Bakterien – auch andere „Schwarm-Lebewesen“ wie Vögel und Fische – nutzen eine Art „chemisches Abstimmungssystem“, das so genannte Quorum sensing, um zu quasi zu entscheiden, wann und wie bestimmte Gruppenverhaltensweisen aktiviert werden. Es hat sich jedoch im Bereich der Aromapflege noch nicht ausreichend herum gesprochen, dass viele ätherische Öle bzw etliche ihrer Bestandteile dieses System nachweislich stören können (Studien: siehe unten), so dass die „Abstimmung“ nicht zustande kommt. Somit können unnötige Infektionen, insbesondere solche die kaum noch mit Antibiotika zu bekämpfen sind, vermieden werden. Die so genannte Virulenz vieler Krankheitskeime könnte reduziert werden.
Denn diese Riechmoleküle, die wir Menschen als duftend empfinden, sind für viele Krankheitskeime sozusagen ein Graus: Bakterien und Pilze können nicht mehr (oder nur erschwert) die gefürchteten Biofilme organisieren (welche immer schlechter von Antibiotika durchdrungen werden können). Die Krankheitskeime werden dabei nicht immer abgetötet, doch eine geschickte Ergänzung mit bakterizid wirksamen ätherischen Ölen und eine systematische Abwechslung im Behandlungsprotokoll der Patienten, insbesondere bei infektgefährdeten, geschwächten Menschen, könnte höchstwahrscheinlich so manches Leben retten.
Ich erinnere mich noch gut, wie ich seinerzeit (wohl 2011) die (für mich) erste Studie zum Thema Quorum sensing im Artikel über den Gattefossé-Mythos des Aromatherapie-Pioniers Robert Tisserand sozusagen in einem Nebensatz fand: Szabó MA, Varga GZ, Hohmann J, et al. Inhibition of quorum-sensing signals by essential oils. Phytother Res. 2010;24(5):782-786. Irgendwie funkten bei diesem Gedanken allerlei innere Lichtlein in meinen grauen Zellen auf. Damals telefonierte und fachsimpelte ich regelmäßig mit meinem wissenschaftlichen Mentor Prof. Dr. Dietrich Wabner (1935-2019) und fragte ihn, ob er mir Genaueres zum Thema Quorum sensing und zu der von Tisserand nur angedeuteten Studie erklären könne.
Die Antwort war sowas wie „Jein“, er habe sich noch nicht tiefer mit diesem Thema befasst, er könne mir jedoch die Studie von Kollegin Szabo besorgen. Gesagt, getan, wenige Tage später mailte er mir diese Arbeit. Denn er war damals wieder intensiv am Recherchieren und am Sammeln von aktuellen Studien für die zweite Auflage seines Buches Aromatherapie: Grundlagen, Wirkprinzipien, Praxis (November 2011), für das ich einen Großteil der Pflanzenfotos beigesteuert hatte.

Ätherische Öle gelten bei Menschen allgemein als wohl duftend und gesundheitsfördernd, dies wurde im Lauf von hunderten von Generationen erlernt. Für Krankheitskeime wirken sie jedoch wie ein gefährlicher, stinkender und höchst irritierender Störsender, auch sie erlernten dies über die Jahrtausende.
Daraufhin verschlang ich die Studie, suchte auch weiter nach mehr der damals noch sehr spärlichen Erkenntnisse rund um ätherische Öle, welche diese Gemeinschaftskommunikation von Lebewesen beeinflussen können und wurde wohl zur ersten Aromatherapie-Autorin, die dieses Phänomen in ihrem Fachbuch beschrieb (Seite 151 und 152 in der 7. Auflage) und anschließend in jedem meiner Kurse über Studien unterrichtete. Dennoch ist es immer noch ein „Geheimthema“, das kaum jemand interessiert, es wird meines Wissens nach selten unterrichtet bzw. nur wenige Kursabsolvent:innen verfügen über dieses Wissen.
Ich befasste mich also völlig fasziniert damit und konnte lernen: Jede Bakterienzelle gibt ständig winzige Signalmoleküle in ihre Umgebung ab (oft Autoinduktoren genannt: AI). Sind nur wenige Bakterien vorhanden, sind diese Moleküle stark verdünnt und verflüchtigen sich, so dass keine relevante Gefahr von ihnen ausgeht, nichts Besonderes geschieht.
