Im Jahre 1986 veröffentliche Martin Henglein (1953 – 2021) die Methode der „Integralen Osmologie“ und sein berühmtes „Duftkreis-Modell“. Damit eröffnete sich ein neuer ganzheitlicher, humanistischer und phänomenologischer Ansatz in der Arbeit mit ätherischen Ölen.

Die Duftkommunikation meiner einstigen Schülerin Christine Lamontain ist von diesen Gedanken und deren Möglichkeiten getragen und hat sich in der Praxis sehr bewährt. Die von ihr entwickelte Technik  des Duftgespräch® ist eine individuelle und wertschätzende Form der „Duftarbeit“, die außerdem von der „Aktiven Dialogischen Kommunikation“ nach Gerhard Tiemeyer ( DGAM ) geprägt ist.

Christine Lamontain ist inzwischen selbst eine viel gefragte sehr aktive Dozentin, Impuls-Geberin und inspirierende Begleiterin von unzähligen Menschen, sie ist nun eigentlich im Rentenalter. Wenn ihr die Duftkommunikation nicht so unendlich viel Freude machen würde, wenn sie nicht fast täglich aufs Neue von ihren KursteilnehmerInnen lernen könnte, wenn die Reaktion der Menschen auf ihnen unbekannte Naturdüfte nicht so eine fast fesselnde Faszination auslösen würde, könnte sie längst aufhören. Sie könnte mehr Ausflüge mit ihrem Enkelkind genießen, sie könnte ihre Forschungen intensivieren, sie könnte endlich ihrem Buchprojekt mehr Zeit widmen. Aber schaue selbst, wie schön sie ihre „Arbeit“ auf ihrem lesenswerten Blog beschreibt… bis auf die unvermeidliche „Verwaltung“ im Hintergrund 😉 empfindet sie ihre Begegnungen und Beratungen nie als Arbeit!

Christine hat das Staunen nie verlernt, ihre Begeisterung über die Düfte muss man erlebt haben!!! Sie kann wirklich ansteckend sein! Sie möchte noch liebend gerne eine zeitlang eintauchen in diese so wenig erforschte Welt der manchmal wirklich extrem verblüffenden Gesichtsausdrücke, Tränen, Lacher oder was auch immer, wenn Menschen ganz kurz nur ein paar Duftmoleküle wahrnehmen. Ich war an sechs Wochenkursen hier am irischen Atlantik dabei, und bin demütig geworden. Meine Güte, was konnte ich für spannende Dialoge, Reaktionen, Empfindungen erleben! Ich empfehle seitdem kaum noch vorgefertigte Rezept-Vorschläge, denn jede Nase reagiert anders.

Tipp zum Kennenlernen: webSeminar mit Christine Lamontain „Ich rieche, also bin ich“ am 7. Juli 2022

Christine wird in diesen zwei Stunden ein wenig “aus dem Nähkästchen” plaudern, einige ihrer erstaunlichen Erlebnisse mit ihren KlientInnen und Kursteilnehmerinnen schildern, sie wird uns an ihrer unerschöpflichen Faszination der Duftkommunikation teilhaben lassen. Sie wird uns erklären, wie ein Duftgespräch® geführt werden kann, und beispielsweise erläutern, warum Lavendel nicht grundsätzlich das Allheilmittel sein kann, warum die Nase und damit die Psyche der schnuppernden Person unbedingt befragt und respektiert werden sollte. Denn unser Ur-Hirn, das Limbische System weiß mehr Antworten, als uns bewusst ist! Diese können uns bewusst werden, wenn wir ätherische Öle behutsam einsetzen.

