Mit Blasenentzündungen ist nicht zu spaßen, umso schlimmer, weil manche Frauen ‚ständig’ darunter leiden. Besonders in der kühlen Jahreszeit, aber auch nach Schwimmbadbesuchen im Sommer.

Die auslösenden Keime können zu den Fortpflanzungsorganen wandern und dort schlimme Narben und Verklebungen hinterlassen, im schlimmsten Falle zu Unfruchtbarkeit führen. Auch schwerste Nierenschäden gehören zu den gefürchteten Komplikationen.

Darum wird eine Blasenentzündung meistens antibiotisch behandelt, was bei öfters wiederkehrenden Infekten und Antibiosen zu Darmproblemen und zu noch öfteren Besuchen der verursachenden Bakterien führen kann.

Wichtig ist, bei den ersten Signalen einer Blasenentzündung so schnell wie möglich drei- bis maximal viermal täglich ein Glas Wasser mit jeweils einem maximal gestrichenen Teelöffel Speisenatron (Natriumhydrogencarbonat, im Backregal jedes Supermarktes als Backpulver zu kaufen – es ist ein Bestandteil von Tütchen-Backpulver) zu trinken.

Schmeckt grauslich nach Seifenwasser, wirkt aber Wunder, manchmal sind die Beschwerden nach wenigen Stunden deutlich besser.

Der Urin wird entsäuert und entzieht so den Bakterien ihre Lebensgrundlage. Der Gynäkologe, der mir diese Maßnahme empfahl, schilderte mir das Schicksal der Keime mit einer ruckartig ausladenden Handbewegung ganz plastisch: Die Bakterien platzen in diesem alkalischen Mileu.

Jedoch nicht zeitnah zum Essen trinken, sonst kann die Magensäure ihre Arbeit nicht ordentlich erledigen.

Ergänzend Blasentee aus oder zumindest mit der indischen Ätherisch-Öl-Droge Katzenbart (Orthosiphon stamineus, in  Apotheken als Indischer Blasentee erhältlich) zubereiten und zwei Liter pro Tag schön warm trinken. Dieses Heilkraut fördert die Durchspülung und löst die krampfartigen Schmerzen beim Wasserlassen.

Dazu  Cranberrysaft und –Extrakte trinken, sie schmecken lecker und wirken antibakteriell, dazu stabilisieren sie die angegriffene Blaseninnenwand. Nicht mit der europäischen Preiselbeere verwechseln, diese hat nicht die ausgeprägte Wirkung auf die Blase! Eine wärmende Ölemischung auf dem Unterbauch unterstützt die innerlichen Maßnahmen:

  • 20 ml Johanniskrautöl
  • 3 Tropfen Teebaum (Melaleuca alternifolia, auf frische Ware von verlässlicher Qualität achten)
  • 2 Tropfen Zitroneneukalyptus (Eucalyptus citriodora)
  • 2 Tropfen Bergamotte (Citrus bergamia)
  • 1 Tropfen Thymus vulgaris Ct. Thymol (Thymian)
  • evtl. 1-2 Tropfen Santalum austrocaledonicum (Neukaledonisches Sandelholz)

Ein Sitzbad ist auch sehr zu empfehlen, dafür sind schüsselartige Einsätze für die Toilette sehr praktisch, sie zaubern im Nu ein Bidet. Dafür vermischen:

  • 2 Esslöffel gutes Meersalz
  • 2 Tropfen Teebaum (Melaleuca alternifolia)
  • 1 Tropfen Santalum austrocaledonicum (Neukaledonisches Sandelholz)

Gut vermischen und in die Schüssel mit sehr warmem Wasser (circa 5 Liter) geben und einige Minuten darin verweilen.

Das ist ein aktualisierter Auszug aus meinem Buch mit umfangreicher Rezeptesammlung „Aromatherapie für Sie“ (Trias Verlag).