Manuka-Honig: Natürliches Antibiotikum

Ich sehe immer wieder Manuka-Honig, der als recht preiswerter Brotaufstrich auch bei Discountern angeboten wird. Gleichzeitig bekomme ich regelmäßig Anfragen, wo man denn den wirklich keimtötenden neuseeländischen Honig erwerben kann. Die unglaubliche Wirkung habe ich bereits einmal hier beschrieben, unterschiedliche Blüten zeigte ich hier. Ein erklärendes Video ist zwar auf englisch, jedoch gut verständlich und mit deutschsprachigen Ausschnitten des deutschen Forschers Prof. Dr. Thomas Henle (TU Dresden), der sich mit der Wirkweise des besonderen Inhaltsstoffes MGO beschäftigt hat.

Hochwertiger Manuka-Honig trägt die Bezeichnung UMF mit Zahlen von 10 bis 16 (Unique Manuka Faktor, geschütztes Markenzeichen von der Firma Comvita) oder MGO mit Zahlen von 30+ bis 550+ (Methylglyoxal, geschütztes Markenzeichen von der Firma Manuka Health). Nicht jeder Manukahonig wirkt ausgeprägt antibiotisch (dafür gibt es auch einheimische Honige, die antiinfektiös wirken), darum haben diese beiden Mitbewerber diese kostspieligen Siegel eingeführt, so dass der Kunde sich die benötigte Qualität sicher aussuchen kann.

Griechischer Eichenhonig gilt auch als eine stark antibiotisch wirksame Substanz, er wurde bereits, mit anderen Honigen des Landes, wissenschaftlich durchleuchtet. Alle in der Studie untersuchten Honige zeigten eine antibakterielle Aktivität gegen Staphylococcus aureus. Die Honige aus Griechenland und Zypern erreichten Werte (MiCs) bis zu 25 %, während Manuka nur 6,25 % erreichte. Auch bei der Aktivität gegen de gefürchteten Keim Pseudomonas aeruginosa erreichten die griechischen Honige Werte (MiCs) bis 25 %, während Manuka Honig nur 12,5 % erreichte.

Laut der Seite, über die der Eichenhonig verkauft wird „gibt es zwei unterschiedliche Arten von Aktivität dem Honig: Peroxid- und Nicht-Peroxid-Aktivität. Obwohl sie sich in ihrer chemischen Zusammensetzung unterscheiden, erzeugen sowohl Peroxid- als auch Nicht-Peroxid-Honige eine antibakterielle und antimikrobielle Wirkung und damit vergleichbare gesundheitliche Vorteile und Immununterstützung. Griechische Honige sind Peroxid-Honige (deren aktive Komponente enzymatisches Wasserstoffperoxid ist), während Manuka ein Nicht-Peroxid-Honig ist (wobei seine aktive Komponente Methylglyoxal/MGO ist)“ (Quelle).

Manuka-Strauch (Zierform) im irischen Garten der Autorin, die hübschen Blüten der Wildform in Neuseeland sind weiß

Je höher die Zahl, desto mehr Milligramm Methylglyoxal, desto kostspieliger das Produkt

Je höher die Zahl, desto teurer das Produkt (60 Euro und mehr pro Kunststoff“glas“). Wir Europäer zahlen 17,3 Prozent Zoll auf den Originalpreis und zusammen mit der deutschen Mehrwertsteuer circa 25 Prozent mehr als im Ursprungsland. Kein UMF-Siegel auf dem Glas bzw. in Deutschland abgefüllter Honig ist vermutlich ganz normaler Speisehonig. Infos zum Hintergrund der zwei Siegel findet man auf Wikipedia.

ein hoch wirksames natur-antibiotikum

Je höher der Gehalt an Methylglyoxal, desto effektiver die antibakterielle und wundheilende Wirkung und desto teurer. Ich „verstecke“ unseren hochwertigen Honighonig vor Süßmäulern, damit er nicht auf dem Butterbrot landet, sondern nur bei Halsschmerzen oder sonstigen Infekten zum Einsatz kommt, er hält – sauber gehandhabt sowie dunkel und kühl gelagert – jahrelang. Er darf auch nicht in heißen Tee gerührt werden, damit er seine Heilkraft nicht einbüßt.

Am besten man lässt ihn bei den ersten Symptomen beispielsweise einer Erkältung einfach langsam im Mund zergehen, er schmeckt übrigens kein bisschen nach dem herb-medizinischen ätherischen Öl des Manukastrauches – einfach ganz normal nach Honig.