Auch wenn ich bereits seit den Achtzigern in diese Richtung unterwegs war, ich konnte seit Christines Kursen und unzähligen Gesprächen im Hintergrund meinen Zugang zu ätherischen Ölen ständig ein kleines bisschen „verfeinern“. Ich selbst durfte und darf den Luxus meiner Privat-Beratungen voll auskosten, und brauche nicht nach (meinen eigenen!) Lehrbüchern vorzugehen, sondern kann sehr individuell auf die Rat suchenden Menschen eingehen, insbesondere wenn es um nicht akute Symptome geht.

Kürzlich konnte ich beispielsweise einer Mittfünfzigerin dabei helfen, ihren Cholesterinspiegel dermaßen zu senken, dass sie sich endlich den Nötigungen ihres Arztes, nun endlich Cholesterinsenker (Statine) mit ihren schweren Nebenwirkungen zu nehmen, freudig und tapfer widersetzen konnte. Die für ihre Nase perfekten drei Naturdüfte halfen ihr bei dieser erfolgreichen Selbstregulation.

Wer die Studien und das wunderbare Buch von Prof. Dr. Bettina Pause (Uni Düsseldorf) gelesen hat, erahnt vielleicht, was Düfte mit unserem Gehirn, mit unseren Neurotransmittern, mit unseren Gefühlen „anstellen“ können. Duftmoleküle sind ja, mal ganz nüchtern betrachtet, Signalstoffe der Natur. Und Signale lösen Reaktionen in lebendigen Organismen aus. Das kann, dank einer speziell von Dr. Bettina Pause dafür erfundenen Apparatur, inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen werden: In Bruchteilen von Sekunden werden Emotionen ausgelöst (Liste ihrer Publikationen). Oft völlig ohne dass sich das Bewusstsein einschalten kann.


Christine Lamontain kann aufgrund ihrer langen Erfahrung solche Emotionen, die sich in der Mimik und der Körpersprache zwar oft kaum wahrnehmbar, jedoch meistens eindeutig widerspiegeln, erkennen. Mit Hilfe des sehr behutsamen und äußerst wertschätzenden Dialoges findet sie mit Menschen, die Interesse am Erkennen dieser Wechselwirkung von Duftmolekülen und Emotionen, oft spannende Antworten aus deren Inneren. Sie möchte also ihren schier unendlichen Erfahrungsschatz mit anderen Menschen teilen. Zumindest noch eine zeitlang.

Kürzlich entließ sie ein gutes Dutzend neuer Absolventinnen ihrer Abschlussprüfung ins reale Leben: Sie halten nun ein Zertifikat als Praktikerinnen für dialogisch aktive Duftkommunikation. Ihr demnächst nochmals in Graz stattfindender Kurs war in Windeseile ausgebucht. Diese Begeisterung aus dem Süden des deutschsprachigen Gebietes hat sich in ihrer Heimat in Jena noch nicht stark herum gesprochen. Darum möchte ich heute auf ihren demnächst startenden Kurs in Jena aufmerksam machen, insbesondere für die Menschen, die trotz Absage des eigentlich ersten Teiles ihrer Anmeldung treu geblieben sind. Christine hat den schönen Raum wieder angemietet, sie steht sozusagen in den Startlöchern, doch sie hofft noch auf die eine oder andere Anmeldung.

Ähnlich wie bei meinen Irlandwochen werden geplante Kursbesuche oft „auf die lange Bank“ geschoben: Zahlreiche Menschen dachten lange Zeit „irgendwann mache ich mal eine Duftwoche bei Eliane“ (doch dann kamen sie zu spät, diese Kurse werden nun jedoch nicht mehr von mir angeboten). Darum weise ich hier im Blog nun auf eine der möglicherweise letzten Möglichkeiten (ab 1. Juli), diese wertvolle Fortbildung zu erleben und zu genießen – live und in echt und in Farbe und voll gepackt mit Naturdüften! Überraschungen zu erleben, wieder Staunen zu können, in sich selbst hineinzuschauen, Duft-Reaktionen zu erspüren. Solche Impulse kommen in typischen „Aromatherapie-Ausbildungen“ oft viel zu kurz – schon allein aus Zeitgründen, jedoch auch wegen der eher sehr reglementierten Schwerpunkte in den diversen Pflegebereichen. Im Folgenden also ein paar Infos aus der Kurs-Ausschreibung von Christine Lamontain:

Zurück zum achtsamen Dialog  – wertschätzend und auf Augenhöhe

Die Autonomie des Klienten*In/Patienten*In ist das tragende Element … ein Duftdialog auf Augenhöhe.

