Seit genau einer Woche ist diese riesige Website – nach über einem Jahr der Vorbereitungen – endlich renoviert, aktualisiert, sortiert (halbwegs) fertiggestellt und online. Über 1000 Seiten waren zu bändigen, meinem Web-Dompteur und Pixelsortierer Christian gilt ein riesiger Dank, dass alles einigermaßen – fast ohne Scherben – auf das neue Design umziehen konnte (wer ihn für seine/ihre Website buchen möchte, kann das hier machen). Freilich rumpelte der Umzugswagen bei diesem Schwergewicht von Webpräsenz immer wieder, so auch heute, als plötzlich der bereits verschickte Artikel meinte, wieder auf Reisen gehen zu müssen. Das tut uns leid. Auch ein paar weitere Kleinigkeiten werde ich in den kommenden Tagen noch restaurieren müssen. Gerne nehme ich noch weitere „Fehlermeldungen“ seitens meiner LeserInnen entgegen! Denn viele der „Würmer“ entdeckt man erst durch den regulären Gebrauch dieses Werkes.
Nun sollten zwei stets übersehene Dinge endlich sehr prominent zu sehen sein: Das Suchfeld und die vorsortierten Kategorien, welche das Auffinden von Wunschthemen und das Beantworten von Fragen leichter machen müssten. Das hoffe ich zumindest! Auch sollten die Handy- und Tabletansichten jetzt etwas besser sein. Eine ganz neue Seite, die sich nach und nach mit meinen Überlegungen, Gedanken(blitzen) und Sorgen bezüglich der Gesundheit der Menschen und unseres Planeten widmet, ist hinzu gekommen. Denn einst führte ich eine bunte Website dazu, auch zu meinen Hobbies Nähen, Malen, Stricken, Häkeln: An jene Zeiten mit ihren kleinen Texten möchte ich demnächst wieder anknüpfen.

An dieser Stelle geht auch ein besonders herzlicher Dank an alle Spender:innen, egal ob regelmäßig oder einmalig: Jeder Euro hilft, dieses inzwischen extrem große Projekt am Laufen zu halten. Ich schreibe aus Idealismus und Freude, dazu in meiner Freizeit, die Lust am Recherchieren habe ich meinem lebenslangen unbändigen Wissensdrang und dem Wunsch nach Erklärungen zu verdanken. Im Laufe der Jahre, inzwischen über 20, ist dieses Web-Kompendium der seriösen klinischen Aromatherapie extrem angewachsen und recht unübersichtlich geworden.
Die neue Oberfläche soll nun helfen, wertvolle ältere Informationen zu finden, sich durch automatisch generierte Zufallsfunde inspirieren zu lassen und vielleicht auch, sich durch „Klassiker“ einen umfangreicheren Wissensschatz anzueignen. Vielleicht auch längst vergessenes echtes Wissen wieder aufzufrischen. Denn im heutigen Dschungel aus mittlerweile schier unerträglichem Marketinggeschrei – ätherische Öle sind zur beliebigen Handels- und Massenware mit teils haarsträubenden illegalen Heilversprechungen geworden – ist es vermutlich nicht immer einfach, den roten Faden für die sichere Arbeit mit ätherischen Ölen zu erkennen.
Da ich heute eine sehr interessante Frage beantwortete, stelle ich meine Antwort und einige dazu passende Studien hier als ersten frischen Artikel für alle Abonnent:innen zur Verfügung. Es wurde bezüglich unserer App SCENTARIUM gefragt, warum bei den Wirkungen von Boswelia sacra und serrata nachzulesen sei, dass beide Weihrauchöle entzündungswidrig seien, wenn doch beim Pflanzenporträt darauf hingewiesen werde, dass die entzündungshemmend wirksamen Boswelliasäuren nur im Extrakt und nicht im ätherischen Öl vorhanden seien. Das ist eine spannende Überlegung und Frage, danke dafür!
