Dieses erdig-krautig duftende Öl ist ein wertvoller Helfer bei Stress-Symptomen, da es einen positiven Einfluss auf den Nervus parasympathicus hat, dieser sorgt dafür, dass wir in einen wohltuenden und regenerierenden Entspannungsmodus abtauchen können.

Pflanzenfamilie: Lamiaceae (Lippenblütengewächse)

Pflanzenteil: (blühendes) Kraut

Haupt-Inhaltsstoff(e): gut 40 % Monoterpene, circa 20 % Terpineol-4 und 15 % Linalool (kein Eucalyptol, darum bessere Haltbarkeit als das ähnlich zusammen gesetzte Teebaumöl

Haupt-Wirkungen körperlich: bei körperlichen Krämpfen (wie Waden), bei verstopfter Nase, bei Neigung zu Migräne und Spannungskopfschmerzen

Haupt-Wirkungen seelisch: ausgleichend, enspannend, hilft beim Loslassen

Besonders effektive Anwendung: Duftlampe, Fußbad, Nasenbalsam

Haltbarkeit nach Öffnen der Flasche: circa drei Jahre

Preisniveau: mittel

Die Blüte vom ultra-milden Majoran ist gut zu unterscheiden von der Blüte des Oregano (der ein enger Verwandter ist), erstere ist fast kugelförmig-schuppig. Deutschland ist der Weltmeister des Konsums dieses Krautes, es gehört einfach in deftig schmeckende Wurstwaren (darum auch super in jeder Art von veganen Bratlingen). Das ätherische Öl dieses mitteleuropäischen Krautes hat sich bei Menschen, die zu Wadenkrämpfen neigen extrem bewährt (bitte jedoch erst von Arzt/Ärztin abklären lassen). Schwangeren, die zu vorzeitigen Wehen neigen, als sehr wertvoll erwiesen, es hat also eine ausgesprochen deutliche tokolytische (wehenlösende) Wirkung. In der bekannten Bahnhof Apotheke in Kempten ist es im dafür perfekt zusammengestellten Toko-Öl enthalten.

Das Echte Majoranöl kann in 0,5%-iger Verdünnung (beispielsweise in Olivenöl oder Sheabutter) bereits bei verschnupften Säuglingen sanft unter das Näschen gerieben werden. Entgegen manchen Behauptungen sind keine Belege zu finden, dass das ätherische Öl die gefürchteten Pyrrolizidinalkaloide enthält, diese Moleküle gehen nach heutigem Wissensstand nicht bei der Destillation ins Öl über. Majoranöl guter Herkunft gilt als völlig unbedenklich, nicht toxisch, besten verträglich auch für winzige Erdenbürger – freilich immer in den adäquaten Verdünnungen.

Immer wieder sehen wir Verwechslungen mit dem so genannten „Spanischen Majoran“, der jedoch korrekterweise eine Thymianart ist (Thymus mastichina). Das ätherische Öle aus dieser Pflanzen duftet nicht erdig, vielmehr erinnert es entfernt an Eukalyptus- oder Cajeputduft, mit einer wunderschönen leicht blumig-fruchtigen Note, denn es enthält viel 1,8-Cineol (Eucalyptol). Darum ist es ein perfekter Erkältungsbegleiter, der bereits bei Kindern ab 4 Jahren eingesetzt werden kann (für Rezeptideen und vielfältige Informationen rund um die sichere Anwendung von ätherischen Ölen bei Kindern schauen Sie bitte auf unsere aromaMAMA-Seite).

Um den sehr krautig-erdigen Duft angenehmer zu gestalten, kann es bestens mit Mandarinen-, Bergamotte- oder Orangenöl, welche zudem die Wirkung verstärken können, gemischt werden. Farfalla bietet eine feine Demeter-Qualitat des Majoranöles an, Bio-Majoranöl gibt es bei