Jeder Duft (ätherisches Öl), trägt Informationen über seine  Ausgangspflanze, deren „Ökosystem“ und ihrer erfolgreichen „Überlebens-Strategien“ in sich. Diese Informationen treten in Resonanz mit unserer persönlichen Erfahrungs- und Erlebniswelt.

Das Einbeziehen der subjektiven  Riechwahrnehmung, ist die Basis und das Potential der Duftkommunikation. Der Duft wird zum „Dritten“ im Bunde – zum Sprecher, zum Vermittler, zum Lotsen, zur Brücke dahin, wo Worte nicht hin reichen.

ARISTOTELES (384 – 324 v. Chr.) stellte erstmals einen Zusammenhang zwischen Duft und Seele her: „Der Mensch riecht Riechbares nicht ohne Gefühl des Unangenehmen oder Lustvollen zu empfinden.“

Duftkommunikation – Duft und Psyche im Dialog 

Weiterbildung DGAM Regionalstelle Jena 2022 (3 Module á 3 Tage)

Ausbildungsinhalte:

In der Weiterbildung werden Sie die wichtigsten Grundkenntnisse und Regeln der „Dialogisch Aktiven Duftkommunikation“ kennenlernen. Sie lernen die „Duftsprache“ zu lesen, zu nutzen und methodisch umzusetzen. Sie werden in der Lage sein, Duftreaktionen zu verstehen. 

Es wird Ihnen ein Methodenkoffer an die Hand gegeben, der eine situative, individuelle Duftkommunikation ermöglicht. Die Umsetzung und Anwendung  des vermittelten Wissens wird durch Selbsterfahrung gestützt. Trainingseinheiten wie z.B. aus der Praxis für die Praxis, festigen das Gelernte. Hinhören, hinschauen, nachfragen, wahrnehmen und inspirieren sind Beratungsqualitäten, die im Sinne einer motivierenden und wertschätzenden dialogischen Duftkommunikation vertieft und trainiert werden.

Duftkommunikation ist eine hervorragende Möglichkeit, die Anwendung ätherischer Öle zu ergänzen und zu erweitern.  Als, „Duft-Coaching“ können die ätherischen Öle effektiv Coaching-Prozesse unterstützen.

Anmeldung, weitere Informationen: Christine Lamontain, E-Mail: jena@dgam.de  mobil: 01577 8352 301

Termine:

  • Modul 1: 01. – 03. Juli 2022
  • Modul 2: 07. – 09. Oktober 2022
  • Modul 3: 02. – 04. März 2023
  • Prüfung 05. März 2023

Kosten: 

  • Je Modul werden 310 € berechnet, die zum jeweiligen Modul, gegen Rechnung, vor Ort  (in bar) zu entrichten sind. 

SONDERAKTION: Modul 1 Juli 2022: 280 €

  • Für DGAM Mitglieder betragen die Kosten je Modul 280 € (Modul 1 Juli 2022: 250 €)
  • Prüfungsgebühr (60 €). 

Die Weiterbildung kann, nach Teilnahme an der Prüfung, mit einem Zertifikat der DGAM, als „Praktikerin für Dialogisch Aktive Duftkommunikation nach Chr. Lamontain“ abgeschlossen werden. 

Ort:  IMAGINATA – ein Experimentarium, Löbstedter Str.67, D-07749 Jena 

Referentin: Dipl.-Ing. (FH) Christine Lamontain, Dozentin für angewand