Ätherische Öle sind per Definition Vielstoffgemische (sie bestehen also aus sehr vielen ganz unterschiedlichen Riechmolekülen, die unterschiedliche physiologische Reaktionen auslösen und sehr unterschiedlich von Haut und Schleimhäuten resorbiert werden). In diesen Vielstoffgemischen gibt es meistens nicht nur eine einzige Art von Duftmolekülen, welche entzündungswidrig wirken! Zu den entzündungswidrig wirksamen Inhaltsstoffen in ätherischen Ölen und Hydrolaten zählen beispielsweise:
- β‑Caryophyllen (gut 50 Prozent in Copaiva) und sein Isomer α‑Humulen
- Azulen (die Sesquiterpene Chamazulen und Guaiazulen, beispielsweise in Schafgarbe, deutsche Kamille, blaue Zypresse und im Blauen Rainfarn, der inzwischen nicht mehr Tanacetum annuum heißt, sondern Vogtia annua (L.) Oberpr. & Sonboli ). Diese wirken besonders gut bei Entzündlichkeiten auf der Haut und auf den Schleimhäuten.
- Methylsalicylat (in Wintergrünöl, Birkenöl und Tuberosen-Absolue) wirkt hauptsächlich wie ein topisches NSAR (kein Kortison, also Nonsteroidal anti-inflammatory drug): Es dringt in die Haut ein, wird zu Salicylsäure umgewandelt und hemmt lokal die prostaglandinvermittelte Entzündung, außerdem besitzt es „Gegenreiz“-Eigenschaften und Effekte auf Ionenkanäle. Salicylsäure hemmt in den lokalen Geweben reversibel die Cyclooxygenase (COX‑1 und COX‑2), was die Synthese proinflammatorischer Prostaglandine (und von Thromboxan A2) verringert. Methylsalicylat ist ein hoch aktives Riechmokelül, genauer gesagt ein mobiles/flüchtiges Signal- und Transportform der Salicylsäure, diese gilt als Phytohormon mit zentraler Rolle in Abwehrreaktionen und Stressantworten, sie wird in Pflanzen aus Methylsalicylat zurückverwandelt.
- Citronellal, ein Monoterpenaldehyd (zB im Öl des Zitroneneukalyptus, der Citronella und der Melisse) wirkt besonders antiinflammatorisch bei schmerzenden Gelenken.
- 1,8‑Cineol (Eucalyptol in Ravintsara, Eucalyptus radiata und globulus, Cajeput, Kardamom, Myrte) wirkt besonders antiinflammatorisch auf die Atemwege, wie Prof Uwe Jürgens an der Uni Bonn in zahlreichen Studien nachweisen konnte.
- β‑Patchoulen, β‑Elemen and ähnliche Sesquiterpene in Myrrhe und Patchouli, die bei entzündetem Zahnfleisch hilfreich sein können, genauer gesagt auf allen Schleimhäuten.
- Sogar Limonen, 3‑Caren, α‑Pinen, β‑Pinen wirken, wenn stark verdünnt, entzündungswidrig. Auch Linalool, Geraniol, Menthol und α‑Terpineol zeigten sich in manchen Experimenten antiinflammatorisch.
Unter den Phenylpropan-Verbindungen konnten auch jeweils extrem verdünntes Eugenol, Thymol, Carvacrol diese Wirkung zeigen.

Also, dadurch dass wir das eine oder andere Molekül in fast jedem ätherischen Öl finden: Fast alle ätherischen Öle weisen eine mittlere entzündungswidrige Wirkung auf, so auch die diversen Weihrauchöle. Diese Wirkung beruht selten auf einem einzigen Molekül, sondern auf einer Art Duft-Cocktail. Bei Überdosierung können etliche dieser Moleküle allerdings die gegenteilige Wirkung auslösen, also rote, gereizte und in nicht seltenen Fällen auch entzündete Haut/Schleimhaut! Durch Bildung von Haptenen können bei dauerhaften Überdosierungen (über 3-5 Prozent) sogar Allergien „gezüchtet“ werden.
Ich besprach übrigens bereits einmal ein ähnliches Durcheinander, weil jemand felsenfest öffentlich und weit verbreitet behauptet hatte, dass Teebaumöl Phenole enthalte, dadurch erklärte sie die starke Breitbandwirkung gegen pathogene („böse“) Bakterien und Pilze. Die Tabelle mit den Ergebnissen von Analysen diverser Teebaumöle ist in diesem Artikel von 2017 nachzulesen: Nein, es wirkt nicht antibiotikum-ähnlich, weil Phenole enthalten sind, sondern durch einen faszinierenden Cocktail anderer Bestandteile!