Wenn jedoch viele Bakterien an einem Ort vorkommen, beispielsweise an einer Operationswunde, sammelt sich eine ausreichende Menge dieser Signalmoleküle an – ähnlich wie wenn sich ein Raum langsam mit Parfüm füllt, bis alle es riechen können. Sobald dieser Schwellenwert erreicht ist, binden die Moleküle an Rezeptoren in den Bakterien und schalten bestimmte Gene im gesamten Verband gleichzeitig an oder aus.
Dieser koordinierte Schaltvorgang kann Gruppenaktionen auslösen – etwa die Bildung von Biofilmen (schleimige Schutzschichten), die Produktion von Toxinen, Leuchten (bei manchen Meeresbakterien) oder eine erhöhte Antibiotikaresistenz, welche oft lebensgefährlich sein kann. Quorum Sensing bedeutet also im Grunde, dass Bakterien sich mithilfe chemischer Signale „zählen“ und erst dann gemeinschaftlich handeln, wenn genügend von ihnen vorhanden sind.
Wie ätherische Öle das Quorum Sensing stören
Viele Bestandteile ätherischer Öle greifen an verschiedenen Punkten in dieser Kommunikationskette ein, anstatt die Bakterien direkt abzutöten. Für Laien lässt sich das so vorstellen, als würden die „Telefonleitungen“ der Bakterien gestört.
Typische Wirkmechanismen ätherischer Öle oder ihrer Komponenten:
- Blockieren oder Nachahmen der Signalmoleküle
Einige Inhaltsstoffe ätherischer Öle können an dieselben Rezeptoren binden wie die bakteriellen Signale, lösen jedoch keine korrekte Antwort aus – wie ein falscher Schlüssel, der ins Schloss passt, aber die Tür nicht öffnet. Andere ahmen das Signal leicht nach und verwirren das System, sodass die Bakterien sich „verzählen“.
- Verhindern der Anreicherung von Signalmolekülen
Bestimmte Substanzen können die Produktion der Signale verringern oder deren Abbau in der Umgebung erleichtern.
So bleibt die Konzentration unter dem Schwellenwert, und die Bakterien erhalten niemals das „Startsignal“ für gemeinsame „Attacken“.
- Störung von Rezeptoren und Zellmembranen
Fast alle Bestandteile ätherischer Öle sind lipophil (fettliebend) und können sich in die bakteriellen Zellwände/Membranen einlagern und deren Struktur beeinflussen, verändern und kompromittieren. Wenn Membran- oder Rezeptorproteine gestört sind, können die Bakterien die Signalmoleküle nicht mehr richtig wahrnehmen – selbst wenn diese vorhanden sind.
- Verringerung der Biofilmbildung und Virulenz
Durch die Blockade des Quorum Sensing können ätherische Öle die Bildung von Biofilmen und die Produktion von Toxinen stark reduzieren – auch wenn die Bakterien weiterhin leben. Auf diese Weise können Infektionen abgemildert werden und Bakterien vom Immunsystem leichter eliminiert werden. In Kombination mit anderen Behandlungen beispielsweise mit keimtötenden ätherischen Ölen und/oder Antibiotika können ätherische Öle nachweislich verstärkend wirken, also nur noch unzuverlässig wirksame Antibiotika sozusagen aktivieren (entsprechende Laborerfahrungen sind in den Kapiteln von Apothekerin Dorothea Hamm in Aromapraxis Heute – Therapeutische Anwendungen und Monografien nachzulesen und/oder in unserem Duft-Talk 3 mit ihr Ätherische Öle zwischen Petrischale und pflegenden Händen anzuhören.

Das Quorum Sensing steuert also viele Gruppenverhaltensweisen, die Bakterien schwer behandelbar machen, darunter Biofilme und Virulenzfaktoren. Wirkstoffe, die Quorum Sensing blockieren (wie bestimmte Komponenten ätherischer Öle), töten Bakterien nicht immer direkt, sondern „entwaffnen“ sie. Dadurch entsteht möglicherweise weniger Resistenzdruck als bei klassischen Antibiotika.
