früh blühenden Myrtus lechleriana und die als Unkraut überall verbreitete Myrtus luma (früher so genannt, jetzt heißt sie Luma apiculata). In meinem Garten habe ich auch die Brautmyrte und ihre leckere Verwandte mit Erdbeergeschmack: die Myrtus ugni (früher so genannt, jetzt heißt sie Ugni molinae)

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