Unterschiedliche entzündungswidrige Mechanismen
Manche pflanzliche Säuren wie die Boswelliasäuren im HARZ von vielen Boswelliabäumen (sie sind wasserlöslich, also nicht lipophil, also allenfalls in Spuren in ätherischen Ölen enthalten) gelten als ganz besonders antiinflammatorisch. Darum ist bei entzündlichen Erkrankungen auch immer an wässrige Anwendungen zu denken wie Rosen-, Melissen- und Rosmarinhydrolat (zur Studie von Frau Naho Maruyama zur entzündungshemmenden Wirkung von Rosenhydrolat). Im Weihrauchhydrolat sind die Boswelliasäuren allerdings auch nicht enthalten, diese recht schweren/großen Moleküle sind nicht wasserdampfflüchtig, darum werden beispielsweise bei Hirntumoren Weihrauchkapseln wie H 15 empfohlen, welche „nur“ das pulverisierte Harz enthalten.
Die entzündungswidrigen Mechanismen sind übrigens unterschiedlich (die entsprechenden pharmakologischen Experimente sind sehr komplex und die Ergebnisse für Nicht-Biolog:innen fast nicht nachvollziehbar!):
- Manche dieser Riechmoleküle senken proinflammatorische Zytokine wie TNF-α, IL-1β und IL-6.
- Manche hemmen die NF-κB-Aktivierung und die damit verbundenen Signalwege (z. B. verringerte IKK- und IκB-Phosphorylierung, geringere Translokation von NF-κB in den Zellkern).
- Manche wiederum reduzieren die COX-2- und manchmal auch die iNOS-Expression, wodurch die Prostaglandin- und Stickstoffmonoxidproduktion gesenkt wird.
- Einige dämpfen (z. B. 1,8-Cineol, β-Caryophyllen, Carvacrol, Thymol) die Mikroglia-Aktivierung im ZNS.
Häufige entzündungshemmende Inhaltsstoffe in Pflanzenölen
Und dann haben wir noch die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe in naturbelassenen fetten Ölen: Nicht nur die entsprechenden Fettsäuren, sondern deren Fettbegleitstoffe weisen oft interessante pharmakologische Eigenschaften auf (anders als raffinierte oder „amputierte“ Pflanzenöle wie das „fraktionierte Kokosöl“).
- Ungesättigte Fettsäuren: Linolsäure, Ölsäure und in anderen Ölen Alpha-Linolensäure (Omega-3) beeinflussen die Eicosanoid- und Zytokinproduktion.
- Phenolische Verbindungen: Oleocanthal, Hydroxytyrosol, Ferulasäure, Kaffeesäure und p-Cumarinsäure wirken über antioxidative Eigenschaften und die Modulation des COX-Signalwegs.
- Tocopherole (Vitamin E): α- und γ-Tocopherol reduzieren die Lipidperoxidation und wirken entzündungshemmend.
- Phytosterole: β-Sitosterol und verwandte Sterole zeigen in Versuchsmodellen entzündungshemmende und antioxidative Wirkung.
Pflanzenöle enthalten bestimmte Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole, Tocopherole, Phytosterole), die Entzündungsprozesse beeinflussen können, vor allem durch antioxidative und COX-Enzym-bezogene Wirkungen. In ’nativem‘ Kokosöl sind es die mittelkettigen Fettsäuren: Laurinsäure (C14:0), Caprinsäure, Caprylsäure; in Zellmodellen kann Laurinsäure oxidative Stress- und Entzündungsgene dosisabhängig herunterregulieren. Auch die in kleinen Mengen enthalten Phenolsäuren wie p-Cumarinsäure, Ferulasäure, Kaffeesäure, tragen zur allgemein antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung bei.

Im Sonnenblumenöl kann die enthaltene Linolsäure (Omega-6-PUFA) Entzündungsmarker modulieren, wobei ihre Nettowirkung von der allgemeinen Ernährungsbalance abhängt. Die enthaltenen Tocopherole (Vitamin-E-Familie, insbesondere α- und γ-Tocopherol) können freie Sauerstoffradikale abfangen und in Membranen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Wie in allen „kalt gepressten“, also möglichst naturbelassenen Pflanzenölen spielen die enthaltenen Phytosterole (β-Sitosterol, Stigmasterol, Campesterol) eine entscheidende Rolle bezüglich der entzündungshemmenden und antioxidative Eigenschaften, sie können die Cyclooxygenase (COX) vermittelte Prostaglandinbildung hemmen.