Idealerweise wird der Honig mit dem ätherischen Öl aus den Zweigen des Manukastrauches kombiniert, dieses wirkt aufgrund besonderer Moleküle (Triketone).

Man kann das wertvolle Heilmittel inzwischen in vielen deutschen Reformhäusern kaufen, es ist in diversen Internetshops erhältlich, so auch bei Topfruits, wo ich auch mein fast geschmacksneutrales, hochwertiges Bio-Leinöl, Nüsse und feinste Trockenfrüchte bestelle, weil ich den Eigentümer kenne und schätze. Die erwiesen antibiotisch wirksame Manukahonig-MGO-720-Version kostet gut 60 Euro für 250 g.

PS. In der aktuellen ‚Bild der Frau‘ 12/2011 befindet sich auf de Seite 54/55 ein Beitrag mit meinen Tipps zur Frühjahres-Entschlackung (für absolute Laien).

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Abbildung Manukastrauch im Garten: Antje Wendel

10 Gedanken zu „Manuka-Honig: Natürliches Antibiotikum“

  1. Hallo Eliane!
    Erstmal Chapeau und Herzlichen Gfückwunsch für 30 Jahre harte Arbeit, wenig Verdienst, aber tolle Infos für uns Interessierte!!!!!
    Ich würde es sehr schade finden, wenn ich mein Englich verbessern müsste, oder gar Portugisisch lernen müsste, um deine tollen Infos zu lesen!!!! Aber ich habe mir vorgenommen, jedes mal wenn ich mich reinlese, dann melde ich mich!
    Gerade hab ich was über Manuka wissen wollen.
    Was ist dran an der Behauptung von Sonnentor, dass der UMF Faktor und der MGO Faktor manipulierbar sind im Gegensatz zum TA Faktor von Sonnentor?
    Vielen Dank, viel Energie und alles Liebe
    Steffi Weiß

  2. Inzwischen hat sich einiges getan beim Manuka Honig: die UMF Kennzeichnung wird bald nicht mehr erlaubt sein, vielmehr sind alle Manuka Honig Produzenten gesetzlich dazu verpflichtet, den MGO-Gehalt auf den Labels auszuweisen. Vorsicht: Aktuell werden weltweit jährlich 10.000 T Manual Honig verkauft, aber nur 1.700 T in Neuseeland produziert – der Rest ist Fälschung!

  3. Meinen MGO 400 Honig, den ich von topfruits bekommen habe, werde ich zurückschicken, da er in einem „Plastikglas“ ist. Mein MGO 100, den ich vor einiger Zeit erworben habe war in einem Behältnis aus Glas. Ich verstehe nicht, wie man so etwas machen kann. Normaler Honig ist ja auch im Glas. Zugegeben: man kann ihn leichter verschicken. Aber wenn man bedenkt, wie lange sich der Honig in dieser Umhüllung befindet, dann sollte man ja auch die Weichmacher ein bißchen im Auge haben. Schade!

  4. Hallo Eliane

    auch in meinem Reformhaus (Donauwörth) gibt es seit Kurzem den Manukahonig. Zur info liegen auch Broschüren aus mit einer ausführlichen Beschreibung der verschiedenen MGO´s .
    Fand ich richtig prima.

    Manukahonigbonbons habe ich noch nicht gefunden. Zur Zeit kratzt der Hals, und für unterwegs wären diese Ideal.

    Liebe Grüße
    Gabriele

  5. Hallo! Vielen Dank für die Infos, ich dachte alle Manuka-honigs wären antibiotisch. Auch danke an Sabine für ihre Infos.
    Liebe Grüße
    Irene

  6. Mein Manuka-Honig muß ich auch verstecken, der landet sonst auf dem Zopfbrot meines Freundes 🙁

    Ich habe letztens in einem Reformhaus in Deutschland
    von der Firma Manuka-Health (siehe oben abgebildeter Manuka-Honig) auch Lutschbonbons gekauft, die sind für unterwegs echt ein Hit, wenn man merkt der Hals kratzt gleich ein Bonbon lutschen, sie passen in jede Tasche!!!

    Inhalt: 100g Kosten ca. 7€
    Zutaten: Manukahonig MGO 400+, Propolis, Zucker, Glukosesirup, Zitronenöl, Vitamin C

    Liebe Grüße
    Sabine

  7. Ja Manuka-Honig ist lecker, hilft tatsächlich sehr schnell!! Ich habe ihn uns nach Langem endlich geleistet.
    Kürzlich hatte ich ihn im Kurs zum Thema Myrtengewächse dabei und habe etwas davon an meine Kursteilnehmerinnen verkostet.
    lg marta

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