Aus aktuellem Anlass, weil mich nun doch noch eine Wintererkältung erwischt hat (obwohl – oder gerade – es hier tüchtig frühlingt) möchte ich mal ein paar Zeilen zu duftenden Fußbädern los werden. So eine bequeme Fußwaschung kann vom klinischen Bereich über die Fußpflegepraxis und auch zu Hause mit ganz viel Erfolg angewendet werden. Am Fernseher, unterem Esstisch oder am Bettrand. Ein Fußbad eignet sich einerseits besonders gut bei drohenden Er-KÄLT-ungen, denn sie wärmen von da, wo uns die Kälte besonders gerne attackiert: vom Boden, von der Erde, von unten, vom untersten Chakra. Zweitens ist es eine der schnellsten und bequemsten Methoden, um Einschlafprobleme und drohende Alpträume (besonders bei Kindern und Senioren) besser in den Griff zu bekommen.

Bei drohenden INFEKTEN, nach kalten Spaziergängen, nach Sitzen auf kalten Treppen oder Steinen etc eignen sich insbesondere zwei oder drei Tropfen der folgenden recht antibiotisch wirksamen ätherischen Öle (als nur des einen Öles oder jeweils ein Tropfen) auf drei bis fünf Liter möglichst heißen Wassers:
  • Bohnenkraut (Satureja montana)
  • Nelkenblätter (Syzygium aromaticum)
  • Manuka (Leptospermum scoparium)
  • Oregano (Origanum majorana)
  • Teebaum (Melaleuca alternifolia; frisch, nur 1/2 Jahr nach Öffnen)
  • Thymian (Thymus vulgaris Ct. Thymol oder Ct. Linalool)
  • Zimtblätter (Cinnamomum zeylanicum)
Besonders antiviral wirken (Erkältungserreger sind meistens Viren)
  • Zitronenmyrte (Backhousia citriodora)
  • Eukalyptus (E. radiata)
  • Zitroneneukalyptus (Corymbia citriodora, auf dem Foto)
  • Ravintsara (Cinnamomum camphora Ct. Cineol)
Diese letzten sind auch eine empfehlenswerte Unterstützung bei Kinderkrankheiten wie den Windpocken (Feuchtblattern), die durch Viren ausgelöst werden. Man kann damit die Erkrankung selbstverständlich nicht wegzaubern, doch man unterstützt den Körper bei einer effektiven Abwehr.

Bei der zweiten Misslage, den SCHLAFPROBLEMEN, sind es vor allem die lieblich-blumig-fruchtigen ätherischen Öle, die durch ihre Monoterpen-Ester für wohliges Loslassen sorgen. Diese Inhaltsstoffe wirken recht unmittelbar auf beruhigend wirksame Botenstoffe in unserem Gehirn, wie beispielsweise Prof. Dr. Buchbauer im Falle von Linalylacetat heraus gefunden hat. Dieser Stoff verleiht dem Lavendel- und Neroliöl den blumigen Duft.
  • Bergamotte (Citrus bergamia)
  • Lavendel fein (Lavandula angustifolia)
  • Mandarine (Citrus reticulata)
  • Petit Grain (die Blätter der Bitterorange, Citrus aurantium)
  • Römische Kamille (Chamaemelum nobile, früher Anthemis nobilis)
  • Ylang Ylang (Cananga odorata)

Wenn das Fußbad nach 5 oder 10 Minuten beendet ist, unbedingt die Füße warm einpacken. Die feuchten offenen Poren, die Schweißdrüsenkanälchen und die Wärme helfen den winzigen fettlöslichen Molekülen der ätherischen Öle, schnell und zuverlässig die „hintersten Winkel“ unseres Körpers zu erreichen. Man kann nun die Schüssel noch in die Nähe des Bettes platzieren, dann wirken die Öle noch über eine sanfte Raumbeduftung. Und wenn das Wasser ganz kalt ist, danken Zimmer- oder Balkonpflanzen für diesen Extra-Service (ich bin immer für Recycling!!!).

PS: Wer sich für die ätherischen Öle in Coca Cola interessiert, kann das heute in meinem Kreativitätsblog nach lesen, das ist natürlich nur „Aromatherapie“ mit einem Augenzwinkerer 😉 Abbildung Zitroneneukalyptus: Priscila Botelho, Brasil – muito obrigada!