Die Rolle von ätherischen Ölen bei resistenten Bakterien

Adnane Remmal (Morocco), nominated for the European Inventor Award 2017 in the category Non-EPO

Der marokkanische Pharmazeut Professor Adnane Remmal gewann dieser Tage (15. Juni 2017) den European Inventor Award 2017, ihm wurden nach seiner Nominierung mehr als 119 000 Online-Stimmen gegeben. Die Verleihungs-Zeremonie im Arsenale di Venezia wurde vom Präsidenten des Europäischen Patentamtes EPO Benoît Battistelli und Carlo Calenda, dem italienischen Minister für Wirtschaftliche Entwicklung eröffnet, circa 600 Gäste vieler Branchen aus Politik, Business, Geistiges Eigentum und Wissenschaft waren anwesend.

So neu ist seine Arbeit für Insider zwar nicht, doch er hat es geschafft, eine clevere Kombination aus (nicht mehr wirklich wirksamem) Antibiotika und Inhaltsstoffen aus ätherischen Ölen wie Carvacrol und und einem Inhaltsstoff aus dem Eukalyptus zu patentieren und zu vermarkten (vermutlich handelt es sich um 1,8-Cineol, da diese Leitsubstanz der Eukalyptusblätter schon seit Längerem als so genannter Penetrationsverstäker genutzt wird). Sein Patent EP1879655 (B1) lautet „Pharmaceutical composition comprising an anti-bacterial agent and an active ingredient selected from carveol, carvacrol, alpha-ionone, beta-ionone, and thymol“: es ist hier nachzulesen, ein kurzes englischsprachiges, hübsch anzuschauendes Video kann bei Youtube angeschaut werden. Den Link zur deutschsprachigen Version des Videos und weitere Details zu Arbeiten mit der antibakteriellen Wirkung von diversen ätherischen Ölen finden Sie HIER.

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Eliane Zimmermann
Über Eliane Zimmermann 743 Artikel
Seit 1992 gebe ich fundiertes Wissen über Aromatherapie weiter, am liebsten inmitten der subtropischen Pflanzenwelt meiner Wahlheimat Irland. Ich schrieb sieben Bücher zum Thema :||: In my aromatherapy school I have been educating since 1992, I published seven books Mehr Infos zur Autorin finden Sie hier

6 Kommentare

  1. Liebe Eliane. DANKE für diesen erneuten spannenden Hinweis zur Forschung, deiner guten Darstellung im Blog – inkl. Video Hinweis (echt sehenswert!).
    ich habe mir – wieder – erlaubt, in meinem eigenen Blog auf deinen hinzuweisen. Hoffe es ist in deinem Sinne (wir hatten ja beim letzten Mal über diese Möglichkeit gemailt und du warst damit einverstanden; wenn nicht bitte mir sagen 🙂 ).
    http://www.art-parfum.eu/forschung

    DANKE nochmals und herzliche Grüße an dich und alle hier im Board aus dem Allgäu
    Beate

  2. Hallo Eliane,

    habe seit einiger Zeit Ihren immer sehr informativen Newsletter aboniert, vielen Dank für die vielen guten Informationen, hier zeigt sich die lange Erfahrung und die guten Kontakte!
    Super Beitrag zum Thema der resistenten Keime, bleibt abzuwarten wann endlich auch Betroffene davon profitieren. Meine Frau hat als Krankenschwester regelmäßig damit zu tun.
    Im Patent habe ich allerdings keine Hinweis auf 1,8 Cinoel gefunden, habe ich was übersehen?
    Viele Grüße
    Holger

      • Vielen Dank Eliane, aber in dem Video wird nur von einer Substanz aus Eukalyptusbäumen gesprochen. Vermuten würde ich auch, dass es sich um 1,8 Cineol handelt, was ja immerhin in Konzentrationen von über 80% vorhanden ist. Leider habe ich aber auch nach längerer Suche im Internet dafür keine konkrete Bestätigung gefunden. Haben Sie eventuell noch eine andere Quelle als das Video?

        • Hallo Holger, Sie sind aber hartnäckig! Geht es Ihnen um die Sache oder wollen Sie Aufmerksamkeit für Ihre Regentropfen erreichen? Da hier auch ein paar nette und unterstützende Ärzte und Pharma-Forscher mitlesen, werden ich auf Ihre nette Anregung den Satz abändern, und auch „eine Substanz“ aus dem Eukalyptus schreiben, denn 1,8-Cineol ist zwar als Penetrationsverstärker für manche Medikamente bereits bekannt (stand sogar mal auf dem Beipackzettel von Soledum), doch man/ich darf einfach nicht annehmen, dass der marokkanische Forscher diesen Inhaltsstoff meint (mir ist klar, dass er ihn nicht nennen mag, sonst sind die Nachahmer noch schneller auf dem Parkett).

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