Mittlerweile ist mehr detailliertes Wissen zu diesem so wichtigen Gebiet erforscht, denn im Zeitalter der Bakterien- und Pilzresistenzen, kann der bewusste Einsatz von ätherischen Ölen mutmaßlich lebensrettend sein (ganz ehrlich: ich verstehe wirklich nicht, warum in diesen gut 20 Jahren, in denen diese wissenschaftlichen Erkenntnisse jederzeit für jedermann/jederfrau kostenfrei abrufbar sind, immer noch viel zu wenig praktische Umsetzung erfolgt, zum Wohl der zig tausend betroffenen Patient:innen).
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Inter-spezifische und artenübergreifende „Absprache“ für eine synchronisierte „Attacke“
Es werden derzeit drei Systeme des Quorum Sensing unterschieden: Das Quorum Sensing beim Bakterium Vibrio fischeri, oft als AI-1-System (Autoinducer-1) bezeichnet, ist ein klassisches Beispiel für die Kommunikation innerhalb derselben Art (inter-spezifisch oder innerartlich, also zwischen miteinander eng verwandten Bakterien). Die Bakterien setzen ein Signalmolekül, den Autoinducer, in ihre Umgebung frei. Erst wenn eine kritische Konzentration dieses Moleküls erreicht ist (d. h. eine hohe Zelldichte vorliegt), wird die Genexpression in der gesamten Population synchronisiert. Dies führt zu koordinierten Verhaltensweisen wie der Biolumineszenz (Lichterzeugung), die nur bei hoher Zelldichte effizient ist.
Im Gegensatz zu anderen Quorum-Sensing-Molekülen, die oft spezifisch für eine einzelne Art sind, wird AI-2 von einer Vielzahl unterschiedlicher Bakterienarten produziert und erkannt. Dies ermöglicht es verschiedenen bakteriellen Populationen in einer gemischten Gemeinschaft (wie beispielsweise im Darmmikrobiom oder in Biofilmen), ihre Gesamtdichte oder Zusammensetzung zu „fühlen“ und ihre koordinierten Verhaltensweisen entsprechend anzupassen.
Das Autoinducer-3 (AI-3) System ist ein bakterieller Quorum-Sensing-Mechanismus, der insbesondere vom „Problem-Keim“ Escherichia coli eingesetzt wird. Dabei nutzt die Bakterienzelle AI-3 als Signal, um die Genexpression in Abhängigkeit von der Populationsdichte zu koordinieren. Zugleich integriert das System Signale seines Wirts wie Adrenalin und Noradrenalin, um Virulenzfaktoren wie das LEE (Locus of Enterocyte Effacement) zu regulieren, die für das Anhaften und Zerstören von Wirtszellen verantwortlich sind. Dieses System zeigt eindrücklich, wie wichtig die „interkingdom“-Kommunikation ist (zwischen den unterschiedlichsten „Reichen“), damit Krankheitserreger ihre Wirtsumgebung wahrnehmen und krankheitsauslösende Verhaltensweisen erst dann aktivieren, wenn genügend Bakterien vorhanden sind. Dazu Infos in der Diplomarbeit an der Uni Wien von Isabel Charlotte Soede: „Quorum Sensing and Essential Oils“ (2017), auch im Buch von Buchbauer & Baser Handbook of Essential Oils 3. Auflage (e-pub, auch als Paperback-Buch erhältlich).
All dies bestätigt die gelegentlich gemachten Beobachtungen auf Stationen, auf denen die Pflegenden ätherische Öle „nur einfach so“ anwenden dürfen, also eher nicht gezielt bei bestimmten Beschwerden. Wenn also „einfach so“ mit manchen ätherischen Ölen wie Lavendelöl gewaschen, gepflegt und die Raumluft beduftet wird, kann immer wieder beobachtet werden, dass es weniger/kaum Patient:innen mit hartnäckig-resistentem Keimbefall gibt als auf völlig unbedufteten Stationen. Wenn das nicht ein dringender Grund ist, Aromapflege möglichst flächendeckend zu implementieren – insbesondere im Umfeld von besonders vulnerablen Patient:innen, dann weiß ich auch nicht!
Hinzu kommt: Da sich bei uns Menschen inzwischen in fast jedem Organsystem Kunststoffpartikel finden, und da sich diese wie Magnete auf Krankheitskeime auswirken können, werden vermutlich wir alle in nicht allzu ferner Zukunft von multiresistenten und Biofilme-bildenden Keimen heimgesucht werden (Details dazu in meinem Artikel Müssen wir nicht sehr viel achtsamer werden? Die Sache mit dem Mikroplastik).

