Acacia dealbata Link. auch Acacia decurrens Willd.

Dieses selten erhältliche extrem schwer duftende Absolue der ganz typisch duftenden gelben Puschel-Blüten dieses Akazienbaumes werden aufgrund ihres Preises vermutlich ausschließlich in der Parfümerie eingesetzt.

Pflanzenfamilie: Fabaceae/Leguminosae (Hülsenfrüchtler)

Pflanzenteil: Blüten

Haupt-Inhaltsstoff(e): gut 50 % Lupeol (auch Lupenol und Fagarsterol genannt, ein Triterpenalkohol; 28 % C 19-Kohlenstoffe, 25,5 % C 17-Kohlenstoffe sowie Palmitinsäure

Haupt-Wirkungen körperlich: unterstützend bei schmerzlindernden Maßnahmen

Haupt-Wirkungen seelisch: beschützend, stimmungsaufhellend und entspannend, schlaffördernd, angstlösend

Besonders effektive Anwendung: Raumspray, Naturparfüm, im Inhalierstift

Haltbarkeit nach Öffnen der Flasche: viele Jahre

Preisniveau: kostbar

Der wissenschaftliche Name dieses im sehr späten Winter blühenden Baumes mit wunderschön zart gefiederten Blättern kommt von acanthus (lat.) Dorn, Stachel bzw akazo, gr. = schärfen (viele Akazien sind sehr dornig); dealbatus (lat.) bedeutet abgeweißt, weiß bestäubt (die Blättchen können von einem feinen hellgrauen Flaum überzogen sein).

Eliane Zimmermann Schule für AromatherapieDie schnell wachsenden Bäume sind mit Erbsen, Bohnen und Gartenwicken verwandt (Familie der Fabaceae), jedoch frostempfindlich, ansonsten wunderbar vital und sehr schnittfreundlich. Der Duft wird mit Lösungsmitteln (Hexan) extrahiert und wird dann zu einer mehr oder weniger zähen Paste, die anschließend mit Alkohol verdünnt werden muss, damit sich der traumhafte Duft gut entfalten kann. Das Absolue enthält ein Palmitinsäure-Aldehyd, dazu Anisaldehyd, Acetophenon und Methylacetophenon sowie einen besonderen Stoff, auf den ich weiter unten zurück komme.

Dieser pudrig sanfte Duft (wenn stark verdünnt) passt gut zu vanilligen Duftmischungen, er wird gerne für Menschen, die „zart besaitet“ sind, also zu den Hochsensiblen (HSP) gehören, zur Unterstützung und „Abschirmung“empfohlen.

Mimosen-Absolue besteht zu gut 50 Prozent aus einem sehr spannenden Molekül, das auch aus Lebensmitteln bekannt ist: 52 % Lupeol (auch Lupenol und Fagarsterol genannt, ein Triterpenalkohol). In einer US-amerikanischen In vitro- und In vivo-Studie konnte gezeigt werden, dass der Hauptinhaltsstoff des Mimosenabsolues Lupeol eine signifikante Wirkung auf die Entstehungsprozesse von Prostatatumoren besitzt. Lupeol ist auch in Lebensmitteln wie Erdbeeren, Kohl, Mangos, Oliven, Paprika enthalten. Die Autoren gehen von einer guten Übertragbarkeit des Tiermodells auf Menschen aus, insbesondere um Krebszellen, die nicht mehr auf die konventionelle Behandlung ansprechen, wieder für diese zu sensibilisieren. Auch eine ganz neue Studie befasst sich mit dieser Thematik: mit Darmkrebs.

Eliane Zimmermann AiDA AromatherapyDoch bevor jetzt große Hoffnungen geweckt werden: Leider müssten große Mengen an antitumoral wirksamen ätherischen Ölen (oder deren Bestandteile) eingenommen oder gesprit