Der alkoholische Extrakt aus schwarzen, runzeligen Bohnen (Früchten eines Amazonasbaumes) wird von fast allen Menschen geliebt, er erinnert an Vanille und Waldmeister und war früher Bestandteil eines gut sortierten Gewürzregales. Der Hauptinhaltsstoff Cumarin wurde nach übertriebenen Tierexperimenten als leberschädigend in der Lebensmittelgesetzgebung verankert (siehe Zimt).

Ich habe bereits öfters über die feine Bohne geschrieben, beispielsweise hier und hierhier steht dazu ein Backrezept mit Tonka. Ein wundervolles Tonkabohnen-Absolue 50:50 gibt es hier, Tonkabohnen für die Küche kann man hier bestellen.

Tonkabohnenextrakt besteht fast nur aus Cumarinen (im Absolue der Lavendelblüten befinden sich auch keinen Mengen an Cumarinen). Cumarine und deren Abkömmlinge die Furocumarine, sind ganz besondere Moleküle. Das Wort leitet sich vom Tonkabaum  ab, der im Amazonas ‚cumarú’ heißt, dessen bohnenartige Früchte hauptsächlich aus diesem heu- und waldmeister-ähnlichen Duft bestehen.

Cumarine und Furocumarine kommen hauptsächlich in gepressten ätherischen Ölen vor, bei der Destillation gehen sie fast immer verloren. Sie wirken nicht photosensibilisierend wie die Furocumarine. Auch stellen sie keine Gefahr dar, wenn Patienten blutverdünnende Mittel einnehmen müssen. Der Allgemeinarzt Dr. Erwin Häringer schrieb mir dazu: „Das 7-Dihydroxycumarin (Umbelliferon) hat keine Interaktion mit anderen gerinnungs-hindernden Medikamenten (Marcumar, Warfarin etc.); beim Nagetier und Hund entstehen unter Epoxidbildung reaktive Aldehyde, die bei diesen Tieren und nur dort! leberschädigend sind.“