Stattliche Anzahl an Studien über ätherische Öle und das Quorum sensing von Bakterien und Pilzen
Einige Beispiele, u. a. aus unserer zweisprachigen browserbasierten App SCENTARIUM (zur kostenfreien Testwoche hier) an Studien zum Weiterforschen an diesem Thema und/oder zum Weitereichen an verantwortliche Arzt:innen und Pflegedienstleitungen:
- Maggio F, Rossi C, Serio A, Chaves-Lopez C, Casaccia M, Paparella A. Anti-biofilm mechanisms of action of essential oils by targeting genes involved in quorum sensing, motility, adhesion, and virulence: A review. International Journal of Food Microbiology 426 (2025) 110874
- Naik A, Premanath R. Anti-quorum sensing activity of essential oils against multidrug-resistant Klebsiella pneumoniae: a novel approach to control bacterial virulence. Braz J Microbiol. 2024;55(4):3909-3920
- Özfenerci, M., Bali, E.B., Erdönmez, D., & Koca Çalışkan, U. (2022). Aromatherapeutic essential oils and their pharmaceutical combinations: Tools for inhibition of quorum sensing activity and biofilm formation of human pathogens. İstanbul Journal of Pharmacy
- Luciardi MC, Blázquez MA, Alberto MR, Cartagena E, Arena ME. Grapefruit essential oils inhibit quorum sensing of Pseudomonas aeruginosa. Food Sci Technol Int. 2020 Apr;26(3):231-241
- Benzaid, C., Belmadani, A., Djeribi, R., and Rouabhia, M. (2019). The Effects of Mentha × piperita essential oil on C. albicans growth, transition, biofilm formation, and the expression of secreted aspartyl proteinases genes. Antibiotics 8, 1–15
- Kopang C. Mokhetho, Maxleene Sandasi, Aijaz Ahmad, Guy P. Kamatou & Alvaro M. Viljoen (2018) Identification of potential anti-quorum sensing compounds in essential oils: a gas chromatography-based metabolomics approach, Journal of Essential Oil Research, 30:6, 399-408
- Luciardi, M. C., Blázquez, M. A., Cartagena, E., Bardón, A., Arena, M. E. Mandarin essential oils inhibit quorum sensing and virulence factors of Pseudomonas aeruginosa. LWT – Food Sci. Technol. 68, 373–380 (2016)
- Kerekes, E. B., Deák, É, Takó, M., Tserennadmid, R., Petkovits, T., and Vágvölgyi, C. (2013). Anti-biofilm forming and anti-quorum sensing activity of selected essential oils and their main components on food-related micro-organisms. J. Appl. Microbiol. 115, 933–942
BUCH :: Vipin Chandra Kalia. Quorum Sensing vs Quorum Quenching: A Battle with No End in Sight. Springer 2015
Eine schonendere Landwirtschaft wäre auch möglich
Das Review Camele I, Elshafie HS, Caputo L, De Feo V. Anti-quorum Sensing and Antimicrobial Effect of Mediterranean Plant Essential Oils Against Phytopathogenic Bacteria. Front. Microbiol., 19 November 2019 Sec. Food Microbiology Volume 10 – 2019 beleuchtet das Potenzial ätherischer Öle, die aus mediterranen aromatischen Pflanzen gewonnen werden – insbesondere aus den Familien der Lamiaceae und Verbenaceae – als natürliche antimikrobielle und anti-Quorum-Sensing-Wirkstoffe gegen phytopathogene Bakterien. Die Forschenden analysierten Belege, die zeigen, dass diese pflanzlichen ätherischen Öle und einige ihrer Hauptbestandteile (wie Thymol, Carvacrol und Geraniol) das bakterielle Wachstum hemmen, in das Quorum Sensing (das Kommunikationssystem, das die Virulenz und Biofilmbildung bei Bakterien steuert) eingreifen und die Bildung von Biofilmen reduzieren können.

Diesen Ratgeber stellten wir zusammen, weil wir wissen, dass ätherische Öle zur Unterstützung von onkologischen Patient:innen eine wertvolle Hilfe sein können, auch können sie die manchmal kaum aushaltbaren Nebenwirkungen manchen Maßnahmen deutlich lindern. Inzwischen ist er in der vierten Auflage erschienen. Für Infos auf das Bild klicken!
