Rektale und vaginale Anwendung

Die rektale Anwendung ist in Deutschland noch nicht verbreitet, in Frankreich jedoch ist sie bei lokalen Beschwerden wie Hämorrhoiden oder bei bronchopulmonalen Erkrankungen vor allem bei Kleinkindern weitverbreitet, allerdings meistens unter ärztlicher Aufsicht. Der Vorteil dieser Verabreichung liegt darin, dass die Verstoffwechselung der Öle im Leberkreislauf umgangen wird. Für Kleinkinder ist die rektale Behandlung mit ätherischen Ölen sehr gut verträglich und schnell wirksam.

Dosierungsbeispiel: für Kleinkinder von 1 bis 3 Jahren gibt man 3 Mal am Tag je ein Zäpfchen zu 25 Milligramm, für Kinder von 3 – 12 Jahren 3 Mal 50 mg, Jugendliche und Erwachsene dürfen 3 Zäpfchen à 100 mg bekommen (25 mg sind je nach Öl und Tropfvorrichtung 1 bis 1,5 Tropfen) (9). Zäpfchen mit ätherischen Ölen sind jedoch relativ leicht selbst herstellbar. Die vaginale Anwendung wird gerne im Rahmen der „Hausapotheke“ angewendet. Sie ist bei Candida-Erkrankungen und Juckreiz erfolgreich und bei richtiger Dosierung sehr gut verträglich. Als effektive Hilfe sei hier eine Ätherische-Öle-Mischung genannt, die bei Candida-Befall sehr hilfreich ist:

je ein Teil Rosa damascena (destilliert), Lavandula officinalis (Echter Lavendel) und Melaleuca alternifolia (Tea Tree, bitte nur frisches Öl); oder statt Melaleuca ein Anteil Leptospermum scoparium (Manuka). Alle zusammen 3%ig entweder in Jojoba-Öl oder in Joghurt geben und auf einen Tampon streichen und 20 Tage lang dreimal täglich wechseln.