Mentha x piperita L.

Dieses einheimische „Wunderöl“ hilft bei vielen Beschwerden, nur Babys, Kleinkinder und überempfindliche Menschen sollten wegen des circa 50-prozentigen Mentholgehaltes darauf verzichten.

Pflanzenfamilie: Lamiaceae (Lippenblütengewächse)

Pflanzenteil: frisches Kraut/Blätter (selten auch getrocknete Droge)

Haupt-Inhaltsstoff(e): Menthol

Haupt-Wirkungen körperlich: je nach Menge kühlend oder wärmend, bei Erkältungskrankheiten, Nasennebenhöhlenprobleme, Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, insbesondere bei IBS (Reizdarm)

Haupt-Wirkungen seelisch: Konzentrationsprobleme, erfrischend, für klarere Gedanken

Besonders effektive Anwendung: zur „Trockeninhalation“ auf Papiertaschentuch, bei Kopfschmerzen in Alkohol lokal, als Sportöl

Haltbarkeit nach Öffnen der Flasche: circa drei Jahre

Preisniveau: preiswert

Die Nymphe namens Minthe war einer Sage nach eine Geliebte des Gottes der Unterwelt (Hades), der sie in die stark duftende Minze verwandelte, als seine Frau eifersüchtig wurde. Der Gattungsname ‚piper‘ bedeutet Pfeffer (lat. = gepfeffert, scharf)

Die ‚billige‘ Qualität aus Drogeriemärkten und vom Discounter wird meistens aus Mentha arvensis, der Ackerminze gewonnen, diese kann zu fast 100 Prozent aus Menthol bestehen, in der Apotheke wird dann von Minzeöl gesprochen (um es von Pfefferminze zu unterscheiden).

Wie ein Pfefferminze-Roll-on hergestellt wird, zeige ich hier. Zwei Studien über Pfefferminzöl-Kapseln (und Kümmel) bei Reizdarm fasse ich in einem Artikel zusammen.

Es gibt immer wieder unsinnige Behauptungen, dass schwangere Frauen, die beisspielsweise über Übelkeit im ersten Trimenon klagen, kein Pfefferminzöl verwenden dürfen. Pfefferminöl, das in einem Roll-on (oder im in der Apotheke erhältlichen Mittel Euminz® enthalten ist) wird punktuell an Stirn und Nacken und nur bei Bedarf angewendet, darum besteht keinerlei Gefahr bei der Anwendung während der Schwangerschaft. Ein Fötus atmet noch nicht, darum besteht im Gegensatz zum Baby, dass vom Einatmen von Menthol ernsthafte Probleme bekommen kann, absolut keine Gefahr.
Die unsinnigen Warnungen gegenüber ätherischen Ölen stammen aus Zeiten, als man noch vorwiegend synthetische Öle hatte, zudem werden die angeblichen Gefahren von einigen wenigen Fällen abgeleitet, wo Menschen zu große Mengen an Ölen bzw Ölpflanzen INNERLICH verwendeten und es dann zu Vergiftungen kam.

Die heutigen synthetischen Zusätze in Essen, billige fette Öle, Plastikverpackungen, Plastik in inzwischen fast jedem Kosmetikprodukt und so vieles mehr ist viel viel „giftiger“ als hochwertige ätherische Öle aus zertifiziertem Bio-Anbau oder als gut untersuchte und zugelassene Medikamente wie Euminz. Mehr zum Thema Schwangerschaft und ätherische Öle ist im ausführlichen Artikel nachzulesen

Achtung, auch wenn dieses Öl völlig untoxisch ist, sind dennoch ein paar Dinge zu berücksichtigen:

  • Auf eine hohe, verlässliche Bio-Qualität achten, sonst können der Menthon- und Pulegongehalt zu hoch sein. Bei den üblicherweise eingesetzten Verdünnungen (1–2 %) eines qualitativ hochwertigen Öles auf der Haut sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.
  • Das Öl ist nicht für Babys und Kinder unter circa 3 Jahren (Apnoegefahr) geeignet, also auch nicht in den kinderüblichen Dosierungen von 1 Prozent; für Rezeptideen und vielfältige Informationen rund um die sichere Anwendung von ätherischen Ölen bei Kindern schauen Sie bitte auf unsere aromaMAMA-Seite.
  • Pfefferminzöl (egal ob verdünnt oder unverdünnt) gehört NICHT auf gerötete Haut nach Strahlentherapie bei Tumoren, bitte nicht! (alles schon erlebt)
  • Es sollte nicht auf Schleimhäuten angewendet werden, wenn es in die Augen gerät, werden diese mit viel Wasser  ausgewaschen (offizielle Anweisung laut Sicherheitsratschlag „S26“ der EG-Richtlinie 92/32/EWG; siehe auch Abschnitt 6.3 im Buch Aromatherapie für Pflege und Heilberufe).
  • Bei Fieber stark verdünnen, besser Pfefferminzhydrolat oder Pfefferminztee in hochwertiger Apotheken-Qualität als Wadenwickel/Waschung einsetzen.
  • Bei Epilepsie darf es nur von Experten empfohlen werden.
  • Nicht innerlich anwenden bei Gallenflussstörung, Verengung der Gallengänge oder bei Gallensteinen, da Pfefferminzöl die Bildung der Galleflüssigkeit anregen kann.

Jeder deutschsprachige Anbieter führt gute und sichere Bio-Pfefferminzöle, beispielsweise: Primavera, Farfalla, Feeling, das erfrischende Pfefferminzhydrolat kann bei Hitzewallungen im Klimakterium helfen, es ist ein einer feinen Kombination im Hitzestopp-Spray enthalten. Pfefferminzduft kann die Büroluft klären, und damit den Kopf „durchlüften“ und die Konzentration verbessern, dafür eignet sich das Raumspray Frische Luft.

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