Diese Eigenschaften machen ätherische Öle mediterraner Pflanzen zu vielversprechenden Alternativen zu synthetischen Pestiziden und Konservierungsmitteln und bieten einen umweltfreundlichen Ansatz zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und lebensmittelbedingten Krankheitserregern. Die Übersicht unterstreicht die doppelte Funktion dieser ätherischen Öle – sowohl als mikrobizide Substanzen (also abtötend wirksam) als auch als Modulatoren des bakteriellen Verhaltens – und betont ihre Bedeutung für eine nachhaltige Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit.
WERBUNG IN EIGENER SACHE: Am 12. und 13. Februar 2026 findet wieder das uns sehr am Herzen liegende live onlineSEMINAR (ohne Aufzeichnung) Mit Aromatherapie – Bestrahlung, Chemo, OP besser bewältigen und die Seele streicheln (zur Info) statt. Es betrifft selbstverständlich nicht nur Menschen, die derzeit mit einer onkologischen Erkrankung zu kämpfen haben, sondern wir setzen uns für die wichtige Vorsorge und auch für die meistens völlig vernachlässigte Nachsorge ein. Denn nach der klassischen Behandlung sollte doch alles dran gesetzt werden, dass die Erkrankung nicht zurückkehrt! Ätherische und fette Öle sowie Hydrolate können dabei eine wichtige Rolle spielen. Auch Angehörige und Pflegende sind angesprochen, um nicht hilflos bei den schrecklichen Nebenwirkungen vieler medizinischer Interventionen zusehen zu müssen, sondern unterstützend HANDeln können – ihre HAND reichen können. Bei Interesse bitte rechtzeitig anmelden, damit das vorab verschickte Duftpäckchen auch wirklich pünktlich zum Kurs ankommt!
PS :: Wer die übersetzte aktuelle Liste (Januar 2026) der gefährdeten oder gar vorm Aussterben bedrohten Duftpflanzen zur Kenntnis nehmen möchte, kann sie auf der Seite vom AIRMID Institut einsehen.
Und weil es so wichtig ist, habe ich mal wieder – nach langer Zeit – eine englische Version angefertigt (Zusammenfassung mit Hilfe von perplexity.ai)

Bacteria use a kind of “chemical voting system” to decide when to switch certain group behaviors on, and many essential oils can disturb that system so the “vote” never goes through. This makes it harder for bacteria to organize things like biofilms and virulence without necessarily killing them.
How bacterial quorum sensing works
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Each bacterium releases tiny signal molecules (often called autoinducers) into its surroundings all the time.
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When only a few bacteria are present, these molecules are very diluted and simply drift away, so nothing special happens.
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If many bacteria are present in one place, the signal molecules build up to a threshold level, like the room slowly filling with perfume until everyone can smell it.
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Once this threshold is reached, the molecules bind to receptors in the bacteria and flip certain genes on or off all at once in the whole group.
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This coordinated switch can trigger group actions such as forming biofilms, producing toxins, glowing (in some marine bacteria), or becoming more resistant to antibiotics.
So, quorum sensing is basically bacteria “counting themselves” with chemicals and then acting together only when there are enough of them.
How essential oils interfere with quorum sensing
Many components of essential oils can interfere with different steps in this communication chain rather than just killing the bacteria directly. For a lay person, you can think of them as scrambling the bacteria’s “phone lines”.
Typical ways essential oils or their components can act:
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Blocking or imitating the signal molecules
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Some essential oil compounds can bind to the same receptors as the bacterial signals, but do not trigger the proper response, like a fake key that fits the lock but does not open the door.
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Others may slightly mimic the signal and confuse the system so bacteria “miscount” how many of them are present.
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Preventing signal molecules from building up
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Certain substances can reduce how much signal the bacteria produce or make it easier for the signals to be broken down in the environment.
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This keeps the concentration below the threshold, so the bacterial group never gets the “go” signal for coordinated behavior.
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Disrupting receptors and cell membranes
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Many essential oil components are lipophilic (fat-loving) and can insert into bacterial membranes, changing their structure.
