Dieses herb-krautig duftende Öl ist ein wertvoller Helfer bei Stress-Symptomen, da es einen positiven Einfluss auf den Nervus parasympathicus hat. Dieser sorgt dafür, dass wir in einen wohltuenden Entspannungsmodus gehen. Dieses ätherische Öl hat sich bei Schwangeren, die zu vorzeitigen Wehen neigen, als sehr wertvoll erwiesen, es hat also eine tokolytische Wirkung.

Um den sehr krautig-erdigen Duft angenehmer zu gestalten, kann es bestens mit Mandarinen-, Bergamotte- oder Orangenöl, welche zudem die Wirkung verstärken können, gemischt werden.

Immer wieder sehen wir Verwechslungen mit dem so genannte „Spanischen Majoran“, der jedoch korrekterweise eine Thymianart ist (Thymus mastichina). Das ätherische Öle aus dieser Pflanzen duftet nicht erdig, vielmehr erinnert es entfernt an Eukalyptus- oder Cajeputduft, mit einer leicht blumig-fruchtigen Note, denn es enthält viel 1,8-Cineol. Darum ist es ein perfekter Erkältungsbegleiter, der bereits bei Kindern ab 4-5 Jahren eingesetzt werden kann.

Das Echte Majoranöl kann in 0,5%-iger Verdünnung (beispielsweise in Olivenöl oder Sheabutter) bereits bei verschnupften Säuglingen sanft unter das Näschen gerieben werden. Entgegen manchen Behauptungen sind keine Belege zu finden, dass das ätherische Öl die gefürchteten Pyrrolizidinalkaloide enthält, diese Moleküle gehen nach heutigem Wissensstand nicht bei der Destillation ins Öl über. Majoranöl guter Herkunft gilt als völlig unbedenklich, nicht toxisch, besten verträglich auch für winzige Erdenbürger – freilich immer in den adäquaten Verdünnungen.