Ich habe gestern mit einer Kollegin über mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch „Emissionen“ am Arbeitsplatz diskutiert. Insbesondere ging es um Krankheitsgerüche, Desinfektionsdüfte und Todesausdünstungen in Heil- und Pflegeinstitutionen. Da inzwischen wissenschaftlich erwiesen ist, dass die menschliche Nase in der Lage ist, Angstschweiß von Sportschweiß zu unterscheiden, nehme ich einfach mal an, dass dieses unterschätzte Organ (und das Nervensystem dahinter) auch die unterschiedlichen Ausdünstungsbotschaften von PatientInnen erkennen kann.

Wenn sich diese Riechstoffe noch mit Wolken von Reinigungsgiften und Sprühmedikamenten vermischen, entstehen vermutlich „neuro-explosive“ Informationen vor allem für die Mitarbeiter von pflegenden Einrichtungen. Sie sind denen tagtäglich ausgeliefert und vielleicht obendrein auch noch Machtkämpfchen, Sparmaßnahmen und Arbeitplatzverlust-Ängsten. Alles zusammen ein idealer Mix für erhebliche Stress-Symptome oder gar Burnout. PatientInnen selbst und auch die BesucherInnen werden freilich auch mit diesen unterschwelligen Duftbotschaften umnebelt.

Nun bin ich neugierig geworden und wende mich in einer kleinen Umfrage an MitarbeiterInnen in Spitälern, Kliniken, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Hospizen, jedoch auch BesucherInnen können mit abstimmen. Nehmen Sie die Gerüche Ihrer Station oder Ihres Hauses überhaupt noch wahr? Fühlen Sie sich durch sie in Ihrer Befindlichkeit gestört? Klicken Sie bitte eines oder mehrere die kleinen Kästchen an und drücken Sie auf „vote“ (abstimmen). Sie können auch die Zeile darunter anklicken, um die Anzahl der Abstimmenden und die Ergebnisse anzuschauen. Natürlich können Sie Ihre Erlebnisse auch gerne im Kommentare-Feld schildern. Vielen Dank schon mal für die rege Teilnahme!

[polldaddy poll=4257524]

PS, insbesondere an Margit: Bei Feeling gibt es ein Produkt namens Absorber, soweit ich informiert bin, ein natürliches Produkt, das Gerüche absorbiert/schluckt/bindet; es ist den Duftsprays zugesetzt und diese wirken hervorragend duftneutralisierend (natürlich darf man keine Wunder erwarten, etwa im Fäkalienraum).