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If the membrane or receptor proteins are disturbed, the bacteria cannot properly sense the signal molecules, even if those are present.
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Lowering biofilm formation and virulence
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By blocking quorum sensing, essential oils can strongly reduce biofilm formation (the slimy protective layers) and production of toxins, even when the bacteria are still alive.
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This can make infections less severe and bacteria easier to clear, especially in combination with other treatments.
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Why this matters
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Quorum sensing controls many group behaviors that make bacteria hard to treat, including biofilms and virulence factors.
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Agents that block quorum sensing (like certain essential oil components) do not always kill bacteria directly but “disarm” them, which may reduce the pressure for resistance compared with classical antibiotics.
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This is why essential oils from some Mediterranean plants are being studied as helpers or alternatives in controlling plant and food‑related bacterial diseases.
Some studies for further research are listed above.
Abbildungen: Foto Fische von Lance Anderson auf Unsplash • Foto Vogelschwarm von Mohamed Fsili auf Unsplash • Foto Bakterien/Petrischale von Araf Ibne Alam auf Unsplash
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liebe Eliane, ich möchte mich von Herzen bei dir bedanken für deine Informationen, so wundervoll deine Arbeit und deine unermüdliche und großzügig verschenkende , wertvolle und inhaltsreiche , für die Welt so wichtige Weisheit. Ich freue mich immer, von dir zu lesen! Danke! ich wünsche dir ein inspirierendes, freudvolles, gesundes neues Jahr 2026🍀✨
Danke für diese guten Wünsche, die ich gerne erwidere! ✨
Liebe Frau Zimmermann,
Das ist ja so spannend!
Vielen Dank für die verständliche Aufbereitung und nachvollziehbare Zusammenfassung all dieser gesammelten Informationen.
Liebe Grüße
Eva
Danke für dieses nette Lob, freut mich, wenn dieses komplexe Thema einigermaßen verständlich geworden ist.
Liebe Eliane,
ah jetzt ja… Danke für deine ausführlichen Erklärungen, jetzt hab ich’s verstanden.
Und da bekommt das Wort „AI“ doch mal eine ganz andere Bedeutung 😉
Viele Grüße und frohes neues Jahr
Simone
Ja, das dachte ich auch, dass AI auch eine sehr positive Bedeutung haben kann 😉
Liebe Eliane,
wiedermal ein toller Artikel zu diesem wichtigen Thema! Habe diesen auch gleich verlinkt! 😉
Ich hoffe das bei diesem Thema AB-Resistenz endlich die Kontrollsucht endet und Platz für komplementäre Ansätze geschaffen wird. Bis dahin möge die Mundpropaganda florieren!
Liebe Grüße und ein gutes und gesundes neues Jahr wünscht dir,
Marc
Ja, lieber Marc, möge die Mundpropaganda florieren! Gut gesagt! Dir auch alles Gute für diese „neuen“ kommenden 12 Monate!
Eliane, du gute!
Seit über 20 Jahren folge ich dir,
ob persönlich (;-)), per Buch oder in deinem Blog,
und es begeistert mich immer wieder aufs Neue wie du die Studie durchforstest und im Griff hast, extrahierst und in lesbare umsetzt!
Danke Dir!
wow, 20 Jahre, das ist ne Nummer, ganz lieben Dank, du Treue!
Liebe Eliane, Danke für den überaus spannenden Artikel.
Ich bin immer wieder fasziniert was es über die Pflanzenwelt und der Biochemie in der Aromatherapie zu berichten gibt.
Deine aufschlussreichen Darstellungen, Recherchen und den schöne graphischen Bildern erleichtern es, sich vorzustellen was im Systhem Pflanze, Mensch und Bakterien geschieht.
Ich habe schon sehr viel von dir gelernt und möchte mich auf diesem Weg bei dir bedanken.
Es grüßt dich herzlich, Elke
Danke für diese ausführliche Rückmeldung! Ja, dieser Artikel war lange überfällig!
Daaaaaaanke!
Gerneeee 😉
Liebe Eliane,
wie schön, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, das „verteilte“ Wissen an einem Ort zu vereinen, noch dazu so einprägsam und verständlich. DANKE….
Liebe Frau Zimmermann!
Vielen lieben Dank für diesen tollen Artikel und Ihre Zeit!
Servus aus Österreich
Sabrina