Ich verwende meistens Olivenöl für Mischungen, wenn chronische und übermäßige Entzündungsreaktionen (und Schmerzen) behandelt werden sollen (insbesondere ‚extra vergine‘). Es steht in bester Bio-Qualität in meiner Küche und ist zudem zuverlässig stabil. Seine wichtigsten entzündungshemmenden Bestandteile:
- Oleocanthal: eine phenolische Verbindung, die COX-1 und COX-2 direkt hemmt und dabei eine ibuprofenähnliche Hemmung der durch Prostaglandine ausgelösten Entzündung nachahmt.
- Andere Phenole: Hydroxytyrosol, Oleuropein und verwandte Polyphenole mit starker antioxidativer und gefäßschützender Wirkung, die Entzündungssignale indirekt dämpfen.
- Ölsäure (Omega-9-MUFA) wirkt weniger direkt „entzündungshemmend“, wird jedoch im Zusammenhang mit der mediterranen Ernährung mit niedrigeren Entzündungs- und oxidativen Stressmarkern in Verbindung gebracht.
Am Beispiel des Leinöls (Flachsöl), welches reichlich der Omega‑3‑Fettsäure namens ALA (α‑Linolensäure) enthält, sehen wir die entzündungshemmende Wirkung eines typischen mitteleuropäischen Pflanzenöles. Sein Bestandteil α‑Linolensäure (ALA, 18:3 n‑3) macht etwa die Hälfte der Fettsäuren des Leinöls aus und gilt als der wichtigste entzündungshemmende Wirkstoff. ALA hemmt die Arachidonsäure‑Stoffwechselwege (COX und LOX), reduziert die Bildung proinflammatorischer Eicosanoide und reguliert die Expression von Genen wie iNOS, COX‑2, TNF‑α, IL‑6 und IL‑1β über Effekte auf die NF‑κB‑ und MAPK‑Signalwege nach unten. Darüber hinaus kann ALA im Körper (unter günstigen Bedingungen) teilweise zu EPA und DHA umgewandelt werden, die wiederum weniger entzündungsfördernde Prostaglandine und andere Mediatoren bilden. (ALA dient als Vorstufe für EPA und DHA, Fettsäuren die uns vor Entzündungen schützen, weil sie als weniger proinflammatorische Eicosanoide und spezialisierte pro‑auflösende Mediatoren wirken und so zu einem insgesamt entzündungshemmenden Milieu beitragen.)
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In öligen Mazeraten wird die antiinflammatorische Wirkung verstärkt
Die wichtigsten entzündungshemmenden Inhaltsstoffe in folgende Mazeraten sind vor allem bestimmte Triterpenoide, Flavonoide, Phenolsäuren und (im Falle der Mädesüß) Salicylate, die sich bis zu einem gewissen Grad in Öl lösen können.
Ringelblumen-Mazerat (Calendula officinalis)
Zu den Verbindungen, die mit entzündungshemmenden Wirkungen in Ringelblumenblüten in Verbindung gebracht werden, gehören:
- Triterpenoidalkohole und deren Fettsäureester, insbesondere Faradiolester wie Faradiol-Laurat, -Myristat und -Palmitat (die oft als primäre topische entzündungshemmende Wirkstoffe angesehen werden).
- Andere Triterpenoide (z. B. Taraxasterol, Triterpene vom Ursolsäure-Typ).
- Flavonoide (z. B. Quercetin- und Isoquercetin-Glykoside), die Zytokine und COX-2 modulieren.
- Carotinoide und ein kleiner Anteil an Terpenoiden aus ätherischen Ölen, die ebenfalls zur Hemmung von COX-2 und Zytokinen beitragen.
Johanniskraut-Mazerat (Hypericum perforatum)
Studien zu Hypericum-Extrakten und traditionellen Olivenöl-Mazeraten weisen auf mehrere Inhaltsstoffe mit entzündungshemmender Wirkung hin:
- Naphthodianthrone wie Pseudohypericin
- Flavonoide wie Amentoflavon und Quercetin
- Phenolsäuren wie Chlorogensäure
- Lipophile Acylphloroglucinole (z. B. Verbindungen vom Uliginosin-Typ in verwandten Arten), die Entzündungsmediatoren stark hemmen
In Olivenöl hergestellte Hypericum-Ölmazerate können bioaktive Phenole und lipophile Bestandteile extrahieren, die die TNFα-induzierte NF-κB-Aktivierung hemmen und die Produktion von PGE2, NO, TNF-α und IL-1β reduzieren, was ihre topische Anwendung zur Entzündungshemmung und Wundheilung erklärt.
Mädesüß-Mazerat (Wiesenkönigin, Filipendula ulmaria)
Wir empfehlen gerne das fein duftende Mazerat der Wiesenkönigin bei Schmerzen und Entzündungen (darum ist es bei uns im Vivere-Shop erhältlich). Bei Mädesüß hängt die wichtigste entzündungshemmende Wirkung mit phenolischen und salicylatartigen Verbindungen zusammen.
- Salicylate (z. B. Salicylaldehyd-Derivate, salicinähnliche Glykoside und verwandte Ester), die COX-1 und COX-2 und damit die Prostaglandinsynthese hemmen.
- Flavonoide wie Rutosid (Rutin), Spiraeosid und Isoquercitrin, die COX-hemmende, antioxidative und zytokinmodulierende Wirkungen haben
- Tannine und andere Polyphenole (Ellagitannine), tragen zusätzliche entzündungshemmende und adstringierende Wirkungen bei.

In klassischen Mädesüß-Präparaten stehen die Salicylate und Flavonoide in vitro und in vivo in engstem Zusammenhang mit der COX-1/2-Hemmung; in einem Ölmazerat sind die lipophileren Salicylatester und einige Flavonoide die vermuteten Wirkstoffe, obwohl die Gesamtextraktion der weitgehend polaren Salicylate in Öl begrenzt sein kann.
Auf die entzündungshemmende Wirkung vieler Hydrolate gehe ich in diesem Artikel nicht ein, denn die enthaltenen Spuren an Säuren sind wahre Wunderwässerchen, die jedoch sehr sorgfältig beschrieben werden müssen. Frohe Ostern und DANKE für etwaige Fehlermeldungen an diesem renovierten Projekt! Unsere nächste Podcast-Sendung ist übrigens bereits „im Kasten“, wird jedoch erst am Freitag, den 10. April ausgestrahlt.
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Liebe Eliane,
ich liebe Deine neue Webseite, denn für mich als Strukturfreak ist sie einfach traumzauberhaft.
Ich würde gerne noch ein Pflanzenöl erwähnen, dass wenig bekannt ist und dass es bei uns hier in der Heide in Bioqualität gibt. Es wirkt sowohl entzündungshemmend als auch schmerzlindernd – das Leindotteröl (Camelina sativa). Seine Inhaltsstoffe ähneln dem Leinöl – ca. 35 % alpha-Linolensäure. Es enthält auch einen hohen Anteil an Eicosensäure/Gadoleinsäure und Cetoleinsäure. Dazu kommen noch Fettbegleitstoffe wie der Vitamin-E-Komplex, Carotinoide und Phytosterole (aus dem Buch „Pflanzenöle“ on Ruth von Braunschweig stibitzt). Leindotteröl schmeckt mir pur – ein wenig wie Nüsse mit Erbsen und damit ganz anders als Leinöl. Auch die Haltbarkeit ist wesentlich besser als die des Leinöls.
DANKE für Deine unermüdliche Arbeit
Anna
Liebe Eliane,
DANKE, DANKE, DANKE für so viel Wissen das du uns immer wieder schenkst!!!! Was würden wir nur ohne dich machen?
Ganz liebe wissensdurstige Grüße und ein gemütliches Osterfest wünsche ich dir.
Ursel
Herzlichen Dank für dieses dreifache Danke! Gemütlich ist es nicht, denn es tobt gerade Sturm Dave…
Liebe Frau Zimmermann!
Alles neu macht der April!
Wow, was für eine Arbeit dahintersteckt!!!!!
Sieht ganz toll aus und ich bin mir sicher, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase läuft alles rund und wir finden uns noch besser auf deiner Website zurecht!
Der Artikel ist wieder super interessant und mit der neuen Formatierung auch noch viel einfacher zu lesen!
Schöne Ostern und liebe Grüße aus Österreich
Sabrina K
Ganz lieben Dank sende ich vom nebligen Atlantik mit für morgen angekündigtem Sturm Dave, unfassbar, dass nun Ostern sein soll! So ähnlich sollte zunächst meine Überschrift lauten, irgendwas mit „alles neu macht der Mai/April“.
Liebe Eliane, ich danke dir sehr für den tollen Artikel ❤️❤️❤️. wünsche dir schöne Ostern und alles Liebe aus Wien Elisabeth
Liebe Elisabeth, danke für dein Lob und liebe Grüße zurück (hier tobt gerade